Всемирная организация здравоохранения (ВОЗ / WHO) · Governing Bodies documents

Gesundheit in allen Politikbereichen – Gesundheit in allen SDG: ein Appell zum Handeln gegen den Klimawandel: Die Erklärung von Monaco: Dritte hochrangige Tagung der Initiative kleiner Länder der WHO: Monaco (Fürstentum Monaco): Gesundheit und nachhaltige Entwicklung: die inhärenten Vorteile der kleinen Länder

Всемирная организация здравоохранения
Открыть оригинал документа

Полный текст размещён на сайте публикующей организации. lawenc.com индексирует метаданные и ведёт на официальный источник.

Полный текст

Dritte hochrangige Tagung der Initiative kleiner Länder der WHO Monaco (Fürstentum Monaco) Gesundheit und nachhaltige Entwicklung: die inhärenten Vorteile der kleinen Länder Gesundheit in allen Politikbereichen – Gesundheit in allen SDG: ein Appell zum Handeln gegen den Klimawandel Die Erklärung von Monaco Wir, die Minister und Delegierten aus acht Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation in der Europäischen Region mit einer Bevölkerung von weniger als einer Million, haben uns am 11. und 12. Oktober 2016 in Monaco eingefunden, um an der dritten hochrangigen Tagung der Initiative kleiner Länder teilzunehmen. Wir bekräftigen die im Manifest von San Marino (2014) und in der Erklärung von Andorra (2015) zum Ausdruck gebrachte Entschlossenheit zur Umsetzung der zentralen Grundsätze, Lösungsansätze und Wertvorstellungen von „Gesundheit 2020“, dem Rahmenkonzept der Europäischen Region für Gesundheit und Wohlbefinden, in unseren nationalen Strategien, Konzepten und Plänen. Als Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben wir uns auf die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung geeinigt, die unserem Planeten und seinen Menschen sowie den Zielen Friede, Wohlstand und Partnerschaft dient. Als kleine Länder sind wir entschlossen, bei der Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) zusammenzuarbeiten, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam international unsere Stimme zu erheben, um das Leben unserer Bürger auf nachhaltige Weise zu verbessern und bestehende Ungleichheiten abzubauen. Gesundheit ist eine Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung, und die durch die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung entstandene neue Dynamik verschafft uns neue Möglichkeiten. Ressortübergreifende Maßnahmen, die an den sozialen, ökonomischen und umweltbedingten Determinanten von Gesundheit ansetzen, werden mittels gesamtstaatlicher, gesamtgesellschaftlicher und den gesamten Lebensverlauf umspannender Lösungsansätze für den Abbau gesundheitlicher Benachteiligungen durch den universellen und ganzheitlichen Ansatz der Agenda 2030 verstärkt, deren Maxime lautet, „niemanden zurückzulassen“. Gesundheit in allen Politikbereichen bedeutet Gesundheit in allen SDG. Auch wenn wir die Notwendigkeit anerkennen, alle SDG zusammen konsequent in Angriff zu nehmen, befürworten wir, die kleinen Länder, doch Maßnahmen zur Bewältigung einer der wahrhaft vorrangigen Aufgaben unserer Zeit: des dringenden Handlungsbedarfs zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf die Gesundheit. Der Klimawandel macht nicht vor Grenzen Halt. Seine gesundheitlichen Folgen sind bereits weltweit spürbar und werden Auswirkungen auf die Verwirklichung des SDG 3 („Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern“) haben, die von Veränderungen in der Verteilung von Infektionskrankheiten bis zur Zunahme von Mortalität und Morbidität aufgrund von in Häufigkeit und Intensität zunehmenden extremen Wetterereignissen reichen. Diese werden durch die Folgen des Klimawandels für unsere Volkswirtschaften, Umwelt und Sozialsysteme noch verschärft. Weltweit sind einige der kleinen Länder in ihrer Existenz bedroht und benötigen daher unsere uneingeschränkte Solidarität. Doch es gibt geeignete Handlungsmöglichkeiten. Interventionen zur Senkung der Treibhausgasemissionen bewirken örtlich und unmittelbar eine Verbesserung der Gesundheit und tragen zur Verringerung der Krankheitslast aufgrund von nichtübertragbaren Krankheiten und Adipositas bei. Unter Anknüpfung an die 2010 in Parma abgehaltene Fünfte Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit, auf der das Dokument „Entschlossenheit zum Handeln“ angenommen wurde, dessen Zielsetzung vor allem im Schutz von Gesundheit und Umwelt vor den Folgen des Klimawandels besteht, sowie an das Abkommen von Paris, das im Rahmen der Tagung der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) im Jahr 2015 unterzeichnet wurde, werden wir, die kleinen Länder, unsere Erfahrung und unsere Ressourcen einbringen und uns in unserem Handeln unserer ureigenen Stärken besinnen – der strukturellen Qualitäten, die uns gemeinsam sind: Anpassungsfähigkeit, Innovationskraft und Teilhabe. • Wir sind flexibel und können uns schnell und strategisch geschickt an externe Ereignisse anpassen. • Wir nehmen frühzeitig Veränderungen vor und sind oft Pioniere von Innovationen. • Wir sind eng am Puls unserer Bevölkerung und hören die Stimme unserer Bürger, was einen partizipatorischen Ansatz begünstigt. Deshalb verpflichten wir uns hiermit unter Rückgriff auf unsere inhärenten Stärken dazu: • die fachlichen Kapazitäten in Bezug auf Klimawandel, nachhaltige Entwicklung und menschliche Gesundheit zu verbessern und weiterzuentwickeln, auch durch Nutzung innovativer Instrumente; • Informationen, bewährte Praktiken, Erfahrungen und Lehren in Bezug auf die wissenschaftlichen, planerischen und konzeptionellen Aspekte sowie die Umsetzung der Vorsorgemaßnahmen gegen die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels (Anpassung) sowie nachhaltige Maßnahmen zur Sicherung positiver Nebeneffekte für die Gesundheit aus der Senkung der Treibhausgasemissionen (Klimaschutz) auszutauschen; • die Ausweitung von Innovationen und den Austausch bewährter Praktiken zu unterstützen, die darauf abzielen, die immer häufigeren Notfälle infolge des Klimawandels wirksamer zu bewältigen; • mit anderen Regierungen (einschließlich derer kleiner Staaten), der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und der gesamten globalen Gesundheits- und Entwicklungspolitik ressortübergreifend zusammenzuarbeiten, insbesondere durch Kooperationen zwischen einer Vielzahl formeller und informeller Strukturen innerhalb des Bildungswesens, um alle Bürger von den frühesten Lebensphasen an für den Klimawandel und den Themenkomplex nachhaltige Entwicklung und Gesundheit zu sensibilisieren; • auf der Sechsten Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit im Jahr 2017 für konkrete Maßnahmen im Bereich Klimawandel und Gesundheit einzutreten. Mit dieser Erklärung übernehmen wir, die Mitglieder der Initiative kleiner Länder, die Verantwortung für die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Gesundheit und nachhaltigen menschlichen Entwicklung unserer jungen und künftiger Generationen.

Основные сведения
Тип документа Governing Bodies documents
Дата принятия
Источник Всемирная организация здравоохранения