Organisation mondiale de la santé (OMS)

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Organisation mondiale de la santé
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WELTGESUNDHEITSORGANISATION REGIONALBÜRO FÜR EUROPA WORLD HEALTH ORGANIZATION R E G I O N A L O F F I C E F O R E U R O P E ВСЕМИРНАЯ ОРГАНИЗАЦИЯ ЗДРАВООХРАНЕНИЯ ЕВРО П Е Й С К О Е Р Е Г И О Н А Л Ь Н О Е БЮРО ORGANISATION MONDIALE DE LA SANTE B U R E A U R É G I O N A L DF. L ’E U R O P E REGIONAL C O M M U T E E FOR EUROPE REGIONALKOMITEE FÜR EUROPA COMITE REGIONAL DE L’EUROPE ЕВРО ПЕЙ СК ИЙ РЕ Г И О Н А Л Ь Н Ы Й КОМИТЕТ Vierunddreissigste Tagung EUR/RC34/5 Kopenhagen, 24.-29. September 1984 6263L 28. Mai 1984 Punkt 8 der vorläufigen Tagesordnung ORIGINAL; ENGLISCH b e r i c h t Ub e r d i e v i e r t e Ta g u n g d e s r e g i o n a l e n b e i r a t s f ü r g e s u n d h e i t s f ö r d e r u n g KOPENHAGEN, 24.-26. April 1984 Zweck der vierten Tagung des Regionalen Beirats für Gesundheitsförderung (RHDAC) war es, die überarbeitete Fassung des Dokuments über die Einzelziele zur Unterstützung der Regionalstrategie "Gesundheit 2000" (Dokument EUR/RC34/7) sowie die Aufstellung der Indikatoren und den vorgeschlagenen Aktionsplan zu überprüfen. Der Regionale Beirat für Gesundheitsförderung, der 1980 eingesetzt wurde, um im Rahmen der Ausarbeitung und Durchführung der Regionalstrategie zur Errei­ chung des Ziels "Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000" ("Gesundheit 2000") Rat und Unterstützung zu erteilen, begrüsste im grossen und ganzen die Neufassung des Dokuments über die Einzelziele. Die Mitglieder waren der Auffassung, dass die Stellungnahmen des Regionalkomitees, des Europäischen Beratungsausschusses für medizinische Forschung (EACMR) und der Mitgliedstaaten zur ursprünglichen Version des Dokuments nunmehr in angemessener Weise berücksichtigt worden seien. Die Anzahl der Einzelziele und auch der Umfang des Dokuments seien auf ein vernünftiges Mass zurückgeschnitten worden, ohne dass dabei die Aussagekraft des Dokuments in seiner früheren Form verlorengegangen sei. Die Reduzierung habe auch eine klarere Prioritätensetzung erlaubt. Die Mitglieder des Rates unterstrichen jedoch gleichzeitig die Notwendigkeit, das Dokument weiter zu bearbeiten, insbesondere im Hinblick auf das Kapitel über Forschung, die Auf­ stellung der Indikatoren und den Aktionsplan. Sie vertraten weiterhin die Ansicht, dass den grundlegenden Veränderungen, die die Durchführung der Stra­ tegie "Gesundheit 2000" für die Mitgliedstaaten im Hinblick auf Einstellungen, Massnahmen und Programme mit sich bringen werde, grösserer Nachdruck verliehen werden solle. EUR/RC34/5 6263L Seite 2 1. Einleitung Auf seiner dreiunddreissigsten Tagung in Madrid im September 1983 prüfte das Regionalkomitee für Europa die erste Fassung des Dokuments über die Einzelziele zur Unterstützung der Regionalstra­ tegie "Gesundheit 2000" (Dokument EUR/RC33/9). Das Komitee nahm die Resolution EUR/RC33/R4 an, in der es den Regionaldirektor ersuchte, das obengenannte Dokument im Lichte der eingegangenen Stel­ lungnahmen zu überprüfen und dem Regionalen Beirat für Gesundheitsförderung (RHDAC) die überarbei­ tete Fassung zusammen mit den entsprechenden Indikatoren und dem Aktionsplan vorzulegen, bevor das Dokument dem Regionalkomitee 1984 auf seiner vierunddreissigsten Tagung in seiner endgültigen Form unterbreitet wird. Die vierte Tagung des RHDAC fand vom 24. bis 26. April 1984 am Sitz des Regionalbüros für Europa in Kopenhagen statt, mit dem Ziel, die Neufassung dieses Dokuments zu überprüfen. In seiner Eröffnungsrede betonte der Regionaldirektor, Dr. Leo A. Kaprio, dass während des langjährigen Ausarbeitungsprozesses des Dokuments wichtige Klärungen herbeigeführt worden seien. Die neueste, dem Rat nunmehr vorliegende Fassung des Dokuments beziehe sich auf die Region insge­ samt, habe jedoch keinen normativen Charakter, sondern sei eher als Grundsatzdokument gedacht, das die Mitgliedstaaten dazu anregen solle, ihre eigenen Strategien und Einzelziele für "Gesund­ heit 2000" auszuarbeiten. Professor B. Abel-Smith führte den Vorsitz und Herr A. Grimsson wurde zum Berichterstatter ernannt. Eine Teilnehmerliste findet sich im Anhang zu diesem Bericht. 2. Allgemeine Diskussion Der Direktor für Programm-Management, Dr. J.E. Asvall, erläuterte die im Dokument über die regionalen Einzelziele in Anbetracht der vom Regionalkomitee, den Mitgliedstaaten und dem Euro­ päischen Beratungsausschuss für medizinische Forschung (EACMR) abgegebenen Stellungnahmen vorge­ nommenen Änderungen. Er bat den RHDAC insbesondere um eine Stellungnahme zur Gesamtaussage des Dokuments, den für die Zielsetzung gewählten Gebieten, der Formulierung der Einzelziele und der Prioritätensetzung. Bevor die Teilnehmer die einzelnen Kapitel des Dokuments nacheinander durchsprachen, wurden vier allgemeine Punkte erörtert: 1. Form und Gliederung des Dokuments 2. Anzahl der Einzelziele 3. Regionalziele gegenüber Länderzielen 4. Quantifizierung der Einzelziele. 2.1 Form und Gliederung des Dokuments Die Teilnehmer waren der Ansicht, dass die gegenwärtige Gliederung des Dokuments durchaus akzeptabel sei, obwohl einige Teilnehmer der Auffassung waren, dass durch die Straffung des Doku­ ments ein Teil der Aussagekraft der ursprünglichen Fassung verlorengegangen sein könnte. Um dem entgegenzuwirken, schlugen einige Teilnehmer vor, einen Teil der Schlussfolgerungen, in denen die Notwendigkeit, Veränderungen herbeizuführen, sowie die Verantwortung der verschiedenen Beteiligten zum Ausdruck gebracht wird, in die Einleitung vorzuziehen. Es wurde ebenfalls Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass in vielen Fällen Politiker und Entscheidungsträger den Gesundheits­ sektor als unproduktiv ansehen. Es sollte in dem Dokument unmissverständlich klargemacht werden, dass die Gesundheit eine unabdingbare Voraussetzung für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung ist. Auch die Frage, ob es angebracht wäre, verschiedene, auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Leserschaften zugeschnittene, Kurzfassungen des Dokuments zu erstellen, wurde aufgeworfen. Die Mitglieder waren der Ansicht, dass die vorliegende Fassung des Dokuments dem Regionalkomitee als endgültige Fassung vorgelegt werden solle. Auf der Grundlage dieses Dokuments könnten dann andere, zielgerichtetere Fassungen erstellt werden, die für die in Gesundheitsberufen Tätigen, die breite Öffentlichkeit und sonstige Zielgruppen leichter erhältlich wären. Ein Teilnehmer erinnerte an die Aussage des EACMR, dass es von Bedeutung sei, den wirtschaft­ lichen Implikationen der Einzelziele, den ethischen Überlegungen, die hier hereinspielen, und der Notwendigkeit, erzielte Fortschritte fortlaufend zu evaluieren, grössere Bedeutung beizumessen. EUR/RC34/5 6263L Seite 3 2.2 Anzahl der Einzelziele Die Mitglieder des Rates vertraten die Auffassung, dass die zahlenmässige Reduzierung der Einzelziele den Forderungen entspreche, die auf der dreiunddreissigsten Tagung des Regionalkomitees vorgebracht wurden, und dass die Anzahl der beibehaltenen Ziele die Aussagekraft des Dokuments nicht merklich geschwächt habe. Sie waren ebenfalls der Auffassung, dass die überarbeitete Fassung sämtliche der im vorherigen Entwurf behandelten Hauptaspekte abdecke. 2.3 Regionalziele gegenüber Länderzielen Der Rat begrüsste den Vorschlag, Ziele für die gesamte Region aufzustellen, unterstrich jedoch die Notwendigkeit, den zwischen den einzelnen Ländern im Hinblick auf Gesundheitssituation, sozio- ökonomisches Gefüge und politisches System bestehenden Unterschieden stärker Rechnung zu tragen. Der Rat empfahl daher, stärker von der für einige Ziele bereits gewählten erläuternden Darstel­ lungsform Gebrauch zu machen. Es kann dabei auf zwei Arten der erläuternden Beschreibung zurückge­ griffen werden: zum einen auf die epidemiologische Darstellungsform und zum anderen vielleicht eher auf eine Beschreibungsform operationeller Art. Nach Ansicht des Rates würde auf diese Weise die regionale Perspektive stärker hervorgehoben, während gleichzeitig die individuellen Merkmale der jeweiligen Länder Berücksichtigung fänden. 2.4 Quantifizierung der Einzelziele Die Mitglieder des Rates vertraten die Auffassung, dass die Einzelziele im allgemeinen soweit wie möglich quantifizierbar sein sollten, und einige Teilnehmer unterstrichen mit allem Nachdruck, dass nicht vor der spezifischen Quantifizierung von Einzelzielen in bedeutenden Bereichen zurückge­ schreckt werden solle, selbst wenn dies in politischer Hinsicht unbequem sei. Zum Zwecke der Quantifizierung sollten Daten in den Mitgliedstaaten in grösserem Umfang bereitgestellt werden als es gegenwärtig der Fall ist, da sie zur Bewertung der Tendenzen im Gesundheitssektor eines Landes von grundlegender Bedeutung seien. Wann immer möglich, sollten sie auch anderen Ländern zur Verfügung gestellt werden, so dass Tendenzvergleiche zwischen den einzel­ nen Ländern vorgenommen werden könnten. Die Mitgliedstaaten sollten daher angehalten werden, Fak­ ten und Meinungen untereinander auszutauschen, um so eine Tendenzüberwachung zu ermöglichen, ihnen bei der Analyse ihrer eigenen Situation im Verhältnis zu der anderer Länder zu helfen, und um aus den Erfahrungen anderer zu lernen. Auch die Notwendigkeit, im Rahmen der Überwachung der bei der Strategie "Gesundheit 2000" erzielen Fortschritte Mortalitäts- und Morbiditätsdaten jeweils auf soziale Klassen zu beziehen, wurde hervorgehoben. 3. Diskussion der einzelnen Kapitel 3.1 Kapitel 1; Voraussetzungen für eine gute Gesundheitslage Der Rat unterstützte den Vorschlag, das Kapitel über Voraussetzungen für eine gute Gesund­ heitslage zum ersten Kapitel des Dokuments zu machen, da die Voraussetzungen auf diese Weise ihrer Bedeutung entsprechend zur Geltung kämen. Er begrüsste auch die Tatsache, dass dieses Kapitel in der überarbeiteten Fassung des Dokuments keine spezifischen Einzelziele enthält. Es sollte in dem Dokument jedoch ausdrücklich unterstrichen werden, dass zur Gewährleistung dieser Voraussetzungen eine Koordinierung der Aktivitäten der verschiedenen VN-Organisationen erforderlich ist. Die Mit­ glieder des Rates begrüssten weiterhin die Zusammenfassung einiger der Themen sowie auch die Ergän­ zung dieses ersten Kapitels durch einen Hinweis auf die erforderliche Unterstützung durch Politiker und die Öffentlichkeit. Die Notwendigkeit verstärkter internationaler Zusammenarbeit sollte klar zum Ausdruck gebracht werden, und zwar nicht nur, um eine umfassende Unterstützung für die Strate­ gie "Gesundheit 2000" zu gewährleisten, sondern auch, um für alle Menschen in den Ländern der Region die Voraussetzungen zu schaffen, sich einer besseren Gesundheit zu erfreuen. Der Rat war der Ansicht, dass der Geltungsbereich dieses Kapitels nicht auf die Region beschränkt sein sollte, sondern dass gleichzeitig der wichtige Beitrag anerkannt werden sollte, den die Region zur Gewähr­ leistung dieser Voraussetzungen für die Bevölkerung aller Länder der Welt leisten könne. Auch Anmerkungen zu einzelnen Unterabschnitten wurden gemacht. Im Hinblick auf den die Kriegsangst betreffenden Abschnitt sollte betont werden, dass nicht nur ein Nuklearkrieg, sondern ebenfalls ein konventioneller Krieg eine Bedrohung für den Menschen darstelle. Die Befreiung der Menschen von Kriegsangst sollte dabei nicht auf Europa beschränkt sein. In dem Unterabschnitt betreffend die Chancengleichheit für alle sollte besonderer Bezug auf den ungleichen Status der Frau genommen werden, und zwar unter Heranziehung der auf der Konferenz über Frauen und Gesundheit 1983 in Peebles erörterten Themen. In dem Absatz betreffend die Unterstützung durch Politiker und die Öffentlichkeit sollte schliesslich nicht unerwähnt bleiben, dass eine Dezentralisierung im EUR/RC34/5 6263L Seite 4 Gesundheitswesen mit grösserem Erfolg in den Ländern erzielt werden konnte, in denen das gesamte Verwaltungssystem bereits eine dezentralisierte Struktur aufweist. Unterstützung werde auch benö­ tigt, um eine Verlagerung innerhalb der verschiedenen Verwaltungsstrukturen insgesamt bewirken zu können. 3.2 Kapitel 2: Gesundheit für alle in Europa bis zum Jahr 2000 Der Rat stimmte der vorgeschlagenen Umstrukturierung dieses Kapitels mit gewissen Vorbehalten zu. Er war jedoch der Ansicht, dass die früheren, in diesem Kapitel gewählten Titel, d.h. "älter werden - aktiv bleiben", "gesünder leben" und "länger leben", die Aussage dieses Kapitels besser zum Ausdruck gebracht hätten und daher wieder in die endgültige Fassung des Dokuments aufgenommen werden sollten. Die Mitglieder unterstrichen die Notwendigkeit, Einzelziele so zu formulieren, dass sie sämtlichen Ländern der Region als Anregungen dienen könnten. Sie vertraten auch die Ansicht, dass den spezifischen Problemen, denen die Entwicklungsländer gegenüberstehen, in den Ein­ führungspassagen zu einigen Einzelzielen sowie auch in der Formulierung der Ziele selbst in der vorliegenden Fassung des Dokuments nicht genügend Nachdruck verliehen werde. Die aktuellen spezi­ fischen Probleme dieser Länder sollten stärker hervorgehoben werden, und es solle auch darauf geachtet werden, Einzelziele so zu quantifizieren, dass sie sowohl für die Entwicklungsländer als auch für die industrialisierten Länder der Region als Anregungen dienen und in politischer Hinsicht interessant sein könnten. Ein Teilnehmer wies darauf hin, dass einige der Einzelziele etwas statisch seien und dass mehr Dynamik in sie einfliessen solle. Er unterstrich, dass die Konsequenzen der Einzelziele sorgfälti] abgewogen und der Einfluss neuer technologischer Entwicklungen sowohl im Hinblick auf die Schaffunj neuer Probleme als auch auf entsprechende Lösungsmöglichkeiten in angemessener Weise berücksichtigt werden solle. Es wurde ebenfalls angeregt, sicherzustellen, dass die früheren Einzelziele betref­ fend ischämische Herzkrankheiten, Krebs und Unfälle in ihrem spezifischen Aussagegehalt beibehalten werden, was sich durch die Einfügung geeigneter Erläuterungen in die neuen Einzelzielformulierungen erzielen liesse. Es wurde die Auffassung vertreten, dass in dem neuen Ziel 1 betreffend die Förderung der gesundheitlichen Möglichkeiten stärkeres Gewicht auf die Möglichkeiten für jugendliche Wanderar­ beitnehmer gelegt werden sollte, ihre Gesundheit zu entfalten und in vollem Umfang zu nutzen. In gleicher Weise sollte mehr Nachdruck auf die älteren Menschen gelegt werden, insbesondere im Hin­ blick auf die Ziele betreffend den Abbau der Chancenungleichheit im Gesundheitswesen, Unfälle und Suizid. Schliesslich machten die Teilnehmer konkrete Abänderungs- und Umformulierungsvorschläge für die Ziele sowie auch für die Textstellen, die sich auf Problemdarstellungen und Lösungsvor­ schläge beziehen. 3.3 Kapitel 3: Gesundheitsfördernde Lebensweise Der Rat widmete diesem Kapitel besondere Aufmerksamkeit, da es auf der Tagung des Regional­ komitees Gegenstand ausgedehnter Diskussionen war, zahlreiche Stellungnahmen von seiten der Mit­ gliedstaaten bewirkt hat und das Thema der Technischen Diskussionen auf der dreiunddreissigsten Tagung des Regionalkomitees im September 1983 war. Die Mitglieder des Rates sprachen sich einstimmig für die neue Darstellungsform dieses Kapi­ tels aus. Die Umformulierung des Einzelziels über das Rauchen in die positive Aussage, dass Nicht­ rauchen eine gesundheitsförderliche Verhaltensweise darstelle, wurde z.B. als wesentliche Verbes­ serung angesehen. Es herrschte allgemeine Übereinstimmung darin, dass die positive Formulierung von Zielen und vorgeschlagenen Massnahmen auf den Leser des Dokuments sehr viel ansprechender wirke. Da es sich bei der Familienplanung um einen Aspekt von grundlegender Bedeutung handelt, wurde vorgeschlagen, dieses Thema in einem eigenen Ziel darzustellen. Das Sekretariat merkte an, dass auf der 1974 in Bukarest abgehaltenen Weltbevölkerungskonferenz die Freiheit des einzelnen im Bereich der Familienplanung unterstrichen worden war und dass auf diese Aussage sowie auch auf die entsprechenden Resolutionen der Weltgesundheitsversammlung Bezug genommen werden sollte. Auch ethische Überlegungen wurden angesprochen, insbesondere im Hinblick auf die neuen Fertilisations­ verfahren, und es wurde die Auffassung vertreten, dass auch auf derartige Überlegungen im Text kurz eingegangen werden sollte. Der in dem neuen Ziel 13 verwendete Begriff "Sozialpolitik" gab Anlass zu länglichen Diskus­ sionen, da der Begriff in verschiedenen Sprachen und verschiedenen Ländern unterschiedliche Bedeu­ tungen hat. Von seiten des Regionalbüros wurde erläutert, dass dieser Begriff im Sprachgebrauch der WGO normalerweise die Bereiche Gesundheit, Sozialfürsorge und Wirtschaftspolitik umfasst, dass jedoch in der endgültigen Fassung des Textes besonders sorgfältig darauf zu achten sei, dass hier EUR/RC34/5 6263L Seite 5 keine Verwirrung entstehe. Auch der Begriff "Primäre soziale Gruppen" bedürfe der Klärung. Es wurde unterstrichen, dass der Begriff "Familie" in zahlreichen Ländern heutzutage sehr viel weit­ gehender interpretiert werde, als aus dem vorliegenden Text ersichtlich. Obwohl zunächst der Vorschlag gemacht wurde, die in der Neufassung enthaltenen Ziele 13-15 (betreffend die Schaffung von Voraussetzungen für eine gesunde Lebensweise) in das Kapitel über die Voraussetzungen für eine gute Gesundheitslage vorzuziehen, wurde letztendlich beschlossen, sie in ihrem ursprünglichen Kapitel zu belassen. Es wurde ebenfalls vorgeschlagen, im Text deutlicher herauszustellen, dass Fachkräfte in Gesundheitsberufen im Rahmen der Förderung einer gesunden Lebensweise als spezielle Zielgruppe angesehen werden sollten, da sie in ihrer Stellung prädesti­ niert seien, mit gutem Beispiel voranzugehen und so eine wichtige Botschaft zur Gesundheitsförde- rung weiterzugeben und gleichzeitig die Funktion von Gesundheitserziehern der Öffentlichkeit wahr­ zunehmen. 3.4 Kapitel 4: Gesundheitsbezogener Umweltschutz Der Rat begrüsste das neue Format dieses Kapitels sowie die Ergänzung und Zuammenfassung der entsprechenden Ziele. Er betonte jedoch, dass die für die Erreichung mehrerer Ziele festgesetzten Daten verfrüht seien. Dies treffe in noch grösserem Masse auf die Entwicklungsländer der Region zu als auf die Industriestaaten. Zu jedem Einzelziel solle eine ausführliche Beschreibung gegeben werden, in der betont wird, dass es zur Erreichung vieler dieser Ziele für die Region insgesamt von Bedeutung sei, im technologischen, politischen und wirtschaftlichen Bereich auf internationaler Ebene zusammenzuarbeiten. Die Teilnehmer hoben hervor, dass in diesem Kapitel der Schwerpunkt auf dem Schutz vor Gefähr­ dungen durch physikalische Faktoren und Chemikalien liege, die zumindest teilweise eine Folge der jüngeren industriellen und wirtschaftlichen Entwicklung seien. Ein Teilnehmer wies darauf hin, dass das Kapitel in seiner gegenwärtigen Fassung so ausgelegt werden könne, als würde eine Weiter­ entwicklung in dieser Richtung befürwortet. Er schlug vor, dass entweder in diesem Kapitel oder in dem Kapitel über Voraussetzungen für eine gute Gesundheitslage hervorgehoben werden solle, wie wichtig es sei, eine bessere Bestandsaufnahme zwischen dieser Entwicklung und den begrenzten Res­ sourcen unseres Planeten durchzuführen. Gegenwärtige Entwicklungstendenzen könnten verhängnisvolle Auswirkungen haben. Er schlug weiterhin vor, die Tatsache hervorzuheben, dass einige Regionen der Welt den ihnen gerechterweise zustehenden Anteil an den Ressourcen der Welt noch nicht erhalten haben. Es wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Gefährdungen durch physikalische Faktoren und Chemikalien in unserer heutigen Umwelt möglicherweise nicht die schwerwiegendste Bedrohung für die Gesundheit darstellen. Der Tatsache, dass soziale und psychologische Faktoren sich weitaus schädlicher auf die Gesundheit auswirken könnten, solle in dem vorliegenden Dokument grösseres Gewicht verliehen werden. Es wurde ebenfalls erwähnt, dass die Verantwortung und die Rolle des einzelnen, sich vor solchen Gefahren zu schützen, geringer sei als die Verantwortung der Behörden für einen solchen Schutz. In dieser Hinsicht solle eine grössere Ausgewogenheit erzielt werden. Schliesslich solle nicht nur auf die Eindämmung von Umweltgefahren Nachdruck gelegt werden, sondern ebenfalls auf die Entwicklung umweltfreundlicher Alternativen. Der Begriff "Sozialpolitik" in Ziel 18 der Neufassung wurde als zu restriktiv angesehen, und es wurde der Vorschlag gemacht, auch auf die Wirtschaftspolitik Bezug zu nehmen. Im Hinblick auf die in der Erläuterung zu Ziel 19 gemachte Aussage, dass in der Öffentlichkeit eine übertriebene Angst vor Umweltgefahren herrsche, wurde die Auffassung vertreten, dass hier gewisse Vorbehalte zum Ausdruck gebracht werden sollten, da in der Realität oft das Gegenteil der Fall zu sein scheine. Unter Ziel 20 betreffend die Wasserverschmutzung sollte Massnahmen zur Sicherung der Güte sämtli­ cher Arten von Gewässern mehr Nachdruck verliehen werden. Ziel 22 betreffend die Lebensmittel­ sicherheit sollte auf die ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln sowie auch die Verfügbarkeit unbedenklicher Nahrungsmittel ausgedehnt werden. Hierzu wurde ebenfalls angemerkt, dass der Begriff der Sicherheit sich nicht auf Lebensmittel beschränken, sondern sich auf sämtliche Konsum­ güter erstrecken sollte, wobei besonders auf die Verantwortung der Hersteller verwiesen werden sollte, die Sicherheit ihrer Produkte für den Verbraucher zu garantieren. Im Hinblick auf den Abschnitt über Wohn- und Siedlungswesen wurde die Auffassung vertreten, dass Unfälle im häuslichen Bereich stärker hervorgehoben werden sollten, wobei nicht nur sichere bauliche Strukturen, sondern auch die Ausstattung eines Haushaltes Berücksichtigung finden soll­ ten. Der Begriff "Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz" in dem Unterabschnitt über Arbeitsplatzver­ hältnisse sollte durch den Begriff "berufsbedingte Risiken" ersetzt werden, da dieser Begriff weni­ ger restriktiv sei. Weiterhin wurde befürwortet, die positiven, umfassenderen Aspekte einer gesun­ den Tätigkeit und einer gesunden Arbeitsumgebung stärker hervorzuheben. Schliesslich solle auch Nachdruck auf die Freizeitumgebung und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken gelegt werden, da mit den sich ändernden Arbeitsstrukturen mehr Zeit in einer solchen Umgebung verbracht würde. EUR/RC34/5 6263L Seite 6 3.5 Kapitel 5: Bedarfsgerechte Versorgung Die Mitglieder des Rates stimmten den in diesem Kapitel vorgenommenen Änderungen im grossen und ganzen zu, machten jedoch mehrere konkrete Vorschläge. Die Notwendigkeit, Ausbildungsprogramme und Lehrpläne für die im Gesundheitswesen Tätigen zu ändern, um die vorgeschlagene Neuausrichtung der Gesundheitsdienste erzielen zu können, sollte stärker hervorgehoben werden. Die bestehende Kluft zwischen der Ausbildung der im Gesundheitswesen Tätigen und den tatsächlichen Gegebenheiten der bestehenden Gesundheitsversorgungssysteme sollte klar zum Ausdruck gebracht werden. Es wurde darauf verwiesen, dass die gegenwärtige Ausbildung von Gesundheitspersonal den Bedürfnissen älterer Menschen und geistig Behinderter nicht gerecht werde und auch Aspekte der Kostendämpfung sowie die ethischen Fragen, die oft mit der Entwicklung von Gesundheitsversorgungsdiensten in Zusammenhang stünden, unberücksichtigt lasse. Um diese Kluft zu überbrücken, müssten Gesundheitsversorgungs- strategien und -programme mit Planungsmassnahmen zur Arbeitskräfteentwicklung einhergehen. In die­ sem Zusammenhang wurde auch die Notwendigkeit entsprechender Weiterbildungsmassnahmen erwähnt. Gleichzeitig sei es von Bedeutung, eine entsprechende Versorgungsqualität zu gewährleisten. Das diesen Aspekt betreffende Ziel sollte so abgefasst werden, dass daraus klar hervorgehe, dass die systematische Qualitätssicherung ein fester Bestandteil des Gesundheitsversorgungssystems ist. Es wurde die Auffassung vertreten, dass in diesem Abschnitt durchaus darauf hingewiesen werden könnte, dass die Enthumanisierung der Gesundheitsversorgung zumindest aus der Sicht des Leistungs­ empfängers das grösste Problem darstelle, dem folglich mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden soll­ te. Die Mitglieder des Rates unterstrichen auch, dass dieses Kapitel zwar die Notwendigkeit her­ vorhebe, die Entscheidungsfindung zu dezentralisieren und auf die regionale und lokale Ebene zu verlagern, dass jedoch auch deutlich gemacht werden sollte, dass die Voraussetzung für eine Dezen­ tralisierung des Gesundheitssektors die Dezentralisierung des Verwaltungsapparates im allgemeinen sein kann. 3.6 Kapitel 6: Förderung und Entwicklung der Forschung Am 16. April 1984 kam ein Unterausschuss des EACMR zusammen, mit dem Auftrag, dieses Kapitel umzuformulieren. Professor H. Danielsson, Mitglied des EACMR, unterbreitete dem Rat die Neufassung dieses Kapi­ tels. Er betonte, dass die Gesundheitsforschung ein breit gefächertes Spektrum an Disziplinen abdecke, angefangen von der Molekularbiologie bis hin zur Soziologie. Nach Ansicht des EACMR genüge es nicht, eine gesundheitsfördernde Lebensweise anzunehmen und in einer gesunden Umwelt zu leben, um die Ziele der Strategie "Gesundheit 2000" zu erreichen. Es bestehe eine besondere Not­ wendigkeit der Interaktion zwischen der Forschungsgemeinschaft und den Gesundheitsbehörden. Schliesslich dürften auch die Bedeutung von Qualität, Anwendungsmöglichkeiten und Folgen der For­ schung nicht unterschätzt werden, und eine Analyse der ethischen Aspekte der Prävention sei drin­ gend erforderlich. In der darauffolgenden Diskussion erklärten die meisten Redner, dass die Neufassung von Kapi­ tel 6 immer noch nicht in ausreichendem Masse mit den anderen Teilen des Dokuments übereinstimme und vom Regionalbüro umgeschrieben werden müsse, welches dafür Sorge tragen solle, dass dieses Kapitel in Inhalt und Aussagekraft durchweg mit den anderen Kapiteln in Einklang stehe. Es wurde darauf hingewiesen, dass in diesem Kapitel eher neuere Tendenzen und Entwicklungen behandelt werden sollten und nicht so sehr die Geschichte der medizinischen Forschung. Auch eine grössere Ausgewo­ genheit zwischen biomedizinischer, soziologischer und Gesundheitssystem-Forschung sollte erzielt werden. Schliesslich sollte in diesem Kapitel auch auf die Notwendigkeit hingewiesen werden, den Benutzern der Gesundheitsdienste ein Mitspracherecht bei der Aufstellung von Forschungsprioritäten einzuräumen. 3.7 Kapitel 7: Unterstützende Massnahmen zur Entwicklung des Gesundheitswesens Der Rat stimmte den in diesem Kapitel vorgenommenen Änderungen grundsätzlich zu. Einige Teil­ nehmer waren der Ansicht, dass aufgrund der Bedeutung der Ausbildung von Gesundheitspersonal auf die künftige Ausrichtung des Gesundheitsversorgungssystems hin dieser Aspekt ein eigenes Kapitel verdiene, was auch auf die Forschung zutreffe. Andere Teilnehmer erkannten zwar die Bedeutung die­ ses Themas an, vertraten jedoch die Auffassung, dass dieser Punkt nicht an Gewichtigkeit verlieren würde, wenn er in diesem Kapitel belassen würde. Es wurde vorgeschlagen, dass ungeachtet der Form des endgültigen Dokuments drei Hauptthemen behandelt werden sollten: Personalplanung, die Ausbil­ dung von Fachkräften in Gesundheitsberufen und schliesslich die (akademische und nicht-akademische) Fort- und Weiterbildung von Gesundheitspersonal. Auch die Bedeutung des Gesundheitsinformations­ systems wurde erwähnt, jedoch unter gleichzeitiger Betonung der technologischen, ökonomischen und politischen Schwierigkeiten, die sich bei der Aufstellung eines solchen Informationssystems erge­ ben. Es sollten Massnahmen ergriffen werden, und vorrangige Massnahmen in wichtigen Bereichen EUR/RC34/5 6263L Seite 7 sollten nicht grundlos aufgeschoben werden, weil keine vollständigen und präzisen Informationen zur Verfügung stünden. Eine Verbesserung der vorhandenen Kenntnisse sollte die Grundlage für die Eva­ luierung und Entwicklung eines Informationssystems bilden. Die Rolle der WGO bei der Aufstellung eines geeigneten Informationssystems müsse hervorgehoben werden, sowohl im Hinblick auf die Ent­ wicklung der geeigneten Methodologie als auch auf die Verbreitung von Daten der verschiedenen Län­ der der Region. Es wurde ebenfalls vorgeschlagen, in den Zielen die tatsächlichen Gegebenheiten in Ländern mit dezentralisiertem Aufbau stärker zu berücksichtigen. Nachdruck solle nicht aus­ schliesslich auf Bemühungen auf nationaler Ebene gelegt werden, sondern ebenfalls auf die Anstren­ gungen zentraler, regionaler und kommunaler Behörden. Ein Teilnehmer regte schliesslich an, den Punkt Gesundheitstechnologiebewertung in Kapitel 5 über die bedarfsgerechte Versorgung zu überneh­ men, wodurch dieser Punkt gleichzeitig unter dem Gesichtspunkt der Versorgungsqualität behandelt würde. 3.8 Schlussfolgerungen Die Mitglieder des Rates unterstützten zwar das neue Format des überarbeiteten Abschnitts über die Schlussfolgerungen, merkten jedoch an, dass die in der Neufassung enthaltenen Kriterien und Prioritäten im Hinblick auf die für die Prioritätensetzung angeführten Kriterien Verwirrung hervor­ rufen könnten. Es wurde daher vorgeschlagen, die Arten der in dem Dokument aufgeführten Prioritä­ ten deutlicher herauszustellen: Prioritäten für die Verbesserung der Gesundheit, Prioritäten für die Entwicklungen, die im Gesundheitsbereich erforderlich sind, um diese Verbesserungen zu erzie­ len, oder Prioritäten betreffend die Massnahmen, die erforderlich sind, um Mitgliedstaaten oder einzelne Bevölkerungsgruppen in denselben dazu zu motivieren, sich für die Strategie "Gesund­ heit 2000" zu engagieren. Im Hinblick auf die Unterscheidung von Prioritäten auf der Grundlage des unterschiedlichen Entwicklungsstandes einzelner Länder sollte Nachdruck auf die Bedürfnisse unter­ schiedlicher Bevölkerungsgruppen in der Region gelegt werden, da unterschiedliche Gruppen, sowohl in Entwicklungs- als auch in Industrieländern, ähnlichen Gesundheitsproblemen gegenüberzustehen scheinen. Auf diese Weise wäre es auch möglich, gezieltere Massnahmen im Hinblick auf den in Kapi­ tel 2 angesprochenen Grundsatz der Chancengleichheit, sowohl zwischen verschiedenen Ländern als auch innerhalb einzelner Länder, zu ergreifen. Die Teilnehmer kamen schliesslich überein, einen Teil der Schlussfolgerungen in die Einleitung des Dokuments vorzuziehen, um so von Anfang an auf die erforderlichen Massnahmen aufmerksam zu machen sowie auch auf die Verantwortung derjenigen, die mit der Einleitung dieser Massnahmen befasst sind. 4. Indikatoren In der Einleitungspassage des Dokuments ICP/EXM 001/m01/6 mit dem Titel "Indikatoren zur Fort­ schrittskontrolle in Verbindung mit der Strategie "Gesundheit 2000" in der Europäischen Region (Vorschlag)" wurde der Rat an die Resolutionen und Entscheidungen des Exekutivrats und der Weltge­ sundheitsversammlung betreffend das Evaluierungsverfahren erinnert, insbesondere an Resolu­ tion WHA35.23. Es wurde darauf hingewiesen, dass die regionalen Indikatoren in direktem Zusammen­ hang mit den vorgeschlagenen regionalen Einzelzielen ausgearbeitet worden sind. Es wurden "sub­ stantielle" und "fakultative" Indikatoren vorgeschlagen, die zur besonderen Verwendung bei der Überwachung des nationalen Fortschritts sowie bei der Evaluierung der im Rahmen der Strategie "Gesundheit 2000" erzielten Fortschritte gedacht sind, und schliesslich auch zur Verwendung für regionale Bewertungsmassnahmen. Die Angaben zu Dreiviertel der substantiellen Indikatoren könnten bereits vorhandenen, routinemässig zusammengetragenen Informationen entnommen werden, sowie auch Informationen für die globale Berichterstattung und qualitativen Aussagen nationaler Behörden über einen vorhandenen oder fehlenden Planungsapparat etc. Um Angaben zum letzten Drittel der Indika­ toren machen zu können, seien in den meisten Fällen Stichprobenerhebungen erforderlich. Die Mit­ glieder des Rates wurden über die Absicht des Regionalbüros unterrichtet, eine kleine Experten­ gruppe einzuberufen, um die Liste der regionalen Indikatoren auf der Grundlage der vom RHDAC und der Beratungsgruppe für Programmentwicklung (CGPD) gemachten Anmerkungen in ihre endgültige Form zu bringen. In der Diskussion herrschte allgemeine Übereinstimmung, eher regionale Indikatoren aufzustel­ len. Mehrere Teilnehmer äusserten sich jedoch besorgt über die Anzahl der Indikatoren und die Berichterstattungshäufigkeit. Im Falle mehrerer Indikatoren seien spezielle Stichprobenerhebungen erforderlich, und in einigen Fällen wäre es ratsam, wenn die WGO derartige Erhebungen auf regiona­ ler Ebene koordinieren würde. Es müsse sorgfältig darauf geachtet werden, Indikatoren aufzustel­ len, die für den 'internationalen Vergleich geeignet sind, und entsprechende Möglichkeiten zu wäh­ len, den nationalen Behörden und der Öffentlichkeit die entsprechenden Bewertungsergebnisse zu übermitteln. Die WGO sollte ebenfalls Aktivitäten im Bereich der Datenübertragung und den damit verbundenen Fragen des Datenschutzes in Angriff nehmen. Es wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, die Indikatoren nach spezifischen Bevölkerungsgruppen innerhalb der Länder aufzugliedern, insbeson­ dere nach sozioökonomischen und beruflichen Gesichtspunkten. Es wurde insbesondere angeregt, mehr EUR/RC34/5 6263L Seite 8 Information über folgende Problembereiche zur Verfügung zu stellen: ältere Menschen, Versorgungs­ dienste für ältere Menschen, Qualitätsbewertung, Messung von Behinderungen, soziale Fürsorge, Fami­ lienplanung, Einbeziehung der Bevölkerung, Verfügbarkeit von Arzneimitteln, Krebsmorbidität und die Identifizierung stark gefährdeter Bevölkerungsgruppen. Nationale Experten sollten soweit wie mög­ lich an der weiteren Ausarbeitung regionaler Indikatoren beteiligt werden. 5. Aktionsplan Das Regionalbüro unterrichtete die Mitglieder des Rates davon, dass der Aktionsplan noch nicht so weit gediehen sei wie die anderen zur Diskussion stehenden Dokumente und dass noch sehr viel daran gearbeitet werden müsse, bevor er dem Regionalkomitee vorgelegt werden könne. Die Mitglieder unterstrichen, dass der vorläufige Aktionsplan selbstverständlich mit dem Dokument über die Einzel­ ziele und dem globalen Aktionsplan eng Zusammenhänge und auch früheren Entscheidungen des Exekutiv­ rates und der Weltgesundheitsversammlung entspreche. Ihrer Auffassung nach sollte jedoch in den vorläufigen Aktionsplan die Tatsache, dass die Gesundheitsversorgungssysteme der verschiedenen Mit­ gliedstaaten unterschiedlich gut ausgebaut sind, stärker zum Ausdruck kommen. Sie waren ebenfalls der Ansicht, dass der Aktionsplan nicht zu normativ gehalten sein, sondern die erforderliche Flexi­ bilität aufweisen sollte, so dass die Länder ihre eigenen Prioritäten und Strategien aufstellen könnten. Der Rat war schliesslich der Ansicht, dass eine zu häufige Berichterstattung durch die Mitgliedstaaten vorgesehen sei und dass dieser Punkt noch einmal genau überdacht werden solle. Nach Ansicht einiger Teilnehmer war das Datum für die Berichterstattung über Evaluierung und Zweck­ dienlichkeit der Regionalstrategie im Jahre 1985 etwas verfrüht. In diesem Punkt seien sie jedoch an einen bereits für die gesamte WGO festgesetzten Evaluierungszyklus gebunden. EUR/RC34/5 6263L Seite 9 Anhang 1 TEILNEHMERVERZEICHNIS Professor В. Abel-Smith Department of Social Science and Administration, London School of Economics and Political Science, London, Vereinigtes Königreich (Vorsitzender) Dr. E.D. Acheson Chief Medical Officer, Department of Health and Social Security, London, Vereinigtes Königreich Professor M.T. Alaoui Leiter der Abteilung für technische Angelegenheiten, Ministerium für öffentliches Gesundheits­ wesen, Rabat, Marokko Professor F. Baro Leiter des Saint Camille Universitätsinstituts für Psychiatrie, Katholische Universität Löwen, Bierbeek, Belgien Professor M. Benhassine Generaldirektor des Pasteur Instituts von Algerien, Algier, Algerien Frau C. de la Cuesta Lehrkraft für das Pflegefachwesen, Abteilung für Krankenpflege im öffentlichen Gesundheits­ wesen, Universität Madrid, Spanien Professor H. Danielsson Generalsekretär, Schwedischer Rat für medizinische Forschung, Stockholm, Schweden Dr. A. Grech Leitender Medizinaldirektor, Ministerium für Gesundheit, Valletta, Malta A. Grimsson Leiter der Abteilung Internationale Gesundheitsfragen, Ministerium für Gesundheit und Soziale Sicherheit, Reykjavik, Island (Berichterstatter) Dr. J. Hartmann Europäisches Zentrum für Ausbildung und Forschung auf dem Gebiet der sozialen Wohlfahrt, Wien, Österreich Frau S. Haxthausen Danish Association for Parents and Childbirth, Kopenhagen, Dänemark Professor P.F. Hjort Gruppe Gesundheitssystemforschung, Norwegischer Forschungsrat für Natur- und Geisteswissen­ schaften und Bildung Professor U.F. Isakov3 Stellvertretender Minister für das Gesundheitswesen der UdSSR, Moskau, UdSSR Professor D. Jakovljevic Vorsitzender des Föderativen Komitees für Arbeit, Gesundheit und Sozialwesen, Belgrad, Jugoslawien Professor M. Kunze Institut für Sozialmedizin, Universität Wien, Österreich Dr. K. Leppo Direktor, Abteilung Planung und Evaluierung, Direktorat für Gesundheit, Helsinki, Finnland Dr. J. van Londen3 Leiter der Abteilung für öffentliches Gesundheitswesen, Ministerium für Sozialwesen, Gesund­ heit und Kultur, Leidschendam, Niederlande a Konnte der Einladung nicht folgen. EUR/RC34/5 6263L Seite 10 Professor A. Maleev Erster stellvertretender Minister für Gesundheit, Ministerium für öffentliches Gesundheits­ wesen, Sofia, Bulgarien Dr. G. Martin-Bouyer Ministerium für Gesundheit und Soziale Sicherheit, Paris, Frankreich Dr. T . Mork Generaldirektor des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Norwegen, Oslo, Norwegen Dr. R. Müller Stellvertreter des Ministers für Gesundheitswesen, Berlin, Deutsche Demokratische Republik Professor E. Najera3 Leiter der Abteilung für öffentliches Gesundheitswesen, Ministerium für Gesundheit und Ver­ braucherschutz, Madrid, Spanien Dr. D.A. Orlov Abteilungsleiter, Zentralinstitut für weiterführende medizinische Studien, Moskau, UdSSR Dr. C.O. Pannenborg Leiter der Sektion für langfristige Gesundheitsplanung, Stabsbüro für Grundsatzplanung (STABO), Ministerium für Sozialwesen, Gesundheit und Kultur, Leidschendam, Niederlande Professor T. Purola Abteilung für Sozialpolitik, Universität Helsinki, Finnland Professor P. Recht Brüssel, Belgien Professor J. Roux3 Leiter der Abteilung Gesundheitswesen, Gesundheitsministerium, Paris, Frankreich Dr. P. de Schouwer Generalsekretär, Ministerium für Volksgesundheit und Familie, Brüssel, Belgien Professor M. Sokolowska Polnische Akademie der Wissenschaften, Warschau, Polen Professor M. Steinbach Leiter der Abteilung Gesundheitswesen, Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit, Bonn, Bundesrepublik Deutschland Dr. A. Marques Vicente Madrid, Spanien Dr. J.H. Walsh Deputy Chief Medical Officer, Department of Health, Dublin, Irland Dr. B. Westerholm Generaldirektor, Direktorat für Gesundheit und Sozialwesen, Stockholm, Schweden Sir Henry Yellowlees London, Vereinigtes Königreich BEOBACHTER F. Wegmarshaus Ministerium für Gesundheitswesen, Berlin, Deutsche Demokratische Republik d Konnte der Einladung nicht folgen. EUR/RC34/5 6263L Seite 11 WELTGESUNDHEITSORGANISATION Regionalbüro für Europa Dr. Leo A. Kaprio Regionaldirektor Dr. J.E. Asvall Direktor für Programm-Management Dr. Z. Brzezinski WGO-Fachberater, "Gesundheit 2000" Frau C. Celinder Referentin für Programmpolitik Dr. J.-P. Jardel Regionalbeauftragter für Epidemiologie und Informationsunterstützung Dr. P. Lamarche Referent für Programmplanung (Sekretär) Dr. E. Leparski Direktor der Abteilung Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten Dr. B. Nizetic Leiter des Referats Förderung und Entwicklung der Forschung P. O'Neill WGO-Fachberater Frau V. Pedersen Referentin für Programmüberwachung Dr. P.O. Petersson Direktor der Abteilung Entwicklung umfassender Gesundheitsdienste J.I. Waddington Direktor der Abteilung Förderung des gesundheitlichen Umweltschutzes Dr. A. Weber Direktor der Abteilung Gesundheitsinformation E. Westenberger Direktor der Abteilung Unterstützungsprogramm Dr. A. Wojtczak Direktor der Abteilung Forschung, Planung und menschliche Ressourcen WGO-Hauptverwaltung Dr. H. Hellberg Koordinator für die Strategie "Gesundheit 2000"

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Source Organisation mondiale de la santé