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Zweiundsiebzigste Tagung des Regionalkomitees für Europa: Tel Aviv, 12.–14. September 2022: Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren: Akkreditierung und dreijährliche Überprüfung von in der Europäischen Region tätigen nichtstaatlichen Akteuren, die keine offiziellen Beziehungen zur WHO unterhalten, im Hinblick auf deren Teilnahme an Tagungen des WHO-Regionalkomitees für Europa

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Regionalkomitee für Europa 72. Tagung Tel Aviv, 12.–14. September 2022 EUR/RC72/19 2. August 2022 | 220547 ORIGINAL: ENGLISCH Punkt 16 der vorläufigen Tagesordnung Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren: Akkreditierung und dreijährliche Überprüfung von in der Europäischen Region tätigen nichtstaatlichen Akteuren, die keine offiziellen Beziehungen zur WHO unterhalten, im Hinblick auf deren Teilnahme an Tagungen des WHO-Regionalkomitees für Europa Dieses Dokument soll einen Überblick über die eingegangenen Anträge von vier nichtstaatlichen Akteuren, die noch keine offiziellen Beziehungen zur WHO unterhalten, auf Akkreditierung zur Teilnahme an Tagungen des WHO-Regionalkomitees für Europa geben. Es enthält auch die dreijährliche Überprüfung der sieben auf der 69. Tagung des Regionalkomitees für Europa (16.–19. September 2019) akkreditierten nichtstaatlichen Akteure sowie die Empfehlung, für sechs dieser Organisationen die Akkreditierung zu verlängern und sie für eine außer Kraft zu setzen. Das WHO-Regionalkomitee für Europa wird dazu aufgefordert, diese Anträge und die Berichte für die dreijährliche Überprüfung zu prüfen und den vorgelegten Beschlussentwurf zu diesem Thema auf seiner 72. Tagung anzunehmen. EUR/RC72/19 Seite 2 Inhalt Hintergrund ............................................................................................................................................. 3 Anträge auf Akkreditierung von in der Europäischen Region tätigen nichtstaatlichen Akteuren, die keine offiziellen Beziehungen zur WHO unterhalten, im Hinblick auf deren Teilnahme an Tagungen des WHO- Regionalkomitees für Europa ................................................................................................................... 3 Dreijährliche Überprüfung der Zusammenarbeit mit akkreditierten in der Europäischen Region tätigen nichtstaatlichen Akteuren, die keine offiziellen Beziehungen zur WHO unterhalten, im Hinblick auf deren Teilnahme an Tagungen des WHO-Regionalkomitees für Europa ............................ 3 Anhang 1: Zusammenfassende Informationen über die nichtstaatlichen Akteure, deren Anträge die für eine Akkreditierung erforderlichen Kriterien erfüllen ....................................................................... 5 Anhang 2: Bestandsaufnahme des Engagements der im Jahr 2019 akkreditierten nichtstaatlichen Akteure in den vergangenen drei Jahren ............................................................................................... 7 EUR/RC72/19 Seite 3 HINTERGRUND 1. Akkreditierung ist ein Privileg, das das WHO-Regionalkomitee für Europa an auf internationaler Ebene, in der Europäischen Region oder in den Ländern tätige nichtstaatliche Akteure, die keine offiziellen Beziehungen zur WHO unterhalten, vergeben kann. Es beinhaltet auch eine Einladung zur Teilnahme ohne Stimmrecht an Tagungen des Regionalkomitees sowie die Möglichkeit der Einreichung schriftlicher oder mündlicher Erklärungen über das WHO-Regionalbüro für Europa (WHO/Europa). 2. Um den Ständigen Regionalkomitees (SCRC) und das Regionalkomitee selbst bei der Erfüllung ihres Mandats in Bezug auf Akkreditierung zu unterstützen, hat das Sekretariat die im Jahr 2021 von nichtstaatlichen Akteuren eingegangenen Anträge auf Akkreditierung geprüft, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen gemäß den Bestimmungen des Rahmens für die Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren (FENSA) sowie der Resolution EUR/RC67/R7 über Partnerschaften für Gesundheit in der Europäischen Region der WHO erfüllt sind. Alle Antragsteller haben unterzeichnete Offenlegungserklärungen in Bezug auf etwaige Kontakte zur Tabak- oder Waffenindustrie vorgelegt. 3. Darüber hinaus hat das Sekretariat gemäß den Bestimmungen des FENSA die Berichte über jene nichtstaatlichen Akteure überprüft, die sich aufgrund ihrer Akkreditierung auf der 69. Tagung des Regionalkomitees für Europa vom 16. bis 19. September 2019 einer dreijährlichen Überprüfung ihrer Akkreditierung unterziehen müssen. Im Einklang mit dem FENSA wurden eine Sorgfaltsprüfung und eine Risikoabschätzung für sämtliche nichtstaatlichen Akteure durchgeführt, und alle Antragsteller haben unterzeichnete Offenlegungserklärungen in Bezug auf etwaige Kontakte zur Tabak- oder Waffenindustrie vorgelegt. Dabei wurde auch die bisherige Zusammenarbeit mit der WHO bewertet, und die gemeinsam vereinbarten Pläne für Kooperationen in den kommenden drei Jahren (2022–2024) wurden überprüft. ANTRÄGE AUF AKKREDITIERUNG VON IN DER EUROPÄISCHEN REGION TÄTIGEN NICHTSTAATLICHEN AKTEUREN, DIE KEINE OFFIZIELLEN BEZIEHUNGEN ZUR WHO UNTERHALTEN, IM HINBLICK AUF DEREN TEILNAHME AN TAGUNGEN DES WHO-REGIONALKOMITEES FÜR EUROPA 4. Insgesamt erfüllten vier nichtstaatliche Akteure die Anforderungen, und der SCRC empfiehlt ihre Akkreditierung zur Teilnahme an Tagungen des Regionalkomitees. Diese sind: • European Society for Clinical Nutrition and Metabolism (ESPEN) • European Diabetes Forum (EUDF) • Association of Schools of Public Health in the European Region (ASPHER) • Long COVID Europe (LCE) 5. Zusammenfassende Informationen über die einzelnen nichtstaatlichen Akteure, deren Anträge die für eine Akkreditierung erforderlichen Kriterien erfüllen, finden Sie in Anhang 1. DREIJÄHRLICHE ÜBERPRÜFUNG DER ZUSAMMENARBEIT MIT AKKREDITIERTEN IN DER EUROPÄISCHEN REGION TÄTIGEN NICHTSTAATLICHEN AKTEUREN, DIE KEINE OFFIZIELLEN BEZIEHUNGEN ZUR WHO UNTERHALTEN, IM HINBLICK AUF DEREN TEILNAHME AN TAGUNGEN DES WHO-REGIONALKOMITEES FÜR EUROPA 6. Gemäß den Bestimmungen des FENSA wird der SCRC gebeten, alle drei Jahre die Zusammenarbeit mit jedem zur Teilnahme an Tagungen des Regionalkomitees akkreditierten nichtstaatlichen Akteur zu prüfen EUR/RC72/19 Seite 4 und anschließend eine Empfehlung an das Regionalkomitee abzugeben, ob der Akkreditierungsstatus aufrechterhalten oder die Entscheidung auf das folgende Jahr verschoben werden soll. Der SCRC kann dem Regionalkomitee auch empfehlen, die Akkreditierung außer Kraft zu setzen, wenn er der Ansicht ist, dass die betreffenden Beziehungen im Lichte sich verändernder Programme oder anderer Umstände nicht mehr angemessen oder notwendig sind. Ebenso kann der SCRC dem Regionalkomitee auch empfehlen, die offiziellen Beziehungen auszusetzen oder außer Kraft zu setzen, wenn eine Organisation nicht mehr die Kriterien erfüllt, die zum Zeitpunkt der Akkreditierung galten, oder wenn sie es versäumt, ihre Angaben auf dem neuesten Stand zu halten oder den zuständigen Ansprechpersonen beim Regionalbüro über die Kooperation Bericht zu erstatten. 7. Die Überprüfung der Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren im Zeitraum 2019–2021 wurde für insgesamt sieben Organisationen durchgeführt. Das Sekretariat hat diese Organisationen einer Sorgfaltsprüfung unterzogen und dabei sowohl ihre bisherigen als auch ihre künftig geplanten Kooperationen berücksichtigt. Ferner wurden erneut Offenlegungserklärungen in Bezug auf etwaige Kontakte zur Tabak- oder Waffenindustrie vorgelegt. 8. Insgesamt erfüllten sechs nichtstaatliche Akteure die Anforderungen, und der SCRC empfiehlt dem Regionalkomitee eine Verlängerung ihrer Akkreditierung. Diese nichtstaatlichen Akteure sind: • AFEW International • AGE Platform Europe • AIDS Healthcare Foundation Europe • European Federation of Nurses Associations • European Patients’ Forum • European Respiratory Society 9. Auf der Grundlage der durchgeführten Überprüfung und zur Vermeidung einer Beeinträchtigung der bestehenden Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren schlägt der SCRC vor, für eine Organisation auf deren eigenen Wunsch die Akkreditierung außer Kraft zu setzen: • Norwegian Cancer Society 10. Eine kurze Zusammenfassung der Zusammenarbeit mit jeder der sechs Organisationen in den letzten drei Jahren (2019–2021) sowie der jeweils vorgeschlagenen neuen Drei-Jahres-Pläne (2022–2024) findet sich in Anhang 2. 11. Das Regionalkomitee wird gebeten, den Entwurf des Beschlusses zu diesem Thema anzunehmen. EUR/RC72/19 Seite 5 Anhang 1: Zusammenfassende Informationen über die nichtstaatlichen Akteure, deren Anträge die für eine Akkreditierung erforderlichen Kriterien erfüllen European Society for Clinical Nutrition and Metabolism 1. Die European Society for Clinical Nutrition and Metabolism (ESPEN) ist ein wissenschaftlicher und beruflicher Verband, der nach luxemburgischem Recht als gemeinnützige Organisation registriert ist. Seine Mitglieder sind mehrheitlich Ärzte; daneben gehören ihm aber auch eine erhebliche Zahl von Vertretern anderer ernährungsbezogener Berufsgruppen wie Ernährungswissenschaftler, Pflegekräfte und Pharmazeuten an. Die ESPEN hat sich zum Ziel gesetzt, Spitzenforschung auf dem Gebiet der klinischen Ernährung und des Stoffwechsels zu fördern und zu unterstützen und auf seinen Jahrestagungen ein Forum für die Präsentation solcher Forschungsarbeiten zu bieten. Ihre leitenden Organe sind die Generalversammlung, der Rat und der Exekutivausschuss, die alle vier Jahre gewählt werden. Die ESPEN finanziert sich aus Mitgliedsgebühren, Einnahmen aus Jahrestagungen sowie vom Verlag erhobenen Lizenzgebühren für ihre wissenschaftlichen Zeitschriften. 2. Geplante Kooperationen mit dem WHO-Regionalbüro für Europa (WHO/Europa) im Zeitraum 2022–2024: WHO/Europa und die ESPEN betrachten ihre bisherige Zusammenarbeit als fruchtbar und erfolgreich. Das letztendliche Ziel besteht darin, für eine möglichst breite Umsetzung der geeignetsten Praktiken für die Behebung aller Arten von Ernährungsstörungen (insbesondere Adipositas, Mangel- und Unterernährung, Nährstoffmangel) zu werben, um für individuelle Patienten sowie auf Bevölkerungsebene die gesundheitlichen Resultate und die Krankheitsverläufe zu verbessern. Der Plan beinhaltet folgende Säulen und Maßnahmen: Prävention und Behandlung ernährungsbedingter Krankheiten sowie ernährungsbezogener Komplikationen übertragbarer und nichtübertragbarer Krankheiten, Förderung von ernährungsbezogenen Inhalten für die Gesundheitsberufe und in der Hochschulausbildung sowie Kapazitätsaufbau und Stärkung des Netzwerks. European Diabetes Forum 3. Das European Diabetes Forum (EUDF) ist ein nach belgischem Recht gegründeter internationaler gemeinnütziger Verband. Der Auftrag des EUDF besteht darin, die Voraussetzungen für politische Konzepte zur Verbesserung der Versorgung von Diabetespatienten in den Ländern und in der gesamten Europäischen Region zu schaffen. Seine leitenden Organe sind die Generalversammlung und der Vorstand. Das EUDF arbeitet mit Mitteln aus Mitgliedsbeiträgen und von unterstützenden Kooperationspartnern. Sein jährliches Einkommen beläuft sich auf 265 000 €, von denen 43% von nichtstaatlichen Organisationen und 56% von einer Reihe von Pharmaunternehmen stammen. Der Jahresbericht des EUDF mit dem Haushaltsbericht und dem Gesamtetat für das jeweils kommende Jahr wird jährlich von der Generalversammlung angenommen. 4. Geplante Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2022–2024: Das EUDF wurde 2020 offiziell gegründet, und kurz nach seiner Gründung fand eine Einführungstagung mit führenden Vertretern von WHO/Europa auf dem Gebiet der nichtübertragbaren Krankheiten statt. Dabei wurden Aspekte von gemeinsamem Interesse im Bereich der Prävention und Bewältigung von Diabetes erörtert. Das EUDF wird an diesen Kooperationsansätzen anknüpfen, wie im Dreijahres-Kooperationsplan erläutert, auch durch Ermutigung von Mitarbeitern und Mitgliedern zur Teilnahme an Veranstaltungen von WHO/Europa (Konsultationen, Anhörungen u. ä.). Das EUDF wird auch sein gesamtes veröffentlichtes Material und andere vereinbarte Leistungen an WHO/Europa übermitteln und umgekehrt die Publikationen von WHO/Europa zu den Themenkomplexen nichtübertragbare Krankheiten und Diabetes zum Zwecke der Weitergabe an seine Mitglieder und der Werbung für besagte Publikationen erhalten. Hierzu liegt ein detaillierter Plan für die Zusammenarbeit in den Bereichen Evidenz, Überzeugungsarbeit und fachliche Themen vor. EUR/RC72/19 Seite 6 The Association of Schools of Public Health in the European Region 5. Die Association of Schools of Public Health in the European Region (ASPHER) ist eine nach belgischem Recht gegründete gemeinnützige nichtstaatliche internationale Organisation. Ihre Mitglieder sind Institutionen in der gesamten Europäischen Region der WHO, die sich mit der Förderung von Ausbildung und Professionalität der Beschäftigten im öffentlichen Gesundheitswesen befassen. Die ASPHER besteht aus derzeit 125 Mitgliedern in 44 Ländern der Europäischen Region (und erreicht über die Netzwerkstrukturen des Verbands insgesamt 150 Zentren). Die ASPHER finanziert sich aus jährlichen Mitgliedsgebühren und erhält gegenwärtig projektspezifische Mittel vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sowie von der Europäischen Union. Die leitenden Organe der ASPHER sind die Generalversammlung und der Exekutivrat. 6. Geplante Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2022–2024: Die ASPHER kann auf eine langjährige Zusammenarbeit mit WHO/Europa zurückblicken und beabsichtigt, diese u. a. mit einer Überprüfung der Vereinbarung im Jahr 2022, der Veröffentlichung des Fahrplans für die Professionalisierung sowie einem breiten Spektrum von Maßnahmen zu dessen Umsetzung fortzusetzen. Weitere Themen für eine mögliche künftige Zusammenarbeit sind die Schaffung einer Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Gesundheitswesen und der primären Gesundheitsversorgung, Gesetze zum Schutz der öffentlichen Gesundheit, Kontaktverfolgung, digitale Gesundheit und der einheitliche Gesundheitsansatz. Long COVID Europe 7. Long COVID Europe (LCE) ist eine nach belgischem Recht gegründete nichtstaatliche Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, sich mit gemeinsamen Problemstellungen und systembedingten Hindernissen für Verbände von Long-COVID-Patienten in der gesamten Europäischen Region auseinanderzusetzen und dabei gewonnenes Wissen umzusetzen. Ziele der Arbeit von LCE sind die Bewusstseinsbildung für und Anerkennung von Folgeerkrankungen von COVID-19 sowie die Beteiligung an der Ausarbeitung von Leitlinien und an der Wissensumsetzung in Bezug auf Diagnose, Behandlung und Versorgungsmodelle bei Langzeitfolgen von COVID- 19. LCE vertritt gegenwärtig 17 Länder in der Europäischen Region der WHO, die alle ein Mitspracherecht bei seinen Entscheidungsprozessen haben. Da LCE erst 2021 gegründet wurde, liegen bisher nur begrenzte finanzielle Daten vor. Die Organisation wird gegenwärtig aus einer kleinen Zuwendung der Regierung von Flandern finanziert, der in naher Zukunft weitere folgen sollen. 8. Geplante Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2022–2024: Seit seiner Gründung 2021 hat LCE schon an mehreren Tagungen von WHO/Europa teilgenommen, auf denen teilweise auch der Regionaldirektor anwesend war. Der gemeinsame Arbeitsplan für den Zeitraum 2022–2024 enthält eine Verpflichtung zur Veranstaltung gemeinsamer Tagungen zwecks Koordinierung und Austausch von Informationen, Überzeugungsarbeit und gemeinsamen Mitteilungen. EUR/RC72/19 Seite 7 Anhang 2: Bestandsaufnahme des Engagements der im Jahr 2019 akkreditierten nichtstaatlichen Akteure in den vergangenen drei Jahren AFEW International 1. Kooperationen mit dem WHO-Regionalbüro für Europa (WHO/Europa) im Zeitraum 2019–2021: AFEW International ist ständig an Aktivitäten von WHO/Europa beteiligt und hat über seine Online-Kanäle wirksam Werbebotschaften verbreitet und so seine Zielgruppen in der gesamten Europäischen Region mit zweckdienlichen Informationen versorgt. In den Jahren 2019, 2020 und 2021 warb AFEW International auch aktiv für das von der WHO veranstaltete Health for all Film Festival. 2. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Die Zielsetzung von AFEW International für die nächsten drei Jahre besteht darin, in der gesamten Europäischen Region in besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu investieren. AFEW beabsichtigt, durch Kapazitätsaufbau mindestens einen Partner pro Land in die Lage zu versetzen, nachhaltig zu operieren, vorausschauend neue Herausforderungen zu erkennen und Kooperationen zu deren Bewältigung anzustreben, und andere kommunale und nichtstaatliche Organisationen zu unterstützen. Um dieses Ziel zu erreichen, will die Organisation ihre Zusammenarbeit mit maßgeblichen Partnern mit Schwerpunkt auf der Europäischen Region fortsetzen, insbesondere bei der Mobilisierung von Finanzmitteln, Sachverstand und Netzwerken, und ihre Kooperationen ausweiten, um die Kapazitäten der Länder u. a. in den Bereichen Überzeugungsarbeit und Wissensgewinnung zu erhöhen. AFEW International sieht WHO/Europa als einen wesentlichen Partner und Verbündeten auf diesem Weg. AGE Platform Europe 3. Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2019–2021: Die Age Platform Europe hat zusammen mit WHO/Europa an gemeinsamen Aktivitäten bei Themen wie Langzeitpflege, Misshandlung älterer Menschen und Bekämpfung von COVID-19 gearbeitet. Vor allem im Jahr 2020 hatte die AGE Platform Europe einen regen bilateralen Austausch mit WHO/Europa bei der Einrichtung des Forums zum Thema Langzeitpflege. Die AGE Platform Europe wurde dazu eingeladen, dem Forum beizutreten, und nahm 2021 an seinen insgesamt fünf Tagungen teil. Sie trug auch sehr aktiv zur Vorbereitung der von den Vereinten Nationen ausgerufenen Aktionsdekade für gesundes Altern bei. 4. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Die Age Platform Europe hat sich bei den zentralen Themen ihrer bisherigen Arbeit ehrgeizige Ziele für Kooperationen in den nächsten drei Jahren gesetzt. Sie wird ihre Beteiligung am Forum zum Thema Langzeitpflege 2022 fortsetzen und auch weiter auf Wünsche eingehen, und zwar vorrangig mit Blick auf bestehende Erkenntnislücken und die Problematik der Misshandlung älterer Menschen. Darüber hinaus wird die AGE Platform Europe sich auch weiter an der Dekade der Vereinten Nationen für gesundes Altern beteiligen und dabei inhaltliche Schwerpunkte auf Altersdiskriminierung (und konkret Sachthemen aus dem Weltbericht der WHO über Altersdiskriminierung) und seniorengerechte Umfelder legen und so älteren Menschen eine Stimme geben. AIDS Healthcare Foundation Europe 5. Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2019–2021: Die AIDS Healthcare Foundation Europe (AHF) hat einige Länder bei der Umsetzung des Aktionsplans für Maßnahmen des Gesundheitswesens gegen HIV in der Europäischen Region der WHO unterstützt, namentlich im Bereich der patientenorientierten HIV- Versorgung, beim Ansatz „Testen und behandeln“, bei der schnellen Therapieeinleitung und bei gemeindenahen Lösungsansätzen. Sie wirkt auch an der Bezugsgruppe HIV-Behandlung (TRG) der Europäischen Region aktiv mit, trägt zur Optimierung der Praxis in der Versorgung von HIV- und EUR/RC72/19 Seite 8 Tuberkulosepatienten bei und nimmt an Veranstaltungen von WHO/Europa sowie an Konsultationen der Europäischen Region zum Thema HIV und Tuberkulose teil. 6. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Die AHF Europe wird die Länder auch weiterhin bei der Umsetzung des Aktionsplans für Maßnahmen des Gesundheitswesens gegen HIV in der Europäischen Region der WHO unterstützen, namentlich beim Austausch vorbildlicher Praktiken in der patientenorientierten HIV-Versorgung, beim Ansatz „Testen und behandeln“, bei der schnellen Therapieeinleitung und bei gemeindenahen Lösungsansätzen. Sie wird zum Fundus an vorbildlichen Praktiken bei der Versorgung von HIV- und Tuberkulosepatienten sowie zu Maßnahmen zur Sensibilisierung der Gesundheitsberufe in der Europäischen Region für Leitlinien der WHO zu Tests, Therapien und Pflegeleistungen in den Bereichen HIV und Tuberkulose beitragen. Ferner will sie auch den Informations- und Erfahrungsaustausch in der Europäischen Region fortsetzen, namentlich über die Einführung von Schnelltests und integrierten Versorgungsmodellen. Schließlich nimmt die AHF Europe auch an Veranstaltungen von WHO/Europa sowie an Konsultationen der Europäischen Region zum Thema HIV und Tuberkulose teil. European Federation of Nurses Associations 7. Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2019–2021: Seit 20 Jahren und insbesondere seit ihrer Akkreditierung für die Teilnahme an den Tagungen des Regionalkomitees arbeitet die European Federation of Nurses Associations (EFN) auf unterschiedliche Weise mit WHO/Europa zusammen, etwa durch Teilnahme an Tagungen des Regionalkomitees und anderen Tagungen der WHO als nichtstaatlicher Akteur mit Beobachterstatus und durch Beiträge zu Beratungen mit dem Ziel, der Stimme von Pflegekräften Gehör zu verschaffen. 8. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Die EFN strebt eine Fortsetzung und Ausweitung ihrer engen Zusammenarbeit mit WHO/Europa und mit dem Regionalkomitee für Europa an. Insbesondere möchte sie die enge Zusammenarbeit mit WHO/Europa fortsetzen, und zwar in den Bereichen Reform der Gesundheitssysteme, Digitalisierung, primäre Gesundheitsversorgung und Pflegepersonal. Zusammen mit WHO/Europa will die EFN prüfen, wie die Kooperation mit Blick auf gemeinsame Prioritäten im Bereich Pflegewesen und Pflegeberufe (Ausbildung, Personalangebot, Qualitätssicherung und Sicherheit) stärker strategisch ausgerichtet werden kann. European Patients’ Forum 9. Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2019–2021: Im Zeitraum 2019–2020 hat das European Patients’ Forum (EPF) eng mit der Vertreterin von WHO/Europa in Brüssel zusammengearbeitet und gemeinsam mit der European Public Health Alliance (EPHA) eine kleine Gruppe von nichtstaatlichen Organisationen mit Sitz in Brüssel für eine engere Zusammenarbeit mit WHO/Europa rekrutiert. Die Planungssitzungen fanden in Brüssel statt. Eine für Anfang 2020 geplante hochrangige Tagung wurde wegen COVID-19 verschoben; seitdem erfolgen sämtliche Kontakte in virtueller Form. Das EPF hat sich an der öffentlichen Konsultation über das Europäische Arbeitsprogramm 2020–2025 – „Gemeinsam für mehr Gesundheit in Europa“ (EPW) beteiligt. Es hat Redner zu von den WHO moderierten Sitzungen des European Health Forum Gastein im Jahr 2019 zum Thema gesundheitliche Ungleichheiten (Titel: „Können sich die Menschen ihre Gesundheitsversorgung leisten? Neue Erkenntnisse über finanzielle Absicherung in der Europäischen Region“) sowie im Jahr 2020 zum Thema Zugang zu Arzneimitteln (Titel: „Den gemeinsamen Rhythmus finden – Auf dem Weg zu einer neuen Vision für die Zusammenarbeit zur Verbesserung des Zugangs zu Arzneimitteln“) entsandt. Ferner veröffentlicht das EPF regelmäßig sachdienliche Informationen an seine Mitglieder in der Europäischen Region. 10. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Das EPF wird seine Zusammenarbeit mit der Oslo-Initiative für Arzneimittel fortsetzen und wartet gegenwärtig auf Bekanntgabe weiterer Einzelheiten für entsprechende Aktivitäten im Jahr 2022. Im Juni 2022 findet der zweite Teil des Kongresses des EPF mit Schwerpunkt auf dem Thema digitale Gesundheit statt, und eine geplante gemeinsame Sitzung mit WHO/Europa soll an der im Jahr 2021 begonnenen Kooperation anknüpfen. Nach den positiven Erfahrungen auf dem Kongress plant das EPF weitere Beratungen mit dem für die Flaggschiff-Initiative EUR/RC72/19 Seite 9 Digitale Gesundheit zuständigen Team bei WHO/Europa, da die digitale Umgestaltung auch zu den Prioritäten des EPF gehört. Seine Arbeit beinhaltet sowohl Konzeptentwicklung als auch Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau, einschließlich einer Initiative für mehr Patientenbeteiligung im Bereich Künstliche Intelligenz. Weiterhin hofft das EPF darauf, zusammen mit dem WHO-Regionaldirektor für Europa eine hochrangige Tagung vorbereiten zu können, um Möglichkeiten für Kooperationen und gemeinsame Maßnahmen zur Unterstützung der Umsetzung des EPW auszuloten. European Respiratory Society 11. Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2019–2021: Die European Respiratory Society (ERS) hat vor allem die Arbeit von WHO/Europa im Bereich der chronischen Atemwegserkrankungen aktiv unterstützt. Dies führte zu verstärkten Interaktionen zwischen beiden Seiten auf Konferenzen und Tagungen sowie zur Intensivierung gemeinsamer Maßnahmen; als Beispiele seien die Beratungen zu Berichten über Themen wie Asthma und COVID-19, die Teilnahme eines Experten an der Konferenz von WHO/Europa zum Thema Vorsorgeuntersuchungen und die Beiträge zur Bekämpfung von COVID-19 durch ein Webinar und nachfolgende Publikationen genannt. 12. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Die ERS wird die begonnene Zusammenarbeit mit WHO/Europa im Bereich der chronischen Atemwegserkrankungen fortsetzen, und COVID-19 hat mehr denn je die Notwendigkeit der Bekämpfung von Atemwegserkrankungen in der Europäischen Region verdeutlicht. Sie möchte erforderlichenfalls auch die Zusammenarbeit im Bereich der infektiösen Atemwegserkrankungen (u. a. COVID-19, Tuberkulose, Influenza) sowie in den Bereichen Tabakbekämpfung und Luftreinhaltung fortsetzen. Sie wird WHO/Europa bei den drei zentralen Prioritäten des EPW unterstützen, die alle wichtig für die Lungengesundheit sind. Begründung für die Nichtverlängerung der Akkreditierung: Norwegian Cancer Society 13. Die Norwegian Cancer Society (NCS) hat 2019 erfolgreich an zwei Workshops mitgewirkt. Doch während der COVID-19-Pandemie wurden keine Workshops mehr organisiert, und die NCS ist gegenwärtig nicht in der Lage, sich auf einen Aktionsplan für den kommenden Zeitraum zu einigen. Daher erhält die NCS trotz der guten Zusammenarbeit mit WHO/Europa in der Vergangenheit keine Verlängerung ihres Akkreditierungsstatus. Sie bleibt jedoch ein möglicher Partner für künftige Projekte. = = =

Regionalkomitee für Europa 72. Tagung Tel Aviv, 12.–14. September 2022 EUR/RC72/19 2. August 2022 | 220547 ORIGINAL: ENGLISCH Punkt 16 der vorläufigen Tagesordnung Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren: Akkreditierung und dreijährliche Überprüfung von in der Europäischen Region tätigen nichtstaatlichen Akteuren, die keine offiziellen Beziehungen zur WHO unterhalten, im Hinblick auf deren Teilnahme an Tagungen des WHO-Regionalkomitees für Europa Dieses Dokument soll einen Überblick über die eingegangenen Anträge von vier nichtstaatlichen Akteuren, die noch keine offiziellen Beziehungen zur WHO unterhalten, auf Akkreditierung zur Teilnahme an Tagungen des WHO-Regionalkomitees für Europa geben. Es enthält auch die dreijährliche Überprüfung der sieben auf der 69. Tagung des Regionalkomitees für Europa (16.–19. September 2019) akkreditierten nichtstaatlichen Akteure sowie die Empfehlung, für sechs dieser Organisationen die Akkreditierung zu verlängern und sie für eine außer Kraft zu setzen. Das WHO-Regionalkomitee für Europa wird dazu aufgefordert, diese Anträge und die Berichte für die dreijährliche Überprüfung zu prüfen und den vorgelegten Beschlussentwurf zu diesem Thema auf seiner 72. Tagung anzunehmen. EUR/RC72/19 Seite 2 Inhalt Hintergrund ............................................................................................................................................. 3 Anträge auf Akkreditierung von in der Europäischen Region tätigen nichtstaatlichen Akteuren, die keine offiziellen Beziehungen zur WHO unterhalten, im Hinblick auf deren Teilnahme an Tagungen des WHO- Regionalkomitees für Europa ................................................................................................................... 3 Dreijährliche Überprüfung der Zusammenarbeit mit akkreditierten in der Europäischen Region tätigen nichtstaatlichen Akteuren, die keine offiziellen Beziehungen zur WHO unterhalten, im Hinblick auf deren Teilnahme an Tagungen des WHO-Regionalkomitees für Europa ............................ 3 Anhang 1: Zusammenfassende Informationen über die nichtstaatlichen Akteure, deren Anträge die für eine Akkreditierung erforderlichen Kriterien erfüllen ....................................................................... 5 Anhang 2: Bestandsaufnahme des Engagements der im Jahr 2019 akkreditierten nichtstaatlichen Akteure in den vergangenen drei Jahren ............................................................................................... 7 EUR/RC72/19 Seite 3 HINTERGRUND 1. Akkreditierung ist ein Privileg, das das WHO-Regionalkomitee für Europa an auf internationaler Ebene, in der Europäischen Region oder in den Ländern tätige nichtstaatliche Akteure, die keine offiziellen Beziehungen zur WHO unterhalten, vergeben kann. Es beinhaltet auch eine Einladung zur Teilnahme ohne Stimmrecht an Tagungen des Regionalkomitees sowie die Möglichkeit der Einreichung schriftlicher oder mündlicher Erklärungen über das WHO-Regionalbüro für Europa (WHO/Europa). 2. Um den Ständigen Regionalkomitees (SCRC) und das Regionalkomitee selbst bei der Erfüllung ihres Mandats in Bezug auf Akkreditierung zu unterstützen, hat das Sekretariat die im Jahr 2021 von nichtstaatlichen Akteuren eingegangenen Anträge auf Akkreditierung geprüft, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen gemäß den Bestimmungen des Rahmens für die Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren (FENSA) sowie der Resolution EUR/RC67/R7 über Partnerschaften für Gesundheit in der Europäischen Region der WHO erfüllt sind. Alle Antragsteller haben unterzeichnete Offenlegungserklärungen in Bezug auf etwaige Kontakte zur Tabak- oder Waffenindustrie vorgelegt. 3. Darüber hinaus hat das Sekretariat gemäß den Bestimmungen des FENSA die Berichte über jene nichtstaatlichen Akteure überprüft, die sich aufgrund ihrer Akkreditierung auf der 69. Tagung des Regionalkomitees für Europa vom 16. bis 19. September 2019 einer dreijährlichen Überprüfung ihrer Akkreditierung unterziehen müssen. Im Einklang mit dem FENSA wurden eine Sorgfaltsprüfung und eine Risikoabschätzung für sämtliche nichtstaatlichen Akteure durchgeführt, und alle Antragsteller haben unterzeichnete Offenlegungserklärungen in Bezug auf etwaige Kontakte zur Tabak- oder Waffenindustrie vorgelegt. Dabei wurde auch die bisherige Zusammenarbeit mit der WHO bewertet, und die gemeinsam vereinbarten Pläne für Kooperationen in den kommenden drei Jahren (2022–2024) wurden überprüft. ANTRÄGE AUF AKKREDITIERUNG VON IN DER EUROPÄISCHEN REGION TÄTIGEN NICHTSTAATLICHEN AKTEUREN, DIE KEINE OFFIZIELLEN BEZIEHUNGEN ZUR WHO UNTERHALTEN, IM HINBLICK AUF DEREN TEILNAHME AN TAGUNGEN DES WHO-REGIONALKOMITEES FÜR EUROPA 4. Insgesamt erfüllten vier nichtstaatliche Akteure die Anforderungen, und der SCRC empfiehlt ihre Akkreditierung zur Teilnahme an Tagungen des Regionalkomitees. Diese sind: • European Society for Clinical Nutrition and Metabolism (ESPEN) • European Diabetes Forum (EUDF) • Association of Schools of Public Health in the European Region (ASPHER) • Long COVID Europe (LCE) 5. Zusammenfassende Informationen über die einzelnen nichtstaatlichen Akteure, deren Anträge die für eine Akkreditierung erforderlichen Kriterien erfüllen, finden Sie in Anhang 1. DREIJÄHRLICHE ÜBERPRÜFUNG DER ZUSAMMENARBEIT MIT AKKREDITIERTEN IN DER EUROPÄISCHEN REGION TÄTIGEN NICHTSTAATLICHEN AKTEUREN, DIE KEINE OFFIZIELLEN BEZIEHUNGEN ZUR WHO UNTERHALTEN, IM HINBLICK AUF DEREN TEILNAHME AN TAGUNGEN DES WHO-REGIONALKOMITEES FÜR EUROPA 6. Gemäß den Bestimmungen des FENSA wird der SCRC gebeten, alle drei Jahre die Zusammenarbeit mit jedem zur Teilnahme an Tagungen des Regionalkomitees akkreditierten nichtstaatlichen Akteur zu prüfen EUR/RC72/19 Seite 4 und anschließend eine Empfehlung an das Regionalkomitee abzugeben, ob der Akkreditierungsstatus aufrechterhalten oder die Entscheidung auf das folgende Jahr verschoben werden soll. Der SCRC kann dem Regionalkomitee auch empfehlen, die Akkreditierung außer Kraft zu setzen, wenn er der Ansicht ist, dass die betreffenden Beziehungen im Lichte sich verändernder Programme oder anderer Umstände nicht mehr angemessen oder notwendig sind. Ebenso kann der SCRC dem Regionalkomitee auch empfehlen, die offiziellen Beziehungen auszusetzen oder außer Kraft zu setzen, wenn eine Organisation nicht mehr die Kriterien erfüllt, die zum Zeitpunkt der Akkreditierung galten, oder wenn sie es versäumt, ihre Angaben auf dem neuesten Stand zu halten oder den zuständigen Ansprechpersonen beim Regionalbüro über die Kooperation Bericht zu erstatten. 7. Die Überprüfung der Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren im Zeitraum 2019–2021 wurde für insgesamt sieben Organisationen durchgeführt. Das Sekretariat hat diese Organisationen einer Sorgfaltsprüfung unterzogen und dabei sowohl ihre bisherigen als auch ihre künftig geplanten Kooperationen berücksichtigt. Ferner wurden erneut Offenlegungserklärungen in Bezug auf etwaige Kontakte zur Tabak- oder Waffenindustrie vorgelegt. 8. Insgesamt erfüllten sechs nichtstaatliche Akteure die Anforderungen, und der SCRC empfiehlt dem Regionalkomitee eine Verlängerung ihrer Akkreditierung. Diese nichtstaatlichen Akteure sind: • AFEW International • AGE Platform Europe • AIDS Healthcare Foundation Europe • European Federation of Nurses Associations • European Patients’ Forum • European Respiratory Society 9. Auf der Grundlage der durchgeführten Überprüfung und zur Vermeidung einer Beeinträchtigung der bestehenden Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren schlägt der SCRC vor, für eine Organisation auf deren eigenen Wunsch die Akkreditierung außer Kraft zu setzen: • Norwegian Cancer Society 10. Eine kurze Zusammenfassung der Zusammenarbeit mit jeder der sechs Organisationen in den letzten drei Jahren (2019–2021) sowie der jeweils vorgeschlagenen neuen Drei-Jahres-Pläne (2022–2024) findet sich in Anhang 2. 11. Das Regionalkomitee wird gebeten, den Entwurf des Beschlusses zu diesem Thema anzunehmen. EUR/RC72/19 Seite 5 Anhang 1: Zusammenfassende Informationen über die nichtstaatlichen Akteure, deren Anträge die für eine Akkreditierung erforderlichen Kriterien erfüllen European Society for Clinical Nutrition and Metabolism 1. Die European Society for Clinical Nutrition and Metabolism (ESPEN) ist ein wissenschaftlicher und beruflicher Verband, der nach luxemburgischem Recht als gemeinnützige Organisation registriert ist. Seine Mitglieder sind mehrheitlich Ärzte; daneben gehören ihm aber auch eine erhebliche Zahl von Vertretern anderer ernährungsbezogener Berufsgruppen wie Ernährungswissenschaftler, Pflegekräfte und Pharmazeuten an. Die ESPEN hat sich zum Ziel gesetzt, Spitzenforschung auf dem Gebiet der klinischen Ernährung und des Stoffwechsels zu fördern und zu unterstützen und auf seinen Jahrestagungen ein Forum für die Präsentation solcher Forschungsarbeiten zu bieten. Ihre leitenden Organe sind die Generalversammlung, der Rat und der Exekutivausschuss, die alle vier Jahre gewählt werden. Die ESPEN finanziert sich aus Mitgliedsgebühren, Einnahmen aus Jahrestagungen sowie vom Verlag erhobenen Lizenzgebühren für ihre wissenschaftlichen Zeitschriften. 2. Geplante Kooperationen mit dem WHO-Regionalbüro für Europa (WHO/Europa) im Zeitraum 2022–2024: WHO/Europa und die ESPEN betrachten ihre bisherige Zusammenarbeit als fruchtbar und erfolgreich. Das letztendliche Ziel besteht darin, für eine möglichst breite Umsetzung der geeignetsten Praktiken für die Behebung aller Arten von Ernährungsstörungen (insbesondere Adipositas, Mangel- und Unterernährung, Nährstoffmangel) zu werben, um für individuelle Patienten sowie auf Bevölkerungsebene die gesundheitlichen Resultate und die Krankheitsverläufe zu verbessern. Der Plan beinhaltet folgende Säulen und Maßnahmen: Prävention und Behandlung ernährungsbedingter Krankheiten sowie ernährungsbezogener Komplikationen übertragbarer und nichtübertragbarer Krankheiten, Förderung von ernährungsbezogenen Inhalten für die Gesundheitsberufe und in der Hochschulausbildung sowie Kapazitätsaufbau und Stärkung des Netzwerks. European Diabetes Forum 3. Das European Diabetes Forum (EUDF) ist ein nach belgischem Recht gegründeter internationaler gemeinnütziger Verband. Der Auftrag des EUDF besteht darin, die Voraussetzungen für politische Konzepte zur Verbesserung der Versorgung von Diabetespatienten in den Ländern und in der gesamten Europäischen Region zu schaffen. Seine leitenden Organe sind die Generalversammlung und der Vorstand. Das EUDF arbeitet mit Mitteln aus Mitgliedsbeiträgen und von unterstützenden Kooperationspartnern. Sein jährliches Einkommen beläuft sich auf 265 000 €, von denen 43% von nichtstaatlichen Organisationen und 56% von einer Reihe von Pharmaunternehmen stammen. Der Jahresbericht des EUDF mit dem Haushaltsbericht und dem Gesamtetat für das jeweils kommende Jahr wird jährlich von der Generalversammlung angenommen. 4. Geplante Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2022–2024: Das EUDF wurde 2020 offiziell gegründet, und kurz nach seiner Gründung fand eine Einführungstagung mit führenden Vertretern von WHO/Europa auf dem Gebiet der nichtübertragbaren Krankheiten statt. Dabei wurden Aspekte von gemeinsamem Interesse im Bereich der Prävention und Bewältigung von Diabetes erörtert. Das EUDF wird an diesen Kooperationsansätzen anknüpfen, wie im Dreijahres-Kooperationsplan erläutert, auch durch Ermutigung von Mitarbeitern und Mitgliedern zur Teilnahme an Veranstaltungen von WHO/Europa (Konsultationen, Anhörungen u. ä.). Das EUDF wird auch sein gesamtes veröffentlichtes Material und andere vereinbarte Leistungen an WHO/Europa übermitteln und umgekehrt die Publikationen von WHO/Europa zu den Themenkomplexen nichtübertragbare Krankheiten und Diabetes zum Zwecke der Weitergabe an seine Mitglieder und der Werbung für besagte Publikationen erhalten. Hierzu liegt ein detaillierter Plan für die Zusammenarbeit in den Bereichen Evidenz, Überzeugungsarbeit und fachliche Themen vor. EUR/RC72/19 Seite 6 The Association of Schools of Public Health in the European Region 5. Die Association of Schools of Public Health in the European Region (ASPHER) ist eine nach belgischem Recht gegründete gemeinnützige nichtstaatliche internationale Organisation. Ihre Mitglieder sind Institutionen in der gesamten Europäischen Region der WHO, die sich mit der Förderung von Ausbildung und Professionalität der Beschäftigten im öffentlichen Gesundheitswesen befassen. Die ASPHER besteht aus derzeit 125 Mitgliedern in 44 Ländern der Europäischen Region (und erreicht über die Netzwerkstrukturen des Verbands insgesamt 150 Zentren). Die ASPHER finanziert sich aus jährlichen Mitgliedsgebühren und erhält gegenwärtig projektspezifische Mittel vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sowie von der Europäischen Union. Die leitenden Organe der ASPHER sind die Generalversammlung und der Exekutivrat. 6. Geplante Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2022–2024: Die ASPHER kann auf eine langjährige Zusammenarbeit mit WHO/Europa zurückblicken und beabsichtigt, diese u. a. mit einer Überprüfung der Vereinbarung im Jahr 2022, der Veröffentlichung des Fahrplans für die Professionalisierung sowie einem breiten Spektrum von Maßnahmen zu dessen Umsetzung fortzusetzen. Weitere Themen für eine mögliche künftige Zusammenarbeit sind die Schaffung einer Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Gesundheitswesen und der primären Gesundheitsversorgung, Gesetze zum Schutz der öffentlichen Gesundheit, Kontaktverfolgung, digitale Gesundheit und der einheitliche Gesundheitsansatz. Long COVID Europe 7. Long COVID Europe (LCE) ist eine nach belgischem Recht gegründete nichtstaatliche Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, sich mit gemeinsamen Problemstellungen und systembedingten Hindernissen für Verbände von Long-COVID-Patienten in der gesamten Europäischen Region auseinanderzusetzen und dabei gewonnenes Wissen umzusetzen. Ziele der Arbeit von LCE sind die Bewusstseinsbildung für und Anerkennung von Folgeerkrankungen von COVID-19 sowie die Beteiligung an der Ausarbeitung von Leitlinien und an der Wissensumsetzung in Bezug auf Diagnose, Behandlung und Versorgungsmodelle bei Langzeitfolgen von COVID- 19. LCE vertritt gegenwärtig 17 Länder in der Europäischen Region der WHO, die alle ein Mitspracherecht bei seinen Entscheidungsprozessen haben. Da LCE erst 2021 gegründet wurde, liegen bisher nur begrenzte finanzielle Daten vor. Die Organisation wird gegenwärtig aus einer kleinen Zuwendung der Regierung von Flandern finanziert, der in naher Zukunft weitere folgen sollen. 8. Geplante Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2022–2024: Seit seiner Gründung 2021 hat LCE schon an mehreren Tagungen von WHO/Europa teilgenommen, auf denen teilweise auch der Regionaldirektor anwesend war. Der gemeinsame Arbeitsplan für den Zeitraum 2022–2024 enthält eine Verpflichtung zur Veranstaltung gemeinsamer Tagungen zwecks Koordinierung und Austausch von Informationen, Überzeugungsarbeit und gemeinsamen Mitteilungen. EUR/RC72/19 Seite 7 Anhang 2: Bestandsaufnahme des Engagements der im Jahr 2019 akkreditierten nichtstaatlichen Akteure in den vergangenen drei Jahren AFEW International 1. Kooperationen mit dem WHO-Regionalbüro für Europa (WHO/Europa) im Zeitraum 2019–2021: AFEW International ist ständig an Aktivitäten von WHO/Europa beteiligt und hat über seine Online-Kanäle wirksam Werbebotschaften verbreitet und so seine Zielgruppen in der gesamten Europäischen Region mit zweckdienlichen Informationen versorgt. In den Jahren 2019, 2020 und 2021 warb AFEW International auch aktiv für das von der WHO veranstaltete Health for all Film Festival. 2. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Die Zielsetzung von AFEW International für die nächsten drei Jahre besteht darin, in der gesamten Europäischen Region in besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu investieren. AFEW beabsichtigt, durch Kapazitätsaufbau mindestens einen Partner pro Land in die Lage zu versetzen, nachhaltig zu operieren, vorausschauend neue Herausforderungen zu erkennen und Kooperationen zu deren Bewältigung anzustreben, und andere kommunale und nichtstaatliche Organisationen zu unterstützen. Um dieses Ziel zu erreichen, will die Organisation ihre Zusammenarbeit mit maßgeblichen Partnern mit Schwerpunkt auf der Europäischen Region fortsetzen, insbesondere bei der Mobilisierung von Finanzmitteln, Sachverstand und Netzwerken, und ihre Kooperationen ausweiten, um die Kapazitäten der Länder u. a. in den Bereichen Überzeugungsarbeit und Wissensgewinnung zu erhöhen. AFEW International sieht WHO/Europa als einen wesentlichen Partner und Verbündeten auf diesem Weg. AGE Platform Europe 3. Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2019–2021: Die Age Platform Europe hat zusammen mit WHO/Europa an gemeinsamen Aktivitäten bei Themen wie Langzeitpflege, Misshandlung älterer Menschen und Bekämpfung von COVID-19 gearbeitet. Vor allem im Jahr 2020 hatte die AGE Platform Europe einen regen bilateralen Austausch mit WHO/Europa bei der Einrichtung des Forums zum Thema Langzeitpflege. Die AGE Platform Europe wurde dazu eingeladen, dem Forum beizutreten, und nahm 2021 an seinen insgesamt fünf Tagungen teil. Sie trug auch sehr aktiv zur Vorbereitung der von den Vereinten Nationen ausgerufenen Aktionsdekade für gesundes Altern bei. 4. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Die Age Platform Europe hat sich bei den zentralen Themen ihrer bisherigen Arbeit ehrgeizige Ziele für Kooperationen in den nächsten drei Jahren gesetzt. Sie wird ihre Beteiligung am Forum zum Thema Langzeitpflege 2022 fortsetzen und auch weiter auf Wünsche eingehen, und zwar vorrangig mit Blick auf bestehende Erkenntnislücken und die Problematik der Misshandlung älterer Menschen. Darüber hinaus wird die AGE Platform Europe sich auch weiter an der Dekade der Vereinten Nationen für gesundes Altern beteiligen und dabei inhaltliche Schwerpunkte auf Altersdiskriminierung (und konkret Sachthemen aus dem Weltbericht der WHO über Altersdiskriminierung) und seniorengerechte Umfelder legen und so älteren Menschen eine Stimme geben. AIDS Healthcare Foundation Europe 5. Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2019–2021: Die AIDS Healthcare Foundation Europe (AHF) hat einige Länder bei der Umsetzung des Aktionsplans für Maßnahmen des Gesundheitswesens gegen HIV in der Europäischen Region der WHO unterstützt, namentlich im Bereich der patientenorientierten HIV- Versorgung, beim Ansatz „Testen und behandeln“, bei der schnellen Therapieeinleitung und bei gemeindenahen Lösungsansätzen. Sie wirkt auch an der Bezugsgruppe HIV-Behandlung (TRG) der Europäischen Region aktiv mit, trägt zur Optimierung der Praxis in der Versorgung von HIV- und EUR/RC72/19 Seite 8 Tuberkulosepatienten bei und nimmt an Veranstaltungen von WHO/Europa sowie an Konsultationen der Europäischen Region zum Thema HIV und Tuberkulose teil. 6. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Die AHF Europe wird die Länder auch weiterhin bei der Umsetzung des Aktionsplans für Maßnahmen des Gesundheitswesens gegen HIV in der Europäischen Region der WHO unterstützen, namentlich beim Austausch vorbildlicher Praktiken in der patientenorientierten HIV-Versorgung, beim Ansatz „Testen und behandeln“, bei der schnellen Therapieeinleitung und bei gemeindenahen Lösungsansätzen. Sie wird zum Fundus an vorbildlichen Praktiken bei der Versorgung von HIV- und Tuberkulosepatienten sowie zu Maßnahmen zur Sensibilisierung der Gesundheitsberufe in der Europäischen Region für Leitlinien der WHO zu Tests, Therapien und Pflegeleistungen in den Bereichen HIV und Tuberkulose beitragen. Ferner will sie auch den Informations- und Erfahrungsaustausch in der Europäischen Region fortsetzen, namentlich über die Einführung von Schnelltests und integrierten Versorgungsmodellen. Schließlich nimmt die AHF Europe auch an Veranstaltungen von WHO/Europa sowie an Konsultationen der Europäischen Region zum Thema HIV und Tuberkulose teil. European Federation of Nurses Associations 7. Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2019–2021: Seit 20 Jahren und insbesondere seit ihrer Akkreditierung für die Teilnahme an den Tagungen des Regionalkomitees arbeitet die European Federation of Nurses Associations (EFN) auf unterschiedliche Weise mit WHO/Europa zusammen, etwa durch Teilnahme an Tagungen des Regionalkomitees und anderen Tagungen der WHO als nichtstaatlicher Akteur mit Beobachterstatus und durch Beiträge zu Beratungen mit dem Ziel, der Stimme von Pflegekräften Gehör zu verschaffen. 8. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Die EFN strebt eine Fortsetzung und Ausweitung ihrer engen Zusammenarbeit mit WHO/Europa und mit dem Regionalkomitee für Europa an. Insbesondere möchte sie die enge Zusammenarbeit mit WHO/Europa fortsetzen, und zwar in den Bereichen Reform der Gesundheitssysteme, Digitalisierung, primäre Gesundheitsversorgung und Pflegepersonal. Zusammen mit WHO/Europa will die EFN prüfen, wie die Kooperation mit Blick auf gemeinsame Prioritäten im Bereich Pflegewesen und Pflegeberufe (Ausbildung, Personalangebot, Qualitätssicherung und Sicherheit) stärker strategisch ausgerichtet werden kann. European Patients’ Forum 9. Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2019–2021: Im Zeitraum 2019–2020 hat das European Patients’ Forum (EPF) eng mit der Vertreterin von WHO/Europa in Brüssel zusammengearbeitet und gemeinsam mit der European Public Health Alliance (EPHA) eine kleine Gruppe von nichtstaatlichen Organisationen mit Sitz in Brüssel für eine engere Zusammenarbeit mit WHO/Europa rekrutiert. Die Planungssitzungen fanden in Brüssel statt. Eine für Anfang 2020 geplante hochrangige Tagung wurde wegen COVID-19 verschoben; seitdem erfolgen sämtliche Kontakte in virtueller Form. Das EPF hat sich an der öffentlichen Konsultation über das Europäische Arbeitsprogramm 2020–2025 – „Gemeinsam für mehr Gesundheit in Europa“ (EPW) beteiligt. Es hat Redner zu von den WHO moderierten Sitzungen des European Health Forum Gastein im Jahr 2019 zum Thema gesundheitliche Ungleichheiten (Titel: „Können sich die Menschen ihre Gesundheitsversorgung leisten? Neue Erkenntnisse über finanzielle Absicherung in der Europäischen Region“) sowie im Jahr 2020 zum Thema Zugang zu Arzneimitteln (Titel: „Den gemeinsamen Rhythmus finden – Auf dem Weg zu einer neuen Vision für die Zusammenarbeit zur Verbesserung des Zugangs zu Arzneimitteln“) entsandt. Ferner veröffentlicht das EPF regelmäßig sachdienliche Informationen an seine Mitglieder in der Europäischen Region. 10. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Das EPF wird seine Zusammenarbeit mit der Oslo-Initiative für Arzneimittel fortsetzen und wartet gegenwärtig auf Bekanntgabe weiterer Einzelheiten für entsprechende Aktivitäten im Jahr 2022. Im Juni 2022 findet der zweite Teil des Kongresses des EPF mit Schwerpunkt auf dem Thema digitale Gesundheit statt, und eine geplante gemeinsame Sitzung mit WHO/Europa soll an der im Jahr 2021 begonnenen Kooperation anknüpfen. Nach den positiven Erfahrungen auf dem Kongress plant das EPF weitere Beratungen mit dem für die Flaggschiff-Initiative EUR/RC72/19 Seite 9 Digitale Gesundheit zuständigen Team bei WHO/Europa, da die digitale Umgestaltung auch zu den Prioritäten des EPF gehört. Seine Arbeit beinhaltet sowohl Konzeptentwicklung als auch Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau, einschließlich einer Initiative für mehr Patientenbeteiligung im Bereich Künstliche Intelligenz. Weiterhin hofft das EPF darauf, zusammen mit dem WHO-Regionaldirektor für Europa eine hochrangige Tagung vorbereiten zu können, um Möglichkeiten für Kooperationen und gemeinsame Maßnahmen zur Unterstützung der Umsetzung des EPW auszuloten. European Respiratory Society 11. Kooperationen mit WHO/Europa im Zeitraum 2019–2021: Die European Respiratory Society (ERS) hat vor allem die Arbeit von WHO/Europa im Bereich der chronischen Atemwegserkrankungen aktiv unterstützt. Dies führte zu verstärkten Interaktionen zwischen beiden Seiten auf Konferenzen und Tagungen sowie zur Intensivierung gemeinsamer Maßnahmen; als Beispiele seien die Beratungen zu Berichten über Themen wie Asthma und COVID-19, die Teilnahme eines Experten an der Konferenz von WHO/Europa zum Thema Vorsorgeuntersuchungen und die Beiträge zur Bekämpfung von COVID-19 durch ein Webinar und nachfolgende Publikationen genannt. 12. Beispiele für geplante Kooperationen im Zeitraum 2022–2024: Die ERS wird die begonnene Zusammenarbeit mit WHO/Europa im Bereich der chronischen Atemwegserkrankungen fortsetzen, und COVID-19 hat mehr denn je die Notwendigkeit der Bekämpfung von Atemwegserkrankungen in der Europäischen Region verdeutlicht. Sie möchte erforderlichenfalls auch die Zusammenarbeit im Bereich der infektiösen Atemwegserkrankungen (u. a. COVID-19, Tuberkulose, Influenza) sowie in den Bereichen Tabakbekämpfung und Luftreinhaltung fortsetzen. Sie wird WHO/Europa bei den drei zentralen Prioritäten des EPW unterstützen, die alle wichtig für die Lungengesundheit sind. Begründung für die Nichtverlängerung der Akkreditierung: Norwegian Cancer Society 13. Die Norwegian Cancer Society (NCS) hat 2019 erfolgreich an zwei Workshops mitgewirkt. Doch während der COVID-19-Pandemie wurden keine Workshops mehr organisiert, und die NCS ist gegenwärtig nicht in der Lage, sich auf einen Aktionsplan für den kommenden Zeitraum zu einigen. Daher erhält die NCS trotz der guten Zusammenarbeit mit WHO/Europa in der Vergangenheit keine Verlängerung ihres Akkreditierungsstatus. Sie bleibt jedoch ein möglicher Partner für künftige Projekte. = = =

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