W ELT G E S U N D H E IT SO R G A N I S AT IO N R EG I O N A L B Ü RO F ÜR E U R O P A UN City, Marmorvej 51, DK-2100 Kopenhagen Ø, Dänemark Tel.: +45 45 33 70 00 Fax: +45 45 33 70 01 E-Mail: eugovernance@who.int Web: http://www.euro.who.int/de/who-we-are/governance Regionalkomitee für Europa EUR/RC69/TD/4 69. Tagung Kopenhagen, 16.–19. September 2019 6. September 2019 190438 ORIGINAL: ENGLISCH Fachinformationssitzung über die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Europäischen Region der WHO Donnerstag, 19. September 2019 Foyerbereich 9, 13.00–14.30 Uhr Hintergrund 1. In der Europäischen Region der WHO wurden in Bezug auf die Verbesserung der Kindersterblichkeit insgesamt gute Fortschritte erzielt. Dies mag ein Grund für die weitverbreitete Auffassung sein, dass der Gesundheit und dem Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in der Region nicht länger hohe Priorität eingeräumt werden muss. Tatsächlich umfasst die Region Länder mit den niedrigsten Sterblichkeitsraten bei Säuglingen und Kindern weltweit. In einigen Ländern in der Region stagniert die Senkung der Sterblichkeitsraten jedoch oder die Raten steigen sogar wieder an. Zudem geht aus dem jüngsten Fortschrittsbericht (Dokument EUR/RC68/8(E)) zu dem Dokument „In Kinder investieren: Strategie der Europäischen Region zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (2015– 2020)“ (EUR/RC64/12) hervor, dass es in Bezug auf Sterblichkeitsraten, Wohlbefinden und die Entwicklung von Kindern weiterhin Anlass zur Sorge gibt und neue Probleme hinzukommen. 2. Auch das WHO-Sekretariat identifiziert Problembereiche in Bezug auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen. Die Studie über das Gesundheitsverhalten von Kindern im schulpflichtigen Alter (HBSC) ist eine laufende Kooperation der WHO, in deren Rahmen alle vier Jahre Daten über Kinder im Alter von 11, 13 und 15 Jahren in mittlerweile 46 Mitgliedstaaten gesammelt werden. Die jüngsten Berichte zu dieser Studie befassen sich mit Themen wie Benachteiligungen, psychisches Wohlbefinden, Alkoholkonsum, körperliche Betätigung und Adipositasraten. Die in der jüngsten Erhebung (2017–2018) erfassten Daten werden derzeit analysiert und im März 2020 zur Verfügung gestellt. Einige der in dieser Erhebung erfassten Daten zur Nutzung digitaler Medien durch Jugendliche werden jedoch bereits in dieser Informationssitzung vorgestellt. 3. Zu den weiteren Themen, die in vielen Ländern angegangen werden müssen, zählen etwa die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme in Bezug auf die Erfüllung der Bedürfnisse von Kindern im Rahmen der primären Gesundheitsversorgung, die Kompetenz von Leistungsanbietern, insbesondere im Hinblick auf die Förderung der frühkindlichen Entwicklung und der Gesundheitsversorgung von Jugendlichen, sowie die übermäßige Verschreibung von Antibiotika und der Rückgang der Impfraten. EUR/RC69/TD/4 Seite 2 4. Auch die Schulen spielen eine wichtige Rolle, da sie dazu beitragen sollten, Kindern die Fähigkeiten und Kompetenzen zu vermitteln, die sie für ihr weiteres Leben brauchen, etwa in Bereichen wie Gesundheitskompetenz, körperliche Betätigung und Ernährung. Förderliche Gesundheitsangebote in Schulen sind in vielen Ländern weiterhin ausbaufähig. 5. In dieser Fachinformationssitzung sollen mehrere dieser Problembereiche, in denen in der Europäischen Region Handlungsbedarf besteht, hervorgehoben werden. Sie soll dazu dienen, die Mitgliedstaaten über laufende Initiativen und Pläne für eine Folgestrategie zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen über das Jahr 2020 hinaus zu informieren. Ziele der Fachinformationssitzung 6. Die Informationssitzung dient folgenden Zielen: • Bewusstseinsschärfung für den bestehenden Handlungsbedarf in verschiedenen Bereichen der Gesundheit und des Wohlbefindens von Kindern und Jugendlichen und Beseitigung der falschen Vorstellung, dass sämtliche diesbezüglichen Probleme in der Region gelöst sind; • Einführung der Initiative für die Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und Vorstellung der verfügbaren Instrumente und Materialien der WHO zur Verbesserung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, darunter etwa Informationen über die Ausarbeitung einer Strategie zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Europäischen Region für den Zeitraum 2020–2030; • Eintreten für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und Aufbau von Partnerschaften mit Mitgliedstaaten und anderen maßgeblichen Akteuren zur Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen. Ablauf der Informationssitzung Einführung in die Thematik: Die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen in der Europäischen Region • Ländervertreter/in • Jugendvertreter/in Zu behandelnde Themen • Stillen • Psychische Gesundheit von Jugendlichen • Nichtübertragbare Krankheiten bei Kindern: Asthma • Negative Kindheitserfahrungen und Straßenverkehrssicherheit • Qualität der Versorgung für Kinder • Zufüttern • Frühkindliche Entwicklung EUR/RC69/TD/4 Seite 3 • Gesundheitsangebote für Jugendliche • Tuberkulose bei Kindern • Zahlungen aus eigener Tasche • Fetales Alkoholsyndrom • Impfstoffe • Nutzung digitaler Medien durch Jugendliche 7. Die Themen werden in zwei Podiumsdiskussionen behandelt. Jede dieser Diskussionen umfasst eine einführende Frage und eine Abstimmung sowie dreiminütige Zusammenfassungen zu jedem Thema. Vertreter sämtlicher Fachprogramme des WHO-Regionalbüros für Europa mit Bezug zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen werden sich an den Podiumsdiskussionen beteiligen. Im Anschluss an jede Präsentation wird es eine moderierte Diskussion geben und Vertreter zweier Mitgliedstaaten werden sich kurz zu Wort melden. Diskussion • Wie lassen sich die Defizite in Bezug auf das Überleben und Wohlbefinden von Kindern ausräumen? Herausforderungen bei der Umsetzung Zusammenfassung und Erläuterung des weiteren Vorgehens sowie Einführung der Initiative für die Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen = = =
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Neunundsechzigste Tagung des Regionalkomitees für Europa: Kopenhagen, 16.–19. September 2019: Fachinformationssitzung über die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Europäischen Region der WHO
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