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Einundsiebzigste Tagung des Regionalkomitees für Europa: virtuelle Tagung, 13.–15. September 2021: Fortschrittsbericht über die Umsetzung des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa

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W E L T G E S U N D H E I T SO R G A N I S A T IO N R EG I O N A L B Ü RO F ÜR E U R O P A UN City, Marmorvej 51, DK-2100 Kopenhagen Ø, Dänemark Tel.: +45 45 33 70 00 Fax: +45 45 33 70 01 E-Mail: eugovernance@who.int Web: http://www.euro.who.int/de/who-we-are/governance Regionalkomitee für Europa EUR/RC71/17(G) 71. Tagung Virtuelle Tagung, 13.–15. September 2021 2. August 2021 210772 Punkt 14 der vorläufigen Tagesordnung ORIGINAL: ENGLISCH Fortschrittsbericht über die Umsetzung des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa In diesem jährlichen Bericht werden die gemeinsamen Fortschritte der Mitgliedstaaten bei der Umsetzung des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa sowie die Bemühungen des WHO- Regionalbüros für Europa zur Unterstützung der Umsetzung geschildert. Dabei werden Entwicklungen und Erfolge skizziert und Berichtspflichten erfüllt, wie sie sich aus der Annahme der Resolution EUR/RC67/R4 auf der 67. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa im Jahr 2017 ergeben. Der Bericht wird dem Regionalkomitee auf dessen 71. Tagung zur Prüfung vorgelegt. EUR/RC71/17(G) Seite 2 Hintergrund 1. Dieser Bericht bietet einen Überblick über die im Rahmen des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa (EHP) seit der 70. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa erzielten Fortschritte. Der Bericht wurde in Konsultation mit dem Vorsitzenden, der Ko-Vorsitzenden und den Mitgliedern des Präsidiums der Europäischen Sonderarbeitsgruppe Umwelt und Gesundheit (EHTF) erstellt. 2. In der Resolution EUR/RC67/R4 des Regionalkomitees stimmten die Mitgliedstaaten der Erklärung der Sechsten Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit zu, die vom 13. bis 15. Juni 2017 in Ostrava (Tschechien) stattfand. Sie verpflichteten sich zudem zur Nutzung des EHP als ein ressortübergreifendes, internationales und inklusives Forum für die Verwirklichung der umwelt- und gesundheitsbezogenen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG). 3. Der EHP ist somit von wesentlicher Bedeutung für den Fahrplan zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in der Europäischen Region der WHO und zudem ein wichtiges Element für die Verwirklichung der Ziele des Dreizehnten Allgemeinen Arbeitsprogramms 2019–2023. Darüber hinaus dient er als Forum für die Umsetzung der globalen Strategie der WHO für Gesundheit, Umwelt und Klimawandel (Dokument A72/15, wie von der 72. Weltgesundheitsversammlung in Beschluss WHA72(9) vermerkt) und mehrerer anderer Resolutionen der Weltgesundheitsversammlung zu den Themen Luftqualität (WHA68.8), Klimawandel und Gesundheit (WHA61.19) sowie Trinkwasser- und Sanitärversorgung und Hygiene (WHA64.24 und WHA72.7). 4. In der Zeit nach der COVID-19-Pandemie soll der EHP zudem die Umsetzung der „Voraussetzungen“ aus dem Manifest der WHO für einen gesunden Wiederaufbau nach COVID-19 sowie der Resolution WHA73.1 über die Bekämpfung von COVID-19 unterstützen. 5. Auf Ebene der Europäischen Region ist der EHP am Europäischen Arbeitsprogramm 2020–2025 – „Gemeinsam für mehr Gesundheit in Europa“ (EPW) ausgerichtet und trägt zu dessen Umsetzung bei. Insbesondere unterstützt der EHP die zentrale Priorität 3 des EPW, die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden. 6. Die im Rahmen des EHP geleistete Arbeit wird im Rahmen eines büroweiten kooperativen Ansatzes durch die Arbeit des Europäischen Zentrums der WHO für Umwelt und Gesundheit (ECEH) in Bonn unterstützt, das zur Abteilung Gesundheitsprogramme der Länder gehört. Umsetzung der Erklärung von Ostrava und der Resolution EUR/RC67/R4 des Regionalkomitees Ausarbeitung nationaler Handlungskataloge und Prioritäten im Bereich Umwelt und Gesundheit vor dem Hintergrund von COVID-19 7. Das Sekretariat der WHO führte eine Umfrage unter den Mitgliedern der EHTF durch, um zu ermitteln, inwiefern die COVID-19-Pandemie sich auf nationaler Ebene auf die Agenden im Bereich Umwelt und Gesundheit ausgewirkt hat und ob die Handlungskataloge für Umwelt und Gesundheit, deren Ausarbeitung eine der wichtigsten Verpflichtungen der Mitgliedstaaten im Rahmen der Erklärung von Ostrava darstellt, weiterhin ein relevantes Instrument für die EUR/RC71/17(G) Seite 3 Unterstützung der Länder bei ihrer nationalen Reaktion unter dem Gesichtspunkt von Umwelt und Gesundheit sind. 8. Die Ergebnisse der Umfrage deuteten darauf hin, dass folgende Themen von höchster Relevanz sind: sichere und zuverlässige Trinkwasser- und Sanitärversorgung sowie Hygiene (WASH), nachhaltige, widerstandsfähige Erholung von der sozioökonomischen Krise aufgrund der Pandemie, Luftverschmutzung, Ungleichheiten im Bereich Umwelt und Gesundheit sowie Umstellung auf gesunde Energiequellen mit niedrigem CO2-Ausstoß. Ferner verdeutlichte die Umfrage die Notwendigkeit verstärkter fachlicher Unterstützung beim Umgang mit Risikokommunikation, Luftqualität und Ungleichheiten im Bereich Umwelt und Gesundheit. Die meisten Teilnehmer der Umfrage stimmten zudem zu, dass nationale Handlungskataloge die Reaktion auf die COVID-19-Krise in ihren jeweiligen Ländern unterstützen könnten. Zehnte Tagung der EHTF 9. Die zehnte Tagung der EHTF wurde am 17. und 18. Februar 2021 in virtueller Form abgehalten. An der Tagung nahmen Vertreter von 37 Mitgliedstaaten und 13 institutionellen Akteuren und internationalen Organisationen teil. 10. Die EHTF nahm einen beschleunigten Fahrplan für die Arbeit im Vorfeld der Siebten Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit an, die für 2023 geplant ist. Der Fahrplan verknüpft die Arbeit der EHTF mit der Vision aus dem Manifest der WHO für einen gesunden Wiederaufbau nach COVID-19 unter Schwerpunktlegung auf die Umsetzung des EPW auf Ebene der Region. Darüber hinaus berücksichtigt der Fahrplan die Entwicklungen im Rahmen der Initiative Grüner Deal der Europäischen Union. Die Umsetzung des Fahrplans wird durch eine Reihe hochrangiger öffentlicher Veranstaltungen unter dem Titel „Die Bonner Dialoge“ geprägt sein. Die Dialoge sollen zur Identifizierung von Verpflichtungen beitragen, die der Siebten Ministerkonferenz vorgelegt werden sollen. Die Dialoge werden ferner durch eine Kampagne ergänzt, in deren Rahmen vorhandene und künftige Initiativen von Mitgliedstaaten und maßgeblichen Akteuren des EHP für eine „Weiterentwicklung zum Besseren“ in der Wiederaufbauphase nach COVID-19 und für eine verstärkte Prävention von, Bereitschaftsplanung für und Widerstandsfähigkeit gegen die gegenwärtige sowie potenzielle künftige Pandemien unter dem Gesichtspunkt von Umwelt und Gesundheit vorgestellt werden. 11. Die EHTF nahm ferner die aktualisierten Verfahrensregeln an und wählte Dr. Tamas Pandics aus Ungarn zu ihrem neuen Vorsitzenden als Vertreter des Gesundheitssektors und Brigit Staatsen aus den Niederlanden zu ihrer neuen Ko-Vorsitzenden als Vertreterin des Umweltsektors. EHTF-Arbeitsgruppe Klimawandel und Gesundheit 12. Die achte Sitzung der im Rahmen der EHTF eingerichteten Arbeitsgruppe Klimawandel und Gesundheit fand am 8. und 9. Dezember 2020 in virtueller Form statt. An der Sitzung nahmen über 100 Teilnehmer aus 35 Mitgliedstaaten teil. Die Schwerpunkte der Sitzung lagen auf der jüngsten Evidenz in Bezug auf die gesundheitlichen Herausforderungen des Klimawandels, dem gesundheitlichen und wirtschaftlichen Zusatznutzen einer Senkung der CO2-Emissionen, der wichtigen Rolle des Gesundheitswesens bei der Steuerung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und dessen Bekämpfung und der Chance eines Weges aus der COVID-19-Pandemie, der mit der Verwirklichung der Ziele des Pariser EUR/RC71/17(G) Seite 4 Klimaschutzabkommens in Einklang steht. Im Mittelpunkt der neunten Sitzung der Arbeitsgruppe, die am 19. und 20. Mai 2021 abgehalten wurde, stand die Gestaltung von gesundheitlichen Argumenten und die Verfassung zentraler Botschaften, die aus Sicht der Europäischen Region der WHO zur weiteren Förderung gesundheitsorientierter Klimaschutzmaßnahmen beitragen könnten, in Vorbereitung auf die 26. Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen, die vom 1. bis 12. November 2021 in Glasgow (Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland) stattfinden wird. EHTF-Arbeitsgruppe über die Zusammenarbeit von kommunalen und subnationalen Behörden 13. Die Arbeitsgruppe über die Zusammenarbeit von kommunalen und subnationalen Behörden wurde im Rahmen der EHTF eingerichtet, um die Mitgliedstaaten in der Region bei der Umsetzung der Verpflichtungen aus der Erklärung von Ostrava auf subnationaler und kommunaler Ebene zu unterstützen. Die Arbeitsgruppe wird eng mit dem Gesunde-Städte- Netzwerk der Europäischen Region der WHO und dem Netzwerk Regionen für Gesundheit der WHO zusammenarbeiten. Nach einem Aufruf zur Einreichung von Nominierungen für die Arbeitsgruppe hielt diese ihre erste virtuelle Tagung am 20. Januar 2021 ab, um das Fundament für ihr Arbeitsprogramm zu legen. 26. Tagung des Ausschusses für Umweltpolitik der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (Genf, 9.–10. November 2020) 14. Auf seiner 26. Tagung wurde der Ausschuss für Umweltpolitik über die Fortschritte bei der Umsetzung des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa informiert. 1 Die Ausschussmitglieder nahmen die bereitgestellten Informationen mit Befriedigung zur Kenntnis. Wichtigste Entwicklungen im Bereich Umwelt und Gesundheit in der Europäischen Region 15. Das ECEH hat auch weiterhin die Bemühungen der Mitgliedstaaten um Erfüllung der globalen und regionsweiten Verpflichtungen durch die Entwicklung von Methoden und Instrumenten, die Durchführung von Bewertungen und Überprüfungen, die Förderung von Initiativen zum Kapazitätsaufbau sowie durch Beratung zu Grundsatzoptionen unterstützt. Unterstützung der Mitgliedstaaten bei ihrer Reaktion auf COVID-19 aus Perspektive von Umwelt und Gesundheit 16. Das ECEH hat auch weiterhin in enger Zusammenarbeit mit dem Programm der WHO für gesundheitliche Notlagen und dem WHO-Hauptbüro zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie aus Perspektive von Umwelt und Gesundheit beigetragen. Unterstützung wurde geleistet bei der Entwicklung und Veröffentlichung von fachlichen Leitlinien und bei der Überzeugungsarbeit zur Förderung von sicheren Praktiken im Bereich WASH, zur Befassung mit Fragen der Verkehrsplanung und Mobilität in Städten während und nach dem Ausbruch, zur Verringerung 1 Siehe Dokument ECE/CEP/2020/4. EUR/RC71/17(G) Seite 5 der Gefahr der Hitzebelastung für anfällige Bevölkerungsgruppen während eines Lockdowns und zur Prävention und Bekämpfung von Fallhäufungen von COVID-19 an Arbeitsstätten. Das ECEH hat zwei Fachkonsultationen koordiniert – eine über die neuesten fachlichen Erkenntnisse (den Stand der Technik) und eine über die Bedürfnisse im öffentlichen Gesundheitswesen in Bezug auf die Surveillance von SARS-CoV-2 im Abwasser. Auf diese Arbeit wurde in der Empfehlung der Europäischen Kommission über einen gemeinsamen Ansatz zur Einführung einer systematischen Überwachung von SARS-CoV-2 und seinen Varianten im Abwasser in der EU Bezug genommen. Darüber hinaus hat das ECEH eine Reihe öffentlicher Webinare abgehalten, bei denen es um Verknüpfungen zwischen verschiedenen Aspekten von Umwelt und Gesundheit und der COVID-19-Pandemie ging, u. a. um sichere Praktiken im Bereich WASH, den Schutz bei heißem Wetter, Verkehr und Mobilität, Chemikaliensicherheit, Ungleichheiten im Bereich Umwelt und Gesundheit und städtebauliche Sanierung. Entwicklungen im Rahmen multilateraler Umweltabkommen und politischer Foren mit unmittelbarer Relevanz für den EHP 17. Am 17. und 18. Mai 2021 wurde auf Einladung Österreichs die Fünfte Hochrangige Tagung Verkehr, Gesundheit und Umwelt in virtueller Form abgehalten. Auf der Tagung wurde eine politische Erklärung zum Thema „Weiterentwicklung zum Besseren durch die Umgestaltung hin zu neuen, sauberen, sicheren, gesunden und inklusiven Mobilitäts- und Verkehrssystemen“, die „Erklärung von Wien“, angenommen, die eine Reihe umfassender und inspirierender Verpflichtungen enthält, mit deren Hilfe innovative und gesunde Konzepte für Verkehr und Mobilität, entsprechende Maßnahmen sowie Partnerschaften in der gesamten Europäischen Region unterstützt werden können. Ferner wurde im Rahmen der Tagung der erste Paneuropäische Gesamtplan zur Förderung des Radfahrens angenommen. Ausbau der Kapazitäten und Bereitstellung von Instrumenten zur Bewältigung umweltbezogener und gesundheitlicher Herausforderungen 18. Was die normative Arbeit angeht, hat das ECEH die aktualisierten Luftgüteleitlinien der WHO fertiggestellt, die eine globale Ressource für das öffentliche Gesundheitswesen darstellen. Bei ihrer Ausarbeitung hat das ECEH die Federführung inne und ihre Veröffentlichung ist für das dritte Quartal des Jahres 2021 geplant. 19. Zur weiteren Förderung der Nutzung von Tools der WHO wurden virtuelle Aktivitäten für den Kapazitätsaufbau organisiert, darunter die in Zusammenarbeit mit der Regierung in Moskau und dem WHO-Länderbüro in der Russischen Föderation im Dezember 2020 organisierten Workshops, die im September 2021 fortgesetzt werden sollen, sowie virtuelle Schulungen zur Chemikaliensicherheit. 20. Um die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften und Gesundheitssystemen gegenüber dem Klimawandel durch eine erhöhte Anpassung zu unterstützen, veröffentlichte das ECEH eine aktuelle Fassung der Evidenz, die seine Leitlinien zur Ausarbeitung von Aktionsplänen für Hitzeperioden untermauert. 21. Zur Unterstützung der Länder bei der Umsetzung der Resolution WHA72.7 der Weltgesundheitsversammlung über die Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung sowie der hygienischen Bedingungen in Gesundheitseinrichtungen und des weltweiten Aufrufs von WHO und UNICEF zur Teilnahme an der Globalen Initiative Handhygiene für alle EUR/RC71/17(G) Seite 6 unterstützte und veröffentlichte das ECEH mehrere Länderbewertungen von WASH- Leistungen in Gesundheitseinrichtungen auf Grundlage der Indikatoren von SDG-Ziel 6. Stärkung der Partnerschaften im Bereich Umwelt und Gesundheit 22. Während des Berichtszeitraums war das ECEH an mehreren Fronten darum bemüht, bestehende Partnerschaften im Bereich Umwelt und Gesundheit zu stärken und auszubauen und neue Partnerschaften aufzubauen. Beispiele hierfür sind etwa: a) die Einführung eines gemeinsamen Leistungsversprechens und entsprechender Angebote durch das WHO-Regionalbüro für Europa (WHO/Europa) und das Regionalzentrum des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei ihren Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel durch die Förderung widerstandsfähigerer, nachhaltigerer Entwicklungsergebnisse, bei denen gegenwärtige und künftige durch das Klima bedingte Auswirkungen berücksichtigt werden;2 b) die Beiträge zur Themenbezogenen Koalition der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und Klimawandel und ihrer Projektteams (Task Teams), in deren Rahmen eine verstärkte Koordination unter den Organisationen der Vereinten Nationen in der Europäischen Region und Unterstützung für die Arbeit der Landesteams der Vereinten Nationen gefördert werden, etwa durch die Erleichterung des Zugangs zu vorhandenen fachlichen Leitlinien und die Beantwortung von Anfragen nach Unterstützung aus den Ländern; und c) die Beiträge zu dem von der Europäischen Umweltagentur in Partnerschaft mit WHO/Europa und anderen Organisationen geleiteten Europäischen Observatorium für Klima und Gesundheit. Fazit und Ausblick 23. WHO/Europa wird durch das ECEH auch weiterhin die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung ihrer Verpflichtungen im Bereich Umwelt und Gesundheit unterstützen und das neue stützende politische Umfeld nutzen, das durch das EPW, das Manifest der WHO für einen gesunden Wiederaufbau nach COVID-19, den Europäischen Grünen Deal und die Ergebnisse der Fünften Hochrangigen Tagung Verkehr, Gesundheit und Umwelt sowie der 26. Klimakonferenz der Vereinten Nationen im November 2021 geboten wird. In Vorbereitung auf diese Konferenz und in enger Zusammenarbeit mit dem WHO-Hauptbüro richtete das ECEH im Mai 2021 eine regionsweite Konsultation mit Mitgliedstaaten und nichtstaatlichen Akteuren aus, um die Entwicklung starker Gesundheitsbotschaften und die Überzeugungsarbeit zur Förderung von Anpassungskonzepten für die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme gegenüber dem Klimawandel sowie von Konzepten für die Schadensbegrenzung zu unterstützen, die zusätzliche Vorteile für die Gesundheit bringen können, wie etwa jene, die sowohl am Klimawandel als auch an der Luftverschmutzung ansetzen. 24. Das ECEH wird bei Initiativen zum Kapazitätsaufbau, darunter auch subregionale Veranstaltungen, die Federführung übernehmen, um Themen von gemeinsamem Interesse für 2 Siehe https://www.eurasia.undp.org/content/rbec/en/home/library/hiv_aids/climate-change-health-europe- central-asia.html. EUR/RC71/17(G) Seite 7 die Mitgliedstaaten anzugehen. Im Oktober 2021 wird es das Seminar für Umwelt und Gesundheit in Bonn ausrichten, eine Flaggschiff-Initiative, die zur Stärkung von Kapazitäten in den Mitgliedstaaten für die Bewältigung anhaltender und neu entstehender Herausforderungen im Bereich Umwelt und Gesundheit beiträgt, unter Schwerpunktlegung auf die Entwicklung von Führungskompetenzen für die ressortübergreifende Politikgestaltung und die Stärkung der fachlichen Kapazitäten. 25. Das ECEH wird auch weiterhin seine normativen Funktionen im Hinblick auf die Koordination und Verwaltung globaler Leitlinien (wie jener zur Luftgüte) und regionsweiter Leitlinien (wie jener zu Umgebungslärm) erfüllen. Ferner wird es auch weiterhin die Entwicklung und Umsetzung von Leitlinien unter Federführung des WHO-Hauptbüros (etwa jene zum Trinkwasser) unterstützen und bei der Entwicklung von gesundheitsbezogenen Leitlinien für Hitzeperioden sowie von Standardverfahren (wie etwa für Human-Biomonitoring bezüglich einer Belastung mit Quecksilber) die Federführung übernehmen. 26. Entsprechend der Schwerpunktlegung im EPW auf die Unterstützung örtlicher Lebensumfelder, die Gesundheit und Wohlbefinden ermöglichen, wird das ECEH seine Arbeit zur Unterstützung gesundheitsförderlicher Konzepte auf städtischer und subnationaler Ebene stärken und dazu mit dem Gesunde-Städte-Netzwerk der Europäischen Region der WHO und dem Netzwerk Regionen für Gesundheit der WHO zusammenarbeiten und die Umsetzung des Arbeitsplans der Arbeitsgruppe über die Zusammenarbeit von kommunalen und subnationalen Behörden unterstützen. 27. Das ECEH wird auch weiterhin als Sekretariat für den EHP fungieren und sich dabei auf die Unterstützung der Vorbereitungen auf die für 2023 geplante Siebte Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit konzentrieren. Auch für das Protokoll über Wasser und Gesundheit und die Umsetzung von dessen Arbeitsprogramm für den Zeitraum 2020–2022 sowie für das Paneuropäische Programm Verkehr, Gesundheit und Umwelt wird es weiterhin das Sekretariat stellen und sich bei letzterem auf die Umsetzung der während der Fünften Hochrangigen Tagung Verkehr, Gesundheit und Umwelt eingegangenen Verpflichtungen konzentrieren. Ferner wird das ECEH weiterhin den Vorsitz über die gemeinsame Sonderarbeitsgruppe zu den Gesundheitsaspekten der Luftverschmutzung im Rahmen des Übereinkommens über weiträumige grenzüberschreitende Luftverschmutzung führen und in diesem Rahmen jährliche Tagungen organisieren und den Arbeitsplan umsetzen. Zudem wird es Unterstützung bei der Umsetzung des Strategischen Konzepts für ein internationales Chemikalienmanagement, u. a. zur Entwicklung nationaler chemischer Fahrpläne, und bei der Umsetzung des Übereinkommens über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen und anderer relevanter Übereinkommen leisten. 28. Das ECEH wird Instrumente und Methodologien zur Unterstützung von Gesundheitsfolgenabschätzungen für die Umwelt- und Gesundheitspolitik entwickeln und aktualisieren. 29. Das ECEH wird auch weiterhin fachliche Hilfe in etwaigen Notlagen im Bereich Umwelt und Gesundheit leisten, einschließlich jener, die durch extreme Wetterereignisse und Chemikalien verursacht werden, und mit dem Programm der WHO für gesundheitliche Notlagen zusammenarbeiten und sich des gefahrenübergreifenden Ansatzes der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) bedienen. EUR/RC71/17(G) Seite 8 30. In der Zeit nach der COVID-19-Pandemie wird das ECEH auch weiterhin die Mitgliedstaaten in der Wiederaufbauphase unterstützen, und zwar unter Schwerpunktlegung auf die Unterstützung von Ansätzen für eine „Weiterentwicklung zum Besseren“, in Einklang mit dem Manifest der WHO für einen gesunden Wiederaufbau nach COVID-19 und unter Befürwortung von Konzepten für den Wiederaufbau nach der Pandemie, die zusätzliche umweltbezogene und gesundheitliche Vorteile bringen und die weitere Erzielung von Fortschritten auf dem Weg zur Verwirklichung der umwelt- und gesundheitsbezogenen SDG unterstützen. 31. In diesem Zusammenhang wird sich das ECEH um die Verbesserung des Verständnisses politischer Entscheidungsträger für die gesundheitlichen Folgen wirtschaftlicher Handlungskonzepte bemühen, die eine Umweltzerstörung zur Folge haben, welche wiederum infolge der von Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Luftverschmutzung ausgehenden globalen dreifachen Krise unsere Anfälligkeit für das Risiko von Pandemien, nichtübertragbaren Krankheiten, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit und Katastrophen erhöhen. Diese Arbeit wird auch die enge Kooperation innerhalb von WHO/Europa und WHO- Hauptbüro umfassen, um eine breitere Auslegung des einheitlichen Gesundheitsansatzes zu fördern, wie er vom WHO-Generaldirektor befürwortet wird, um „das ganze Spektrum an Problemen ab[zu]decken, die sich auf das Verhältnis zwischen Menschen, Tieren und dem Planeten auswirken, darunter die Waldrodung, intensive Landwirtschaft, Luftverschmutzung und Klimawandel“. 3 Darüber hinaus wird das ECEH an den Empfehlungen der Paneuropäischen Kommission für Gesundheit und nachhaltige Entwicklung anknüpfen, die Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Bekämpfung von Risiken infolge menschlicher Aktivitäten, einschließlich des Klimawandels, neu auftretender zoonotischer Infektionen und antimikrobieller Resistenzen, fordern wird. 32. Das ECEH wird sich auch weiterhin mit neuen und sich abzeichnenden Themen befassen, darunter etwa Abfallentsorgung im Rahmen der Kreislaufwirtschaft, ökologische Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme, die Bewertung neuer Technologien, der Einfluss grüner und blauer Umfelder auf die Gesundheit, die Auswirkungen von Flächenrecycling und der Umwandlung von Industriebrachen sowie die Risikokommunikation im Bereich Umwelt und Gesundheit. Dazu setzt das ECEH seine Beteiligung an Partnerschaften zur Priorisierung der Forschungsagenda im Bereich Umwelt und Gesundheit fort, namentlich durch das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont Europa“ der Europäischen Union und sein Projekt, die Forschungsagenda für den Bereich Umwelt und Gesundheit in Europa (HERA). 33. Aus organisatorischer Sicht wurde das Portfolio des ECEH ausgeweitet, um auch die Prävention von Gewalt und Verletzungen abzudecken. Das ECEH wird jedoch seine personellen Ressourcen in wichtigen vorrangigen Bereichen – wie Luftgüte, Klimawandel, Sanitärversorgung und Gesundheitsfolgenabschätzung – angesichts des wachsenden Bedarfs an Unterstützung in diesen sowohl auf globaler als auch regionsweiter Ebene als von hoher Priorität angesehenen Bereichen sowie in Bereichen mit Bezug zur Gesundheit des Planeten, zu Verknüpfungen zwischen Gesundheit, Natur und Biodiversität und zur ökologischen Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme weiter ausbauen müssen. = = = 3 Siehe https://www.who.int/director-general/speeches/detail/who-director-general-s-opening-remarks-at-148th- session-of-the-executive-board.

W E L T G E S U N D H E I T SO R G A N I S A T IO N R EG I O N A L B Ü RO F ÜR E U R O P A UN City, Marmorvej 51, DK-2100 Kopenhagen Ø, Dänemark Tel.: +45 45 33 70 00 Fax: +45 45 33 70 01 E-Mail: eugovernance@who.int Web: http://www.euro.who.int/de/who-we-are/governance Regionalkomitee für Europa EUR/RC71/17(G) 71. Tagung Virtuelle Tagung, 13.–15. September 2021 2. August 2021 210772 Punkt 14 der vorläufigen Tagesordnung ORIGINAL: ENGLISCH Fortschrittsbericht über die Umsetzung des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa In diesem jährlichen Bericht werden die gemeinsamen Fortschritte der Mitgliedstaaten bei der Umsetzung des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa sowie die Bemühungen des WHO- Regionalbüros für Europa zur Unterstützung der Umsetzung geschildert. Dabei werden Entwicklungen und Erfolge skizziert und Berichtspflichten erfüllt, wie sie sich aus der Annahme der Resolution EUR/RC67/R4 auf der 67. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa im Jahr 2017 ergeben. Der Bericht wird dem Regionalkomitee auf dessen 71. Tagung zur Prüfung vorgelegt. EUR/RC71/17(G) Seite 2 Hintergrund 1. Dieser Bericht bietet einen Überblick über die im Rahmen des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa (EHP) seit der 70. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa erzielten Fortschritte. Der Bericht wurde in Konsultation mit dem Vorsitzenden, der Ko-Vorsitzenden und den Mitgliedern des Präsidiums der Europäischen Sonderarbeitsgruppe Umwelt und Gesundheit (EHTF) erstellt. 2. In der Resolution EUR/RC67/R4 des Regionalkomitees stimmten die Mitgliedstaaten der Erklärung der Sechsten Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit zu, die vom 13. bis 15. Juni 2017 in Ostrava (Tschechien) stattfand. Sie verpflichteten sich zudem zur Nutzung des EHP als ein ressortübergreifendes, internationales und inklusives Forum für die Verwirklichung der umwelt- und gesundheitsbezogenen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG). 3. Der EHP ist somit von wesentlicher Bedeutung für den Fahrplan zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in der Europäischen Region der WHO und zudem ein wichtiges Element für die Verwirklichung der Ziele des Dreizehnten Allgemeinen Arbeitsprogramms 2019–2023. Darüber hinaus dient er als Forum für die Umsetzung der globalen Strategie der WHO für Gesundheit, Umwelt und Klimawandel (Dokument A72/15, wie von der 72. Weltgesundheitsversammlung in Beschluss WHA72(9) vermerkt) und mehrerer anderer Resolutionen der Weltgesundheitsversammlung zu den Themen Luftqualität (WHA68.8), Klimawandel und Gesundheit (WHA61.19) sowie Trinkwasser- und Sanitärversorgung und Hygiene (WHA64.24 und WHA72.7). 4. In der Zeit nach der COVID-19-Pandemie soll der EHP zudem die Umsetzung der „Voraussetzungen“ aus dem Manifest der WHO für einen gesunden Wiederaufbau nach COVID-19 sowie der Resolution WHA73.1 über die Bekämpfung von COVID-19 unterstützen. 5. Auf Ebene der Europäischen Region ist der EHP am Europäischen Arbeitsprogramm 2020–2025 – „Gemeinsam für mehr Gesundheit in Europa“ (EPW) ausgerichtet und trägt zu dessen Umsetzung bei. Insbesondere unterstützt der EHP die zentrale Priorität 3 des EPW, die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden. 6. Die im Rahmen des EHP geleistete Arbeit wird im Rahmen eines büroweiten kooperativen Ansatzes durch die Arbeit des Europäischen Zentrums der WHO für Umwelt und Gesundheit (ECEH) in Bonn unterstützt, das zur Abteilung Gesundheitsprogramme der Länder gehört. Umsetzung der Erklärung von Ostrava und der Resolution EUR/RC67/R4 des Regionalkomitees Ausarbeitung nationaler Handlungskataloge und Prioritäten im Bereich Umwelt und Gesundheit vor dem Hintergrund von COVID-19 7. Das Sekretariat der WHO führte eine Umfrage unter den Mitgliedern der EHTF durch, um zu ermitteln, inwiefern die COVID-19-Pandemie sich auf nationaler Ebene auf die Agenden im Bereich Umwelt und Gesundheit ausgewirkt hat und ob die Handlungskataloge für Umwelt und Gesundheit, deren Ausarbeitung eine der wichtigsten Verpflichtungen der Mitgliedstaaten im Rahmen der Erklärung von Ostrava darstellt, weiterhin ein relevantes Instrument für die EUR/RC71/17(G) Seite 3 Unterstützung der Länder bei ihrer nationalen Reaktion unter dem Gesichtspunkt von Umwelt und Gesundheit sind. 8. Die Ergebnisse der Umfrage deuteten darauf hin, dass folgende Themen von höchster Relevanz sind: sichere und zuverlässige Trinkwasser- und Sanitärversorgung sowie Hygiene (WASH), nachhaltige, widerstandsfähige Erholung von der sozioökonomischen Krise aufgrund der Pandemie, Luftverschmutzung, Ungleichheiten im Bereich Umwelt und Gesundheit sowie Umstellung auf gesunde Energiequellen mit niedrigem CO2-Ausstoß. Ferner verdeutlichte die Umfrage die Notwendigkeit verstärkter fachlicher Unterstützung beim Umgang mit Risikokommunikation, Luftqualität und Ungleichheiten im Bereich Umwelt und Gesundheit. Die meisten Teilnehmer der Umfrage stimmten zudem zu, dass nationale Handlungskataloge die Reaktion auf die COVID-19-Krise in ihren jeweiligen Ländern unterstützen könnten. Zehnte Tagung der EHTF 9. Die zehnte Tagung der EHTF wurde am 17. und 18. Februar 2021 in virtueller Form abgehalten. An der Tagung nahmen Vertreter von 37 Mitgliedstaaten und 13 institutionellen Akteuren und internationalen Organisationen teil. 10. Die EHTF nahm einen beschleunigten Fahrplan für die Arbeit im Vorfeld der Siebten Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit an, die für 2023 geplant ist. Der Fahrplan verknüpft die Arbeit der EHTF mit der Vision aus dem Manifest der WHO für einen gesunden Wiederaufbau nach COVID-19 unter Schwerpunktlegung auf die Umsetzung des EPW auf Ebene der Region. Darüber hinaus berücksichtigt der Fahrplan die Entwicklungen im Rahmen der Initiative Grüner Deal der Europäischen Union. Die Umsetzung des Fahrplans wird durch eine Reihe hochrangiger öffentlicher Veranstaltungen unter dem Titel „Die Bonner Dialoge“ geprägt sein. Die Dialoge sollen zur Identifizierung von Verpflichtungen beitragen, die der Siebten Ministerkonferenz vorgelegt werden sollen. Die Dialoge werden ferner durch eine Kampagne ergänzt, in deren Rahmen vorhandene und künftige Initiativen von Mitgliedstaaten und maßgeblichen Akteuren des EHP für eine „Weiterentwicklung zum Besseren“ in der Wiederaufbauphase nach COVID-19 und für eine verstärkte Prävention von, Bereitschaftsplanung für und Widerstandsfähigkeit gegen die gegenwärtige sowie potenzielle künftige Pandemien unter dem Gesichtspunkt von Umwelt und Gesundheit vorgestellt werden. 11. Die EHTF nahm ferner die aktualisierten Verfahrensregeln an und wählte Dr. Tamas Pandics aus Ungarn zu ihrem neuen Vorsitzenden als Vertreter des Gesundheitssektors und Brigit Staatsen aus den Niederlanden zu ihrer neuen Ko-Vorsitzenden als Vertreterin des Umweltsektors. EHTF-Arbeitsgruppe Klimawandel und Gesundheit 12. Die achte Sitzung der im Rahmen der EHTF eingerichteten Arbeitsgruppe Klimawandel und Gesundheit fand am 8. und 9. Dezember 2020 in virtueller Form statt. An der Sitzung nahmen über 100 Teilnehmer aus 35 Mitgliedstaaten teil. Die Schwerpunkte der Sitzung lagen auf der jüngsten Evidenz in Bezug auf die gesundheitlichen Herausforderungen des Klimawandels, dem gesundheitlichen und wirtschaftlichen Zusatznutzen einer Senkung der CO2-Emissionen, der wichtigen Rolle des Gesundheitswesens bei der Steuerung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und dessen Bekämpfung und der Chance eines Weges aus der COVID-19-Pandemie, der mit der Verwirklichung der Ziele des Pariser EUR/RC71/17(G) Seite 4 Klimaschutzabkommens in Einklang steht. Im Mittelpunkt der neunten Sitzung der Arbeitsgruppe, die am 19. und 20. Mai 2021 abgehalten wurde, stand die Gestaltung von gesundheitlichen Argumenten und die Verfassung zentraler Botschaften, die aus Sicht der Europäischen Region der WHO zur weiteren Förderung gesundheitsorientierter Klimaschutzmaßnahmen beitragen könnten, in Vorbereitung auf die 26. Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen, die vom 1. bis 12. November 2021 in Glasgow (Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland) stattfinden wird. EHTF-Arbeitsgruppe über die Zusammenarbeit von kommunalen und subnationalen Behörden 13. Die Arbeitsgruppe über die Zusammenarbeit von kommunalen und subnationalen Behörden wurde im Rahmen der EHTF eingerichtet, um die Mitgliedstaaten in der Region bei der Umsetzung der Verpflichtungen aus der Erklärung von Ostrava auf subnationaler und kommunaler Ebene zu unterstützen. Die Arbeitsgruppe wird eng mit dem Gesunde-Städte- Netzwerk der Europäischen Region der WHO und dem Netzwerk Regionen für Gesundheit der WHO zusammenarbeiten. Nach einem Aufruf zur Einreichung von Nominierungen für die Arbeitsgruppe hielt diese ihre erste virtuelle Tagung am 20. Januar 2021 ab, um das Fundament für ihr Arbeitsprogramm zu legen. 26. Tagung des Ausschusses für Umweltpolitik der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (Genf, 9.–10. November 2020) 14. Auf seiner 26. Tagung wurde der Ausschuss für Umweltpolitik über die Fortschritte bei der Umsetzung des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa informiert. 1 Die Ausschussmitglieder nahmen die bereitgestellten Informationen mit Befriedigung zur Kenntnis. Wichtigste Entwicklungen im Bereich Umwelt und Gesundheit in der Europäischen Region 15. Das ECEH hat auch weiterhin die Bemühungen der Mitgliedstaaten um Erfüllung der globalen und regionsweiten Verpflichtungen durch die Entwicklung von Methoden und Instrumenten, die Durchführung von Bewertungen und Überprüfungen, die Förderung von Initiativen zum Kapazitätsaufbau sowie durch Beratung zu Grundsatzoptionen unterstützt. Unterstützung der Mitgliedstaaten bei ihrer Reaktion auf COVID-19 aus Perspektive von Umwelt und Gesundheit 16. Das ECEH hat auch weiterhin in enger Zusammenarbeit mit dem Programm der WHO für gesundheitliche Notlagen und dem WHO-Hauptbüro zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie aus Perspektive von Umwelt und Gesundheit beigetragen. Unterstützung wurde geleistet bei der Entwicklung und Veröffentlichung von fachlichen Leitlinien und bei der Überzeugungsarbeit zur Förderung von sicheren Praktiken im Bereich WASH, zur Befassung mit Fragen der Verkehrsplanung und Mobilität in Städten während und nach dem Ausbruch, zur Verringerung 1 Siehe Dokument ECE/CEP/2020/4. EUR/RC71/17(G) Seite 5 der Gefahr der Hitzebelastung für anfällige Bevölkerungsgruppen während eines Lockdowns und zur Prävention und Bekämpfung von Fallhäufungen von COVID-19 an Arbeitsstätten. Das ECEH hat zwei Fachkonsultationen koordiniert – eine über die neuesten fachlichen Erkenntnisse (den Stand der Technik) und eine über die Bedürfnisse im öffentlichen Gesundheitswesen in Bezug auf die Surveillance von SARS-CoV-2 im Abwasser. Auf diese Arbeit wurde in der Empfehlung der Europäischen Kommission über einen gemeinsamen Ansatz zur Einführung einer systematischen Überwachung von SARS-CoV-2 und seinen Varianten im Abwasser in der EU Bezug genommen. Darüber hinaus hat das ECEH eine Reihe öffentlicher Webinare abgehalten, bei denen es um Verknüpfungen zwischen verschiedenen Aspekten von Umwelt und Gesundheit und der COVID-19-Pandemie ging, u. a. um sichere Praktiken im Bereich WASH, den Schutz bei heißem Wetter, Verkehr und Mobilität, Chemikaliensicherheit, Ungleichheiten im Bereich Umwelt und Gesundheit und städtebauliche Sanierung. Entwicklungen im Rahmen multilateraler Umweltabkommen und politischer Foren mit unmittelbarer Relevanz für den EHP 17. Am 17. und 18. Mai 2021 wurde auf Einladung Österreichs die Fünfte Hochrangige Tagung Verkehr, Gesundheit und Umwelt in virtueller Form abgehalten. Auf der Tagung wurde eine politische Erklärung zum Thema „Weiterentwicklung zum Besseren durch die Umgestaltung hin zu neuen, sauberen, sicheren, gesunden und inklusiven Mobilitäts- und Verkehrssystemen“, die „Erklärung von Wien“, angenommen, die eine Reihe umfassender und inspirierender Verpflichtungen enthält, mit deren Hilfe innovative und gesunde Konzepte für Verkehr und Mobilität, entsprechende Maßnahmen sowie Partnerschaften in der gesamten Europäischen Region unterstützt werden können. Ferner wurde im Rahmen der Tagung der erste Paneuropäische Gesamtplan zur Förderung des Radfahrens angenommen. Ausbau der Kapazitäten und Bereitstellung von Instrumenten zur Bewältigung umweltbezogener und gesundheitlicher Herausforderungen 18. Was die normative Arbeit angeht, hat das ECEH die aktualisierten Luftgüteleitlinien der WHO fertiggestellt, die eine globale Ressource für das öffentliche Gesundheitswesen darstellen. Bei ihrer Ausarbeitung hat das ECEH die Federführung inne und ihre Veröffentlichung ist für das dritte Quartal des Jahres 2021 geplant. 19. Zur weiteren Förderung der Nutzung von Tools der WHO wurden virtuelle Aktivitäten für den Kapazitätsaufbau organisiert, darunter die in Zusammenarbeit mit der Regierung in Moskau und dem WHO-Länderbüro in der Russischen Föderation im Dezember 2020 organisierten Workshops, die im September 2021 fortgesetzt werden sollen, sowie virtuelle Schulungen zur Chemikaliensicherheit. 20. Um die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften und Gesundheitssystemen gegenüber dem Klimawandel durch eine erhöhte Anpassung zu unterstützen, veröffentlichte das ECEH eine aktuelle Fassung der Evidenz, die seine Leitlinien zur Ausarbeitung von Aktionsplänen für Hitzeperioden untermauert. 21. Zur Unterstützung der Länder bei der Umsetzung der Resolution WHA72.7 der Weltgesundheitsversammlung über die Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung sowie der hygienischen Bedingungen in Gesundheitseinrichtungen und des weltweiten Aufrufs von WHO und UNICEF zur Teilnahme an der Globalen Initiative Handhygiene für alle EUR/RC71/17(G) Seite 6 unterstützte und veröffentlichte das ECEH mehrere Länderbewertungen von WASH- Leistungen in Gesundheitseinrichtungen auf Grundlage der Indikatoren von SDG-Ziel 6. Stärkung der Partnerschaften im Bereich Umwelt und Gesundheit 22. Während des Berichtszeitraums war das ECEH an mehreren Fronten darum bemüht, bestehende Partnerschaften im Bereich Umwelt und Gesundheit zu stärken und auszubauen und neue Partnerschaften aufzubauen. Beispiele hierfür sind etwa: a) die Einführung eines gemeinsamen Leistungsversprechens und entsprechender Angebote durch das WHO-Regionalbüro für Europa (WHO/Europa) und das Regionalzentrum des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei ihren Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel durch die Förderung widerstandsfähigerer, nachhaltigerer Entwicklungsergebnisse, bei denen gegenwärtige und künftige durch das Klima bedingte Auswirkungen berücksichtigt werden;2 b) die Beiträge zur Themenbezogenen Koalition der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und Klimawandel und ihrer Projektteams (Task Teams), in deren Rahmen eine verstärkte Koordination unter den Organisationen der Vereinten Nationen in der Europäischen Region und Unterstützung für die Arbeit der Landesteams der Vereinten Nationen gefördert werden, etwa durch die Erleichterung des Zugangs zu vorhandenen fachlichen Leitlinien und die Beantwortung von Anfragen nach Unterstützung aus den Ländern; und c) die Beiträge zu dem von der Europäischen Umweltagentur in Partnerschaft mit WHO/Europa und anderen Organisationen geleiteten Europäischen Observatorium für Klima und Gesundheit. Fazit und Ausblick 23. WHO/Europa wird durch das ECEH auch weiterhin die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung ihrer Verpflichtungen im Bereich Umwelt und Gesundheit unterstützen und das neue stützende politische Umfeld nutzen, das durch das EPW, das Manifest der WHO für einen gesunden Wiederaufbau nach COVID-19, den Europäischen Grünen Deal und die Ergebnisse der Fünften Hochrangigen Tagung Verkehr, Gesundheit und Umwelt sowie der 26. Klimakonferenz der Vereinten Nationen im November 2021 geboten wird. In Vorbereitung auf diese Konferenz und in enger Zusammenarbeit mit dem WHO-Hauptbüro richtete das ECEH im Mai 2021 eine regionsweite Konsultation mit Mitgliedstaaten und nichtstaatlichen Akteuren aus, um die Entwicklung starker Gesundheitsbotschaften und die Überzeugungsarbeit zur Förderung von Anpassungskonzepten für die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme gegenüber dem Klimawandel sowie von Konzepten für die Schadensbegrenzung zu unterstützen, die zusätzliche Vorteile für die Gesundheit bringen können, wie etwa jene, die sowohl am Klimawandel als auch an der Luftverschmutzung ansetzen. 24. Das ECEH wird bei Initiativen zum Kapazitätsaufbau, darunter auch subregionale Veranstaltungen, die Federführung übernehmen, um Themen von gemeinsamem Interesse für 2 Siehe https://www.eurasia.undp.org/content/rbec/en/home/library/hiv_aids/climate-change-health-europe- central-asia.html. EUR/RC71/17(G) Seite 7 die Mitgliedstaaten anzugehen. Im Oktober 2021 wird es das Seminar für Umwelt und Gesundheit in Bonn ausrichten, eine Flaggschiff-Initiative, die zur Stärkung von Kapazitäten in den Mitgliedstaaten für die Bewältigung anhaltender und neu entstehender Herausforderungen im Bereich Umwelt und Gesundheit beiträgt, unter Schwerpunktlegung auf die Entwicklung von Führungskompetenzen für die ressortübergreifende Politikgestaltung und die Stärkung der fachlichen Kapazitäten. 25. Das ECEH wird auch weiterhin seine normativen Funktionen im Hinblick auf die Koordination und Verwaltung globaler Leitlinien (wie jener zur Luftgüte) und regionsweiter Leitlinien (wie jener zu Umgebungslärm) erfüllen. Ferner wird es auch weiterhin die Entwicklung und Umsetzung von Leitlinien unter Federführung des WHO-Hauptbüros (etwa jene zum Trinkwasser) unterstützen und bei der Entwicklung von gesundheitsbezogenen Leitlinien für Hitzeperioden sowie von Standardverfahren (wie etwa für Human-Biomonitoring bezüglich einer Belastung mit Quecksilber) die Federführung übernehmen. 26. Entsprechend der Schwerpunktlegung im EPW auf die Unterstützung örtlicher Lebensumfelder, die Gesundheit und Wohlbefinden ermöglichen, wird das ECEH seine Arbeit zur Unterstützung gesundheitsförderlicher Konzepte auf städtischer und subnationaler Ebene stärken und dazu mit dem Gesunde-Städte-Netzwerk der Europäischen Region der WHO und dem Netzwerk Regionen für Gesundheit der WHO zusammenarbeiten und die Umsetzung des Arbeitsplans der Arbeitsgruppe über die Zusammenarbeit von kommunalen und subnationalen Behörden unterstützen. 27. Das ECEH wird auch weiterhin als Sekretariat für den EHP fungieren und sich dabei auf die Unterstützung der Vorbereitungen auf die für 2023 geplante Siebte Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit konzentrieren. Auch für das Protokoll über Wasser und Gesundheit und die Umsetzung von dessen Arbeitsprogramm für den Zeitraum 2020–2022 sowie für das Paneuropäische Programm Verkehr, Gesundheit und Umwelt wird es weiterhin das Sekretariat stellen und sich bei letzterem auf die Umsetzung der während der Fünften Hochrangigen Tagung Verkehr, Gesundheit und Umwelt eingegangenen Verpflichtungen konzentrieren. Ferner wird das ECEH weiterhin den Vorsitz über die gemeinsame Sonderarbeitsgruppe zu den Gesundheitsaspekten der Luftverschmutzung im Rahmen des Übereinkommens über weiträumige grenzüberschreitende Luftverschmutzung führen und in diesem Rahmen jährliche Tagungen organisieren und den Arbeitsplan umsetzen. Zudem wird es Unterstützung bei der Umsetzung des Strategischen Konzepts für ein internationales Chemikalienmanagement, u. a. zur Entwicklung nationaler chemischer Fahrpläne, und bei der Umsetzung des Übereinkommens über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen und anderer relevanter Übereinkommen leisten. 28. Das ECEH wird Instrumente und Methodologien zur Unterstützung von Gesundheitsfolgenabschätzungen für die Umwelt- und Gesundheitspolitik entwickeln und aktualisieren. 29. Das ECEH wird auch weiterhin fachliche Hilfe in etwaigen Notlagen im Bereich Umwelt und Gesundheit leisten, einschließlich jener, die durch extreme Wetterereignisse und Chemikalien verursacht werden, und mit dem Programm der WHO für gesundheitliche Notlagen zusammenarbeiten und sich des gefahrenübergreifenden Ansatzes der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) bedienen. EUR/RC71/17(G) Seite 8 30. In der Zeit nach der COVID-19-Pandemie wird das ECEH auch weiterhin die Mitgliedstaaten in der Wiederaufbauphase unterstützen, und zwar unter Schwerpunktlegung auf die Unterstützung von Ansätzen für eine „Weiterentwicklung zum Besseren“, in Einklang mit dem Manifest der WHO für einen gesunden Wiederaufbau nach COVID-19 und unter Befürwortung von Konzepten für den Wiederaufbau nach der Pandemie, die zusätzliche umweltbezogene und gesundheitliche Vorteile bringen und die weitere Erzielung von Fortschritten auf dem Weg zur Verwirklichung der umwelt- und gesundheitsbezogenen SDG unterstützen. 31. In diesem Zusammenhang wird sich das ECEH um die Verbesserung des Verständnisses politischer Entscheidungsträger für die gesundheitlichen Folgen wirtschaftlicher Handlungskonzepte bemühen, die eine Umweltzerstörung zur Folge haben, welche wiederum infolge der von Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Luftverschmutzung ausgehenden globalen dreifachen Krise unsere Anfälligkeit für das Risiko von Pandemien, nichtübertragbaren Krankheiten, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit und Katastrophen erhöhen. Diese Arbeit wird auch die enge Kooperation innerhalb von WHO/Europa und WHO- Hauptbüro umfassen, um eine breitere Auslegung des einheitlichen Gesundheitsansatzes zu fördern, wie er vom WHO-Generaldirektor befürwortet wird, um „das ganze Spektrum an Problemen ab[zu]decken, die sich auf das Verhältnis zwischen Menschen, Tieren und dem Planeten auswirken, darunter die Waldrodung, intensive Landwirtschaft, Luftverschmutzung und Klimawandel“. 3 Darüber hinaus wird das ECEH an den Empfehlungen der Paneuropäischen Kommission für Gesundheit und nachhaltige Entwicklung anknüpfen, die Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Bekämpfung von Risiken infolge menschlicher Aktivitäten, einschließlich des Klimawandels, neu auftretender zoonotischer Infektionen und antimikrobieller Resistenzen, fordern wird. 32. Das ECEH wird sich auch weiterhin mit neuen und sich abzeichnenden Themen befassen, darunter etwa Abfallentsorgung im Rahmen der Kreislaufwirtschaft, ökologische Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme, die Bewertung neuer Technologien, der Einfluss grüner und blauer Umfelder auf die Gesundheit, die Auswirkungen von Flächenrecycling und der Umwandlung von Industriebrachen sowie die Risikokommunikation im Bereich Umwelt und Gesundheit. Dazu setzt das ECEH seine Beteiligung an Partnerschaften zur Priorisierung der Forschungsagenda im Bereich Umwelt und Gesundheit fort, namentlich durch das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont Europa“ der Europäischen Union und sein Projekt, die Forschungsagenda für den Bereich Umwelt und Gesundheit in Europa (HERA). 33. Aus organisatorischer Sicht wurde das Portfolio des ECEH ausgeweitet, um auch die Prävention von Gewalt und Verletzungen abzudecken. Das ECEH wird jedoch seine personellen Ressourcen in wichtigen vorrangigen Bereichen – wie Luftgüte, Klimawandel, Sanitärversorgung und Gesundheitsfolgenabschätzung – angesichts des wachsenden Bedarfs an Unterstützung in diesen sowohl auf globaler als auch regionsweiter Ebene als von hoher Priorität angesehenen Bereichen sowie in Bereichen mit Bezug zur Gesundheit des Planeten, zu Verknüpfungen zwischen Gesundheit, Natur und Biodiversität und zur ökologischen Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme weiter ausbauen müssen. = = = 3 Siehe https://www.who.int/director-general/speeches/detail/who-director-general-s-opening-remarks-at-148th- session-of-the-executive-board.

Informations clés
Type de document Governing Bodies documents
Date d'adoption
Source Organisation mondiale de la santé