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Achtundvierzigste Tagung des Regionalkomitee für Europa: Kopenhagen, 14. - 18. September 1998: Angelegenheiten, die sich aus Beschlüssen und Resolutionen der Weltgesundheitsversammlung und des Exekutivrats ergeben

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W ELTG ESUN D H EITSO RG AN ISATIO N R egion albüro für E uropa K openhagen REGIONALKOMITEE FUR EUROPA A ch tu n d v ie rz ig s te Tagung, K openhagen , 1 4 . - 1 8 . Sep tem b er 1998 Punkt 3 a) der vorläufigen Tagesordnung EUR/RC48/5 26. Juni 1998 04608 O RIG IN A L: EN G LISC H Angelegenheiten, die sich aus Beschlüssen und Resolutionen der Weltgesundheitsversammlung und des Exekutivrats ergeben Teil I des Dokuments gibt einen Überblick über die Aussprachen des Exekutivrats und der Weltgesundheitsversammlung auf den Tagungen im Januar und Mai 1998 zu den für die Mitgliedstaaten der Europäischen Region besonders interessanten Themen und über die ge­ troffenen Maßnahmen. Das Regionalkomitee wird ersucht, zur Frage der revidierten Arz­ neimittelstrategie und zu einem überarbeiteten Text für Artikel 2 der Satzung über die Auf­ gaben der WHO Kommentare abzugeben. Es wäre zu begrüßen, wenn die Kommentare zum überarbeiteten Text von Artikel 2 der W HO-Satzung dem Sekretariat bis spätestens Freitag, den 4 . September 1998 zugehen könnten, so daß sie vom SC RC am 12. September 1998 erörtert werden könnten. Über die Ansichten des SCRC zu dieser Frage wird das Regionalkomitee mit Dokument EUR/RC48/3 Add.l informiert, das zu Beginn der Tagung erhältlich sein wird. In Teil II des vorliegenden Dokuments erläutert der Regionaldirektor die für das Regional­ programm relevanten Resolutionen der 51. Weltgesundheitsversammlung. INHALT Seite T E IL 1 ............................................................................................................................................................................................. 1 101. Tagung des Exekutivrats................................................................................................................................................ 1 51. Weltgesundheitsversammlung......................................................................................................................................... 2 102. Tagung des Exekutivrats................................................................................................................................................ 4 T E IL I I ...........................................................................................................................................................................................6 W H A 51.7 Politik „Gesundheit für alle für das 21. Jahrhundert“ ..................................................................... 6 W H A 51.8 Abgestimmte Public-Health-Maßnahmen zu Antipersonenminen.............................................6 W H A 51.9 Grenzüberschreitende Werbung, Förderung und Verkauf von medizinischen Produkten über das Internet................................................................................................................... 6 W H A 51.10 Ethische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen des Klonens im Bereich der menschlichen Gesundheit......................................................................................... 6 W H A 51.12 Gesundheitsförderung.................................................................................................................................6 W H A 51.13 T uberkulose................................................................................................................................................... 7 W H A 51.16 Förderung der horizontalen technischen Zusammenarbeit bei der Gesundheitsreform in den Entwicklungsländern............................................................................7 W H A 51.17 Neuauftretende und andere übertragbare Krankheiten: antimikrobielle Resistenz............... 7 W H A 51.18 Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten.................................................... 7 W H A 51.22 Zusammenarbeit innerhalb des UN-Systems und mit anderen zwischenstaatlichen Organisationen: Gesundheit von Kindern und Jugendlichen......................................................8 W H A 51.24 Internationale Dekade der indigenen Völker der W e lt ................................................................... 8 W H A 51.28 Umweltfragen: Strategie zur Abwasserbeseitigung für besonders gefährdete Gem einschaften......................................................................................................................................... 8 W H A 51.29 Schutz der menschlichen Gesundheit vor Bedrohungen im Zusammenhang mit Klimaänderungen und mit dem Ozonschwund in der Stratosphäre......................................... 9 W H A 51.30 Arbeitsmethoden der Weltgesundheitsversammlung.......................................................................9 W H A 51.31 Überprüfung der Satzung und regionale Gliederung der Weltgesundheits­ organisation: ordentliche Haushaltszuweisungen an die Regionen......................................... 9 Annex 1 ........................................................................................................................................................................................ 10 Annex 2 ........................................................................................................................................................................................ 14 EUR/RC48/5 Seite 1 T e i l I 101. T a g u n g d e s E x e k u t iv r a t s 1. Zwei wesentliche Fragen dominierten die Tagesordnung des Exekutivrats (E B ) auf der Tagung im Januar 1998: die Ernennung eines/r neuen Generaldirektors/Generaldirektorin und die WHO-Reform, insbesondere Fragen im Zusammenhang mit dem Bericht der Sondergruppe des Exekutivrats, die sich mit den ordentlichen Haushaltszuweisungen an die Regionen befaßt. 2. Nach ihrer Ernennung zur Generaldirektorin gab Dr. Gro Harlem Brundtland vor dem Exekutivrat eine Erklärung ab. Sie sagte, daß es eine ihrer Prioritäten sei, dem Gesundheitszustand auf der internatio­ nalen politischen Agenda einen höheren Stellenwert beizumessen und die WHO wieder zu einer geachte­ ten und führenden Organisation im Gesundheitsbereich zu machen. Sie betonte die Notwendigkeit, die Fähigkeit der WHO zu stärken, über grundsätzliche Fragen der Entwicklung des Gesundheitssektors zu beraten, und forderte erneute Anstrengungen, um die Malaria und den Tabakkonsum verstärkt zu be­ kämpfen. 3. Der Exekutivrat untersuchte die neun Punkte im Bericht der Sondergruppe des Exekutivrats zur Überprüfung der Satzung und regionalen Gliederung, wobei sich der größte Teil der Diskussion zu die­ sem Thema auf die Frage der ordentlichen Haushaltszuweisungen an die Regionen konzentrierte. M it der Verabschiedung von Resolution E B 101 .R 10 beschloß der Exekutivrat, daß die künftigen Programmhaus­ halte sich nach einem Modell richten sollten, das sich auf den UNDP-Index für menschliche Entwicklung (HDI) stützt, die Bevölkerungsstatistiken der Länder nach allgemein akzeptierten Methoden wie der „log- arithmischen Glättung“ einbezieht und im Laufe von drei Haushaltsperioden vom Rechnungszeitraum 2000-2 0 0 1 an umgesetzt werden könnte. 4. Zum Thema der Länderpräsenz der WHO fiel die Aussprache im Exekutivrat mit der Publikation der „Osloer Gruppenstudie“ zusammen, die von einer Gruppe von Geberländem in Zusammenarbeit mit der W HO in zw ölf ausgewählten Ländern in vier Regionen durchgeführt worden war. Sowohl diese Stu­ die als auch der Bericht des Generaldirektors waren auf die Notwendigkeit gerichtet, die bedürftigsten Länder stärker zu unterstützen und gleichzeitig die Präsenz der WHO dem Stand der gesundheitlichen und sozioökonomischen Entwicklung der betreffenden Länder anzupassen. Das Konzept der „unentbehr­ lichen Präsenz“ wurde angesprochen, demzufolge mehrere Arten von Ländervertretem vorgesehen wer­ den könnten. Für die bedürftigsten Länder könnte ein fest etabliertes WHO-Vertretungsbüro erforderlich sein, für Länder mit einem höheren „Entwicklungsindex“ wären Verbindungsbüros vorzuziehen und für die entwickelten Länder könnte die Verbindung mit der WHO durch nationale Institutionen oder speziell hierfür bestimmte Kooperationszentren gewährleistet werden. (Als mögliche Alternative für Ländergrup­ pen mit ähnlichem Entwicklungsstand und vergleichbaren kulturellen Gegebenheiten und sprachlichen Voraussetzungen hat das Regionalbüro angeregt, u. U. ein zentrales WHO-Vertretungsbüro zu errichten.) Der Exekutivrat entschied durch Beschluß E B 101(6), die Generaldirektorin zu ersuchen, ihm auf seiner 103. Tagung im Januar 1999 über die Ergebnisse der Pilotphase des in 19 Ländern durchgeführten Ent- wicklungshilfe-Rahmenprogramms der Vereinten Nationen zu berichten. 5. Zur Evaluierung des Programmhaushalts verabschiedete der Exekutivrat Resolution E B 101 .R 1 , in der die Generaldirektorin ersucht wird, dem Exekutivrat im Januar 1999 - als Ergänzung zur Aussprache des Exekutivrats über den Programmhaushaltsvoranschlag für den Zeitraum 2000-2001 - einen die Aus­ gaben und Trends mit den Haushaltszuweisungen vergleichenden Zwischenbericht vorzulegen. Das R e­ gionalkomitee wird sich erinnern, daß ihm auf der 46. Tagung im September 1996 ein Bericht unterbreitet wurde, der die effektiven Ausgaben mit den Haushaltsvoranschlägen für den Zeitraum 1994-1995 ver­ gleicht. Ein ähnliches Dokument für den Zeitraum 1996-1 9 9 7 wird dem Regionalkomitee in diesem Jahr vorgelegt. 6. M it der Verabschiedung von Resolution EB101 ,R22 empfahl der Exekutivrat der Weltgesundheits­ versammlung die Annahme einer Weltgesundheitserklärung zur Gesundheitsforderung durch entsprechende EUR/RC48/5 Seite 2 regionale und nationale Konzepte und Strategien auf der Grundlage der Politik „Gesundheit für alle für das 21. Jahrhundert“ . 7. Um das Verfahren zur Inkraftsetzung der von der Weltgesundheitsversammlung gebilligten Zusät­ ze und Änderungen zur WHO-Satzung (Artikel 73 der Satzung) zu beschleunigen, ersuchte der Exeku­ tivrat die neue Generaldirektorin durch Beschluß E B 101(2), dem Exekutivrat im Mai 1998 eine Studie über die Situation in anderen internationalen Organisationen und einen Vorschlag zur Beschleunigung des Verfahrens zu unterbreiten. 8. Durch Beschluß E B 101(3) ersuchte der Exekutivrat die Generaldirektorin, sicherzustellen, daß der revidierte Text von Artikel 2 der W HO-Satzung im Verlauf von 1998 auf allen Ebenen der Organisation überprüft wird, damit dem Exekutivrat im Januar 1999 ein endgültiger Entwurf vorgelegt werden kann. Ein Auszug aus Dokument E B 101/7 ist als Annex 1 beigefügt. D as R egionalkom itee w ird um K om m en­ tare zu m revidierten Text von A rtike l 2 gebeten. (Zur besseren Bezugnahme ist der derzeitige Wortlaut von Artikel 2 dem Annex beigefügt.) Es wäre zu begrüßen, wenn die Kommentare dem Sekretariat schriftlich bis spätestens Freitag den 4. September 1998 zugehen könnten, damit sie vom SCRC am 12. September 1998 erörtert werden könnten. Der Standpunkt des SCRC zu dieser Frage wird dem Regional­ komitee dann in Dokument EUR/RC48/3 Add.l unterbreitet, das zu Beginn der Tagung erhältlich sein wird. 51. WELTGESUNDHEITSVERSAMMLUNG 9. Am ersten Sitzungstag wurde die Weltgesundheitsversammlung aufgefordert, den Vorschlag des Verwaltungs-, Haushalts- und Finanzausschusses des Exekutivrats zu erörtern, vorübergehend allen M it­ gliedern, deren Stimmrecht derzeit suspendiert ist, das Stimmrecht wieder einzuräumen. Die Weltgesund­ heitsversammlung betrachtete es als angemessene Geste, aus Anlaß des fünfzigsten Jahrestages der Orga­ nisation die Stimmrechte für die Wahl des/der neuen Generaldirektors/Generaldirektorin wieder einzuset­ zen, und verabschiedete Resolution W HA51.3 zu diesem Zweck. 10. Am 13. Mai verabschiedete die Weltgesundheitsversammlung in geschlossener Sitzung Resolution W H A 51.4, mit der Dr. Gro Harlem Brundtland ab 21. Juli 1998 für eine fünfjährige Amtszeit zur Gene­ raldirektorin ernannt wird. Nach ihrer Nominierung hielt Dr. Brundtland eine denkwürdige und bewegen­ de Ansprache an die Weltgesundheitsversammlung. In Anerkennung seiner Verdienste ernannte die W elt­ gesundheitsversammlung Dr. Hiroshi Nakajima zum Generaldirektor Emeritus. 11. Am Morgen des 14. Mai beging die Weltgesundheitsversammlung den fünfzigsten Jahrestag der WHO, mit einem Forum von Staatsoberhäuptern zum Thema „Gesundheit für alle im 21. Jahrhundert“ . Zu den Teilnehmern gehörten die Stellvertretende Bundespräsidentin der Schweiz, Ruth Dreyfuss, der Staatspräsident Kubas, Fidel Castro, der Staatspräsident der Elfenbeinküste, Henri Konan Bedie, und der Premierminister von Samoa, Tofilau Eti Alesana. Der Generaldirektor überreichte den Staatsoberhäuptern „Gesundheit für alle“-Medaillen. 12. Der Preis der Gesundheitsstiftung der Vereinigten Arabischen Emirate wurde der Gattin des ameri­ kanischen Staatspräsidenten, Hillary Rodham Clinton, verliehen. Sie hielt am Nachmittag des 14. Mai 1998 vor der Weltgesundheitsversammlung eine gewandte und vielseitige Dankesrede. 13. Der Bericht zur Weltgesundheitslage, The World Health Report 1998, erzielte in den Medien breite Aufmerksamkeit und diente den Erklärungen der Delegationen in der allgemeinen Debatte als Rahmen zum Thema „Leben im 21. Jahrhundert: eine Vision für alle“. Wenn auch ein Trend zu einem gesünderen und längeren Leben zu beobachten ist, so bleibt die Armut jedoch weiterhin das Hauptthema auf der Ge­ sundheitsagenda. EUR/RC48/5 Seite 3 14. Ein wichtiges Anliegen der gesamten Weltgesundheitsversammlung war, eine annehmbare Lösung für den Vorschlag des Exekutivrats bezüglich der Umverteilung der Ressourcen an die verschiedenen R e­ gionen zu finden, insbesondere da von Japan und den Mitgliedstaaten des SEA R O Altemativvorschläge eingebracht wurden. Die europäischen Mitgliedstaaten traten zweimal und der SC RC viermal zur Erörte­ rung dieser Frage zusammen. Zwischen den Vertretern aller Regionen wurden lange informelle Beratun­ gen abgehalten. Die Europäische Region wurde durch Professor V. Grabauskas (SCRC-Vorsitzender), Herrn C. Örtendahl (Schweden) und Professor J. Leowski (Polen) vertreten, und es wurden allerseits erheb­ liche Anstrengungen unternommen, um Einigung zu erzielen. Schließlich wurde Resolution WHA51.31 auf der letzten Sitzung des Ausschusses B und auf der Schlußsitzung der Plenarversammlung durch Konsens angenommen. Das Ergebnis fü r die Europäische Region wird sich auf insgesamt rund 16 Millionen US- Dollar belaufen - in Aufstockungen von jew eils rund 3 Millionen US-Dollar pro Rechnungszeitraum für die nächsten fünf Rechnungszeiträume. Dokument EUR/RC48/9 Add.l erhält Vorschläge zur Verwen­ dung dieses Betrags für die bedürftigsten Länder in der Region. Diese Frage, die erhebliche Besorgnisse hervorgerufen und zu wiederholten Resolutionen im Regionalkomitee geführt hatte, wurde nun endlich gelöst. 15. Die Debatte über die „Gesundheit für alle im 21. Jahrhundert“ war besonders lebhaft und kon­ struktiv. Die Delegationen drückten ihre Wertschätzung zum Grundsatzdokument, seinen ethischen Grundsätzen, seinen klaren und angemessenen Zielen und seiner Zukunftsvision aus. Resolution W H A 51.7 zur Annahme einer Weltgesundheitserklärung wurde durch Konsens verabschiedet. 16. Die Weltgesundheitsversammlung behandelte e lf Fortschrittsberichte über die Umsetzung von R e­ solutionen und Beschlüssen zu Fachfragen und acht vom Exekutivrat empfohlene Resolutionen. Obwohl die Debatten oft unter Zeitdruck standen, gelang es der Weltgesundheitsversammlung, Einigung zu er­ zielen. Sie verabschiedete Resolutionen zu folgenden Fragen: abgestimmte Public-Health-Maßnahmen zu Antipersonenminen, grenzüberschreitende Werbung, Förderung und Verkauf von medizinischen Produk­ ten über das Internet, ethische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen des Klonens von Menschen, Tuberkulose sowie die globale Ausrottung des zur Erblindung führenden Trachoms. Ferner behandelte und verabschiedete die Weltgesundheitsversammlung eine neue Resolution über die Förde­ rung der horizontalen technischen Zusammenarbeit bei der Reform des Gesundheitssektors in Entwick­ lungsländern. 17. Eine weitere sehr schwierige und zu Meinungsverschiedenheiten führende Resolution war EB101 .R24 zur revidierten Arzneimittelstrategie, die nach langer Arbeit von einer Redaktionsgruppe un­ ter Vorsitz von Professor Jea n -F ra n cis Girard (Frankreich) behandelt wurde. In Anbetracht der zahlrei­ chen komplexen Fragen, die in dieser Resolution angesprochen werden - und ihrer entscheidenden B e­ deutung für fast jedes Land - wurde nicht in allen Punkten volle Übereinstimmung erzielt. Daher wurde durch Abstimmung beschlossen, den Exekutivrat zu ersuchen, sich auf der 103. Tagung im Januar 1999 mit dieser komplexen Frage zu befassen und einen Resolutionsentwurf zur Annahme auf der 52. W eltge­ sundheitsversammlung im Mai 1999 auszuarbeiten. Es wurde beschlossen, eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe einzusetzen, die auf der 102. Tagung des Exekutivrats im Mai 1998 tagen soll, um ein innovatives V er­ fahren zur Behandlung dieser Frage zu unterbreiten. (Die Ergebnisse der Aussprache des Exekutivrats sind nachstehend aufgeführt.) 18. Zum Punkt betreffend die Prävention und Bekämpfung von Krankheiten erörterte die Weltgesund­ heitsversammlung die bei der umfangreichen Überarbeitung der Internationalen Gesundheitsvorschriften erzielten Fortschritte. Sie vermerkte, daß der Textentwurf der überarbeiteten Gesundheitsvorschriften al­ len Mitgliedstaaten im Februar 1998 zugesandt worden ist und daß die Evaluierung im Rahmen einer Pi­ lotstudie in einer begrenzten Anzahl Länder in jed er WHO-Region erfolgen wird. Von vielen Ländern werden allerdings noch Reaktionen auf den Textentwurf erwartet. Es wurde Einigung bezüglich der R e­ solutionen über die Bekämpfung von Tropenkrankheiten, antimikrobielle Resistenz und nichtübertragbare Krankheiten erzielt. Ferner wurden Resolutionen zur Eindämmung der Übertragung der Chagas- Krankheit und zur Eliminierung der Lepra als Problem der öffentlichen Gesundheit verabschiedet. EUR/RC48/5 Seite 4 19. Die Weltgesundheitsversammlung behandelte Finanzfragen, einschließlich des Finanzberichts, des Bericht des externen Rechnungsprüfers und erstmals auch eines Berichts des internen Rechnungsprüfers. Weitere von der Versammlung erörterte finanzielle Routinefragen waren der Stand der eingegangenen Pflichtbeiträge, die Verwendung der unregelmäßigen Einnahmen und der Liegenschaftsfonds. Eine vom Exekutivrat empfohlene Resolution zur Änderung der Finanzbestimmungen wurde verabschiedet. Eine neue Beitragsbemessungsgrundlage wurde geprüft und angenommen. Zudem wurden Fragen im Zusam­ menhang mit dem Programmhaushalt, wie der Effizienzplan für den Rechnungszeitraum 1 9 9 8 -1 9 9 9 und die Evaluierung des Programmhaushalts erörtert. 20. Was den Stand der eingegangenen Pflichtbeiträge betrifft, so beliefen sich die ausstehenden Beiträ­ ge für 1997 insgesamt auf 91,1 Millionen US-D ollar, wobei die Gruppe der Nachfolgestaaten der U dSSR etwas über 27 Millionen US-Dollar schuldete. 21. Das Thema der WHO-Reform stand weiterhin auf der Tagesordnung der Weltgesundheitsver­ sammlung. In diesem Jahr war das Augenmerk auf die Revision der Satzung gerichtet, ein Prozeß, der seit 1995 im Gang ist. Eine Empfehlung des Exekutivrats betreffend die Änderung von Artikel 24 und 25 der Satzung wurde behandelt und Resolution W H A51.23 wurde verabschiedet, welche die Gesamtzahl der Sitze im Exekutivrat auf 34 erhöht. Hierdurch erhalten die Europäische und die Westpazifische Region jeweils einen zusätzlichen Sitz. Resolution W H A 51.26 wurde angenommen, in der die Auslegung von Artikel 24 der Satzung betreffend den Status der Mitglieder des Exekutivrats geklärt wird. Es wurde be­ schlossen, daß die Mitgliedstaaten, die das Recht haben, Vertreter in den Exekutivrat zu ernennen, diese als im Gesundheitsbereich fachlich qualifizierte Regierungsvertreter nominieren sollten. 22. Die Zusammenarbeit innerhalb des UN-Systems und mit anderen zwischenstaatlichen Organisatio­ nen umfaßte eine Reihe globaler Themen. Es gab breite Unterstützung für Resolution W H A 51.22 über die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, in der die neue Generaldirektorin eindringlich gebeten wird, dieser Frage hohe Priorität einzuräumen und zu den vereinten Bemühungen der internationalen Gemein­ schaft beizutragen, um die wirksame Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes zu fördern. Die Internationale Dekade der indigenen Völker der W elt (Resolution W H A 51.24) findet in der WHO, wie auch in allen Sonderorganisationen des UN-Systems und anderen internationalen Organisatio­ nen weiterhin besondere Beachtung. 23. Zwei Umweltthemen wurden erörtert: die Strategie der Abwasserbeseitigung für besonders gefähr­ dete Gemeinschaften und der Schutz der menschlichen Gesundheit vor Bedrohungen im Zusammenhang mit Klimaänderungen und mit dem Ozonschwund in der Stratosphäre. Zu beiden Fragen wurde eine R e­ solution verabschiedet. 24. Die Arbeitsmethode der Weltgesundheitsversammlung wurde behandelt, insbesondere die Zugäng­ lichkeit von Dokumenten der leitenden WHO-Organe im Internet. Eine Resolution wurde angenommen, in der die neue Generaldirektorin aufgefordert wird sicherzustellen, daß die Dokumente mindestens 30 Tage vor dem für die Eröffnung der Tagung angesetzten Datum an die Mitgliedstaaten versandt und im Internet zugänglich gemacht werden. Das Regionalbüro hat in diesem Jahr erstmals Dokumente des Regional­ komitees in den vier Arbeitssprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch) im Internet veröffent­ licht. 102. T a g u n g d e s E x e k u t i v r a t s 25. Dr. Brundtland wandte sich an die M itglieder des Exekutivrats und erklärte, der Exekutivrat sei eine einzigartige Ressource, da er die Erfahrungen aus allen Teilen der Welt zusammenbringe. Sie werde die Kenntnisse des Exekutivrats voll nutzen und der gesamten Organisation zugute kommen lassen. Sie informierte den Exekutivrat über die vier Schwerpunktbereiche in der künftigen Arbeit der WHO: • dazu beizutragen, die übertragbaren Krankheiten zu überwachen, zurückzudrängen und wo möglich auszurotten; EUR/RC48/5 Seite 5 • dazu beizutragen, die nichtübertragbaren Krankheiten zu bekämpfen und die damit verbundenen Belastungen zu reduzieren; • den Ländern dabei zu helfen, zukunftsfähige Gesundheitssysteme zu errichten; • sich für die Gesundheit einzusetzen und die Argumente der WHO mit fundierten Nachweisen zu untermauern. 26. Die neue Generaldirektorin sagte, sie werde im laufenden Haushalt einige Änderungen vornehmen müssen und im Haushalt 2000-2001 auf diese neuen Ausrichtungen näher einzugehen haben. Sie glaube, daß die Aufmachung des Haushalts geändert werden müsse, so daß er für die Außenwelt klarer, transpa­ renter und leichter verständlich werde und alle, die der W HO dienen, motivieren werde. Dr. Brundtland sprach über ihr Dilemma, das Amt zur Halbzeit einer Haushaltsperiode zu übernehmen, wenn der Haus­ halt für den kommenden Rechnungszeitraum bereits in Vorbereitung sei, und sagte, sie werde vor dem Regionalkomitee erläutern, wie die prioritären Themen am besten in den regionalen Beiträgen zum kon­ solidierten globalen Haushalt wiedergegeben werden könnten. Das Addendum (Dokument EUR/RC48/8 Add.l) zum Programmhaushaltsentwurf für 2000—2001 (Dokument EUR/RC48/8) wird die Vorschläge zur Verwendung der zusätzlichen ordentlichen Haushaltszuweisung an die Region wie auch die vorge­ schlagene regionale Antwort auf diese neue Grundsatzausrichtung enthalten. 27. Dr. Brundtland ersuchte die Exekutivratsmitglieder, mit ihr an einem zweitägigen informellen Tref­ fen im Oktober teilzunehmen, um sich mit den wichtigsten einzuschlagenden Richtungen zu befassen. Abschließend erklärte sie, der Exekutivrat sei eine der wichtigsten Ressourcen der WHO, um die B ot­ schaft der Organisation hinauszutragen, Erfahrungen zu sammeln und sie in neue, bereicherte Politiken für die Weltgesundheit umzusetzen. Nach ihrer Rede trat die Generaldirektorin mit dem Exekutivrat in geschlossener Sitzung zusammen. 28. Der Exekutivrat verabschiedete Resolution E B 102 .R 1 , derzufolge die Regionaldirektoren/Regio­ naldirektorinnen für fünf Jahre gewählt werden und nur einmal zur Wiederwahl (d.h. insgesamt für zehn Jahre) antreten können. Dies bringt die Bestimmungen betreffend die Ernennung der Regionaldirekto­ ren/Regionaldirektorinnen in Einklang mit der Resolution, die letztes Jahr von der Weltgesundheitsver­ sammlung zur Ernennung des/der Generaldirektors/Generaldirektorin verabschiedet wurde. Dokument EUR/RC48/Conf.Doc./4 schlägt eine solche Änderung der Geschäftsordnung fü r das Regionalkomitee fü r Europa vor. 29. Die Arbeitsgruppe zur revidierten Arzneimittelstrategie beschloß, eine Task Force bestehend aus zwei Mitgliedern aus jeder Region (von denen je eines Exekutivratsmitglied ist) einzusetzen und den Re­ gionalkomitees ein präzises, umfassendes Dokument über die revidierte Arzneimittelstrategie zur Stel­ lungnahme zu unterbreiten (siehe Annex 2, Dokument EB/RDS/RC/1). Dies sollte es der Task Force schließlich erlauben, einen transparenten und den Ansichten und Wünschen aller Mitgliedstaaten entspre­ chenden Resolutionsentwurf vorzulegen. Dieses Dokument wird gegenwärtig vom WHO-Hauptbüro aus­ gearbeitet und den Mitgliedstaaten voraussichtlich zusammen mit allen Dokumenten für das Regionalko­ mitees Ende Juli zugesandt. Falls das Dokument bis dahin nicht vorliegt, wird es den Mitgliedstaaten ge­ sondert im August zugehen. Die Stellungnahme des SC RC zu dieser Frage wird dem Regionalkomitee mit Dokument EUR/RC48/3 Add.l unterbreitet, das zu Beginn der Tagung erhältlich sein wird. 30. Der Exekutivrat prüfte die Vorschläge, um das Verfahren zur Inkraftsetzung der Zusätze und Ände­ rungen zur WHO-Satzung (Artikel 73 der Satzung) zu beschleunigen. Er ersuchte die neue Generaldirek­ torin, eine Arbeitsgruppe einzuberufen, um einen Text im Rahmen der drei vorgeschlagenen M öglichkei­ ten auszuarbeiten - die je nach der Art der Änderung in Kraft gesetzt werden könnten - und sie dem Exe- kutivrat im Januar 1999 vorzulegen. EUR/RC48/5 Seite 6 T e i l II WHA51.7 Politik „Gesundheit für alle für das 21. Jahrhundert“ 31. Es ist ermutigend, daß die Weltgesundheitsversammlung mit dieser Resolution die Weltgesund- heitserklärung vorbehaltlos verabschiedet hat. Artikel II der Erklärung erkennt die Notwendigkeit regio­ naler und nationaler Politiken und Strategien an, um die neue globale Politik „Gesundheit für alle“ zu verwirklichen (EUR/RC48/10). In der Europäischen Region wird dies durch das Regionalkomitee im September 1998 mit der neuen europäischen Politik „Gesundheit für alle“ realisiert, die sich ebenfalls auf die Weltgesundheitserklärung beziehen wird. WHA51.8 Abgestimmte Public-Health-Maßnahmen zu Antipersonenminen 32. Diese Resolution wird den WHO-Mitarbeitem in Bosnien-Herzegowina zur Kenntnis gebracht. WHA51.9 Grenzüberschreitende Werbung, Förderung und Verkauf von medizinischen Pro­ dukten über das Internet 33. Diese Resolution ist sehr wichtig. Die Aufsichtsbehörden in den Mitgliedstaaten werden dringend aufgefordert, ihre Gesetzgebung zu revidieren, um angemessene gesetzgeberische Mittel zur Regelung, Überwachung und Durchsetzung vorzusehen. Diese Frage wird auch auf der Ebene der Europäischen Union (EU ) aufgegriffen, und sie wurde dem Europäischen Parlament zur Information unterbreitet. Der Verkauf von medizinischen Produkten über das Internet wird bereits in verschiedenen europäischen Län­ dern praktiziert. 34. Der ungeregelte V erkauf medizinischer Erzeugnisse über das Internet wirft Sicherheitsfragen auf, da es möglich würde, sich rezeptfrei Produkte zu beschaffen, die nach innerstaatlichem Gesetz ärztliche Verschreibung, Information und Überwachung erfordern. Für Informationen über medizinische Erzeug­ nisse im Internet sollten Regelungen gelten, die mit der innerstaatlichen und regionalen (EU )- Gesetzgebung über Werbung in Einklang stehen. Die Gesetzgebung muß so angepaßt werden, daß sie die Internet-Kommunikation mit einschließt. 35. Vor allem werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, das Internet zu ihrem Vorteil zu nutzen und - durch angemessene innerstaatliche Strukturen und Institutionen - objektive, aktuelle und sachliche Infor­ mationen über medizinische Produkte zu liefern, die deren zweckdienlichen Gebrauch fordern. Verschie­ dene Länder sind hier bereits tätig geworden. In dieser Hinsicht wurde auch schon die Schaffung eines Europäischen Netzwerks für medizinische Information angesprochen. WHA51.10 Ethische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen des Klonens im Be­ reich der menschlichen Gesundheit 36. Diese Resolution wird als Bezugsdokument für die betreffenden Tagungen und Foren über M en­ schenrechte, Ethik usw. dienen. Sie ist für die Mitgliedstaaten sehr wichtig, besonders was Forschung und Kapazitätsbildung in der medizinischen Gesetzgebung und der Bioethik angeht. WHA51.12 Gesundheitsforderung 37. Die Arbeit des Regionalbüros erfolgt bereits in Einklang mit dieser Resolution. Zum Beispiel ver­ fügt das Regionalbüro über ein strukturiertes Netzwerk Gesundheitsfördernde Schulen und konnte Fragen der Gesundheitsförderung mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in den Mitgliedstaaten ver­ binden. 38. Die Bemühungen von zehn Ländern, zur Errichtung eines „Netzwerks für Gesundheitsförderung“ unter den am dichtesten bevölkerten Ländern beizutragen, wurde mit Befriedigung zur Kenntnis genom­ men. Die WHO könnte aber auch spezifische Dienste anbieten, um allen Mitgliedstaaten bei grundsätzli­ chen Fragen in diesem entscheidenden Bereich zu helfen. EUR/RC48/5 Seite 7 39. Diese Resolution gibt ein umfassendes Bild der Situation und der Bedürfnisse in den Mitgliedstaa­ ten der Europäischen Region, in denen die Tuberkulose eine prioritäre Krankheit ist, besonders in Osteu­ ropa. In enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, internationalen Partnern und dem WHO- Hauptbüro erstellt und realisiert das Regionalbüro derzeit Pläne für eine beschleunigte Tuberkulosebe­ kämpfung in diesen Ländern. WHA51.16 Förderung der horizontalen technischen Zusammenarbeit bei der Gesundheitsre­ form in den Entwicklungsländern 40. D iese Resolution ist wichtig, da sie den Bereich der technischen Zusammenarbeit über das frühere Konzept der technischen Zusammenarbeit zwischen Entwicklungsländern (TC D C ) hinaus erweitert. Sie sieht eine Rolle für alle Mitgliedstaaten vor. 41. Die Resolution hebt den Einsatz der Kapazitäten und Ressourcen in den Ländern hervor, in denen die Gesundheitsversorgungssysteme verbessert oder umgestaltet werden. Die Netzwerke des Regionalbü­ ros zur Reform der Gesundheitsversorgung (M IDN ET, EA STN ET und C A RN ET) arbeiten genau nach diesem Prinzip. Sie funktionieren in der laufenden Haushaltsperiode gut und werden in den nächsten Rechnungszeitraum hinein fortgeführt. Die Netzwerke erleichtern die Zusammenarbeit und den Erfah­ rungsaustausch unter ihren Mitgliedern. Eines der künftigen Ziele ist, den Wandel durch eine Ausweitung von Schwerpunktvorhaben in den einzelnen Ländern und durch den Ausbau der Netzwerkaktivitäten zu unterstützen. 42. Länderprogramme zu Gesundheitsreformen wie das MANAS-Programm in Kirgisistan und das LUKMAN-Programm in Turkmenistan sind ebenfalls Beispiele einer verstärkten Unterstützung der Län­ der bei ihren Bemühungen zur Schaffung von chancengleichen, erschwinglichen, zugänglichen und zu­ kunftsbeständigen Gesundheits Versorgungssystemen. Solche Programme helfen den Ländern dabei, ihre einzelstaatliche Gesundheitsversorgungspolitik in Übereinstimmung mit den Prinzipien der „Gesundheit für alle“ zu entwickeln. Die in diesen Programmen gewonnene Erfahrung und Kapazität wird für ähnliche Projekte in anderen Ländern genutzt. WHA51.17 Neuauftretende und andere übertragbare Krankheiten: antimikrobielle Resistenz 43. Antimikrobielle Resistenzen (A M R ) sind ein globales Problem, das in Europa nur durch europa­ weite Koordination und Zusammenarbeit wirksam angegangen werden kann. Ein erster Schritt erfolgte im Dezember 1997, als ein Workshop zur Standortbestimmung der AMR-Überwachung in Europa durchge­ führt wurde, dessen Schlußfolgerungen dahin gingen, die bestehenden Netzwerke auszubauen und die Qualitätssicherungstandards anzugleichen. Diese abgestimmten Maßnahmen sollten dazu dienen, die Entwicklung antimikrobieller Resistenzen durch einen angemesseneren Einsatz von Antibiotika wie auch durch die Einführung der DO TS-Strategie zur Tuberkulosebehandlung erfolgreich umzukehren. WHA51.18 Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten 44. Die Resolution wurde von den Gesundheitsexperten auf diesem Gebiet sehr begrüßt. 45. Die Empfehlungen der Resolution werden in folgenden Bereichen umgesetzt werden: • Das CINDI-Programm wird weiter ausgebaut, wobei der Schwerpunkt darauf gelegt wird, das Pro­ gramm auf mehr Länder in der Region auszudehnen, die Zusammenarbeit im Bereich der primären Gesundheitsversorgung zu verstärken, der Gesundheitsförderung und der Krankheitsprävention bei Gesundheitsreformen einen höheren Stellenwert einzuräumen sowie auf nationaler und nachgeord- neter Ebene Konzepte zur Prävention und Bekämpfung von nichtübertragbaren Krankheiten auszu­ arbeiten und umzusetzen. Hierbei kommt den MOE-/GUS-Ländem spezielle Beachtung zu. Doch sind alle Mitgliedstaaten von dem Problem betroffen. • Das Regionalbüro wird an der Entwicklung einer globalen Strategie zur Prävention und Bekämp­ fung nichtübertragbarer Krankheiten tatkräftig mitwirken (durch Zusammenarbeit mit anderen WHA51.13 Tuberkulose EUR/RC48/5 Seite 8 regionalen Netzwerken wie CA RM EN in der Amerikanischen Region, Beteiligung am INTER- HEALTH-Programm und kontinuierliche Koordination mit dem WHO-Hauptbüro). • Standards für angemessene Maßnahmen zur Früherkennung und Behandlung von Krankheiten werden entwickelt (z.B. Umsetzung der Helsingborg-Erklärung über Schlaganfall-Management, multidisziplinäre Prävention und Bekämpfung von Bluthochdruck sowie therapeutische Anleitun­ gen für Herz-Kreislauf-Patienten). • Das Regionalbüro ist besonders aktiv auf dem Gebiet der Tabakbekämpfung durch den Dritten Ak­ tionsplan für ein tabakfreies Europa. Die Resolution bekräftigt und fordert die Umsetzung des Ak­ tionsplans, der Maßnahmen zum Schutz junger Menschen umfaßt. Die Resolution zieht keine Än­ derungen hinsichtlich der strategischen Ausrichtung oder der Programmdurchführung nach sich. Es wird vermerkt, daß die Resolution die Mitgliedstaaten eindringlich auffordert, abgestimmte M aß­ nahmen gegen den Tabakkonsum als Teil der Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten zu ergreifen. WHA51.22 Zusammenarbeit innerhalb des UN-Systems und mit anderen zwischenstaatlichen Organisationen: Gesundheit von Kindern und Jugendlichen 46. D iese Resolution ist besonders für das Programm des Regionalbüros zur Verbesserung der G e­ sundheit von Kindern relevant. Das den Rechten des Kindes gewidmete Programm ermittelt und fördert einerseits Präventions- und Heilmaßnahmen bei einer Gefährdung von Säuglingen, Kindern und Jugendli­ chen und dient andererseits dem Ausbau der Gesundheits- und Sozialdienste, um den Gesundheitszustand und das Wohlergehen von Kindern und jungen Menschen zu verbessern. 47. Das Regionalbüro ist bestrebt, durch seine Tätigkeiten zum integrierten Management der Kinder­ krankheiten (IM CI) und zur Perinatalversorgung die bestmöglichen Versorgungsstandards in diesem B e­ reich sicherzustellen. Programme gegen Mißhandlung und Vernachlässigung von Kindern und zur Ver­ hütung von Unfällen und Verletzungen, an denen Kinder beteiligt sind, befassen sich mit Maßnahmen, die auf die für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen entscheidenden sozialen Faktoren Einfluß nehmen. Das Konzept ist holistisch und umfaßt nicht nur die physiologischen und biologischen Bedürf­ nisse von Kindern und Jugendlichen, sondern auch ihre emotionalen und psychischen Bedürfnisse. WHA51.24 Internationale Dekade der indigenen Völker der Welt 48. Fragen betreffend den Zugang indigener Völker zur Gesundheitsversorgung werden in gleicher W eise wie Fragen im Zusammenhang mit anderen Minderheitsgruppen behandelt. WHA51.28 Umweltfragen: Strategie zur Abwasserbeseitigung für besonders gefährdete Ge­ meinschaften 49. Diese Resolution unterstützt in hohem M aße das Wasser- und Abwasserprogramm des Regionalbü­ ros generell und insbesondere das Protokoll „Prävention, Bekämpfung und Reduzierung von durch W as­ ser übertragenen Krankheiten“, das zur Annahme auf der Dritten Ministerkonferenz Umwelt und Ge­ sundheit 1999 in London abgefaßt wird. Das Protokoll deckt unter anderem die in der Resolution aufge­ führten Bereiche ab und fordert die Mitgliedstaaten auf, Ziele für die Leistungen der Wasserversorgungs­ und Abwasserbeseitigungsdienste aufzustellen. 50. Jedoch konzentriert sich weder unsere Arbeit im allgemeinen noch der Textentwurf des Protokolls auf „besonders gefährdete Gemeinschaften“ . Dieser Ausdruck bezieht sich in erster Linie auf die Verhält­ nisse in den Entwicklungsländern, könnte aber auch in einigen Mitgliedstaaten dieser Region gelten. Es wird immer und in allen Ländern Gemeinschaften geben, die im Vergleich zu anderen Bevölkerungs­ gruppen „besonders gefährdet“ sind, und es wäre einfach, das Protokoll abzuändem, um diese Tatsache zu berücksichtigen. EUR7RC48/5 Seite 9 WHA51.29 Schutz der menschlichen Gesundheit vor Bedrohungen im Zusammenhang mit Kli­ maänderungen und mit dem Ozonschwund in der Stratosphäre 51. Die Auswirkungen der Klimaänderungen auf die menschliche Gesundheit lagen bisher noch keiner Programmtätigkeit des Regionalbüros zugrunde, obwohl einige Aspekte im Rahmen des Luftverschmut­ zungsprogramms abgedeckt wurden. 52. Aufgrund zunehmender Besorgnis und als Ergebnis der Konferenz von Kyoto im letzten Jahr wur­ de jedoch beschlossen, daß die „Gesundheitsauswirkungen von Klimaänderungen“ eine der neuen Her­ ausforderungen des Regionalbüros im 21. Jahrhundert sein könnten und daher auf der Konferenz in Lon­ don 1999 erörtert werden sollten. Ein Dokument wird zur Behandlung auf der Konferenz ausgearbeitet. 53. Es wird beabsichtigt, das Dokument der Londoner Konferenz als Ausgangspunkt für die Ausarbei­ tung eines Programms über menschliche Gesundheit im Zusammenhang mit Klimaänderungen zu ver­ wenden. In dieser Perspektive wird die Resolution als starke Unterstützung unserer Arbeit und unserer Strategie sehr begrüßt. WHA51.30 Arbeitsmethoden der Weltgesundheitsversammlung 54. Die Dokumente für die 48. Tagung des Regionalkomitees werden nach Versand an alle M itglied­ staaten, d. h. Ende Juli 1998, in den vier Arbeitssprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch) im Internet (http://who.dk) veröffentlicht. WHA51.31 Überprüfung der Satzung und regionale Gliederung der Weltgesundheitsorganisa­ tion: ordentliche Haushaltszuweisungen an die Regionen 55. Ein Addendum zum Programmhaushaltsentwurf für den Zeitraum 2000-2001 - mit mehreren Al­ ternativen für die Verwendung der zusätzlichen ordentlichen Haushaltsmittel - wird dem Regionalkomi­ tee zusammen mit den Kommentaren des SC RC unterbreitet. Der SCRC wird das Addendum auf seiner Tagung am 12. September 1998 prüfen. A nnex I EUR/RC48/5 Seite 10 EB101/7 Article 2: Functions of WHO 5. In its report to the Executive Board at its ninety-ninth session (January 1997),1 the special group noted that if it is determined that the functions defined in Article 2 o f the Constitution need to be revised, revision should take account o f the following points, in conformity with the future mission: • wide range o f functions to ensure flexibility and effective implementation • generic grouping o f functions • organization o f functions by priority • functions that reflect the evolution in health policy since 1948 and the prospect of health for all in the twenty-first century • functions defined in terms o f general principles rather than specific activities. 6. The group expressed strong support for the framework o f the following revised text o f Article 2. It felt ' that the revised text should be proposed to the governing bodies o f WHO and that the details should be reviewed at all levels o f the Organization during the course o f 1998. A final text, reflecting this broad consultative process, should then be submitted to the Executive Board at its 103rd session in January 1999. Article 2 In order to achieve its objectives the functions of the Organization shall be: 1. TO ACT AS THE DIRECTING AND COORDINATING AUTHORITY ON INTERNATIONAL HEALTH AND, IN SO DOING, (a) to provide leadership in health; (b) to develop an effective partnership with Member States in pursuit of global health; (c) to support Member States in formulating, implementing and evaluating their health policies; 1 Document EB99/14. EUR/RC48/5 Seite I 1 EB101/7 (d) to establish and maintain effective collaboration with the United Nations, the specialized agencies, and other intergovernmental bodies; (e) to work with, and promote cooperation between, professional groups and nongovernmental organizations active in the field of health, and where necessary to mobilize them for international health action. 2. TO LEAD INTERNATIONAL HEALTH POLICY DEVELOPMENT BY (a) providing global surveillance and early warning systems for transnational threats to health; (b) collating and disseminating data and assessments o f disease treatments; (c) identifying and testing strategies to eradicate or control communicable diseases; (d) identifying determinants o f health status as a basis for health programmes and resource allocations; (e) designing preventive programmes to combat other threats to health, including lifestyle diseases, mental illness and substance abuse; (J) designing programmes for the prevention and management, including rehabilitative aspects, o f noncommunicable diseases; (g) advancing health research through stimulation and, where necessary, coordination of research activities; (h) collating and disseminating data on desirable and appropriate methods o f teaching and training in the health professions. 3. TO SER V E AS THE INTERNATIONAL AGENCY FOR SETTING AND MONITORING NORMS AND STANDARDS IN HEALTH B Y (a) proposing conventions, agreements and regulations, and making recommendations with respect to international health matters, and to perform such duties as may be assigned thereby to the Organization and are consistent with its objectives; (b) establishing and revising as necessary international nomenclatures for diseases, o f causes of death, and of public health practices; (c) developing, establishing and promoting international standards with respect to food, biological, pharmaceutical and similar products and for health devices and health technologies; (d) developing, establishing and promoting international ethical standards in all aspects of health practice and research. 4. TO COOPERATE WITH MEMBER STATES, PRIMARILY THROUGH NATIONAL HEALTH ADMINISTRATIONS, AND UPON REQUEST, BY PROVIDING ADVICE AND TECHNICAL COOPERATION (a) on ways to strengthen and improve sustainable health systems and resources; (b) on enhancing policy-making, management capability and accountability within their health systems; (c) on disease eradication and prevention strategies; Cd) in explicit health emergencies, on a short-term basis; (e) on other areas o f the Organization’s functions. 5. TO ACT AS THE INTERNATIONAL ADVOCATE FOR HEALTH FOR ALL BY PROMOTING PARTICULARLY (a) the pursuit o f equity in health outcomes, and the equitable international mobilization and management of health resources; (b) the centrality of primary health care within health systems; (c) intersectoral responses to health challenges; (d) health promotion and prevention, with particular reference to environmental, occupational and nutritional health, and combating o f violence and substance abuse; (<?) attention to the most vulnerable health stages o f the life cycle (childhood; maternity, old age); (/) development o f an informed public opinion on health among all peoples; (g) resource mobilization for health. EUR/RC48/5 Seite 12 E B 101/7______________________________________________________________________ _____________________________ 2 DAS1C DOCUMENTS establish (he World Health Organization as a specialized agency within the terms o f Article 57 o f the Charter o f the United Nations. C ha pter I - O ujective Article I The objective o f the W orld Health Organization (hereinafter called the Organization) shall be the attainment by all peoples o f the highest possible level o f health. C h a p te r II - F unctio ns Article 2 In order to achieve its objective, the functions o f the Organization shall be: (а) to act as the directing and co-ordinating authority on international health work; (б) to establish and maintain effective collaboration with the United Nations, specialized agencies, governmental health administrations, professional groups and such other organizations as may be deemed appropriate; (c) to assist Governments, upon request, in strengthening health services; {(I) to furnish appropriate technical assistance and, in emergencies, neces­ sary aid upon the request or acceptance o f Governments; (c) to provide or assist in providing, upon the request o f the United Nations, health services and facilities to special groups, such as the peoples o f trust territories; (f) to establish and maintain such administrative and technical services as may be required, including epidem iological and statistical services; (g) to stimulate and advance work to eradicate epidemic, endemic and other diseases; (h) to promote, in co-operation with other specialized agencies where necessary, the prevention o f accidental injuries; (/') to promote, in co-operation with other specialized agencies where necessary, the improvement o f nutrition, housing, sanitation, recreation, econom ic or working conditions and other aspects o f environmental hygiene; (j) to promote co-operation among scientific and professional groups which contribute to the advancement o f health; (k ) to propose conventions, agreements and regulations, and make recom­ mendations with respect to international health matters and to perform CONSTITUTION OF WHO 3 such duties as may be assigned thereby to the Organization and are consistent with its objective; (/) to promote maternal and child health and welfare and to foster the ability to live harmoniously in a changing total environment; {in) to foster activities in the field o f mental health, especially those a ffec­ ting the harmony o f human relations; (;i) to promote and conduct research in the field o f health; (o) to promote improved standards o f teaching and training in the health, medical and related professions; (j?) to study and report on, in co-operation with other specialized agencics where necessary, administrative and social techniques affecting public health and medical care from preventive and curative points o f view, including hospital services and social security; (q) to provide information, counsel and assistance in the licld o f health, (r) to assist in developing an informed public opinion among all peoples on matters o f health; (.v) to establish and revise as necessary international nomenclatures of diseases, o f causes o f death and o f public health practices; (/) to standardize diagnostic procedures as necessary ; (i<) to develop, establish and promote international standards with respect to food, biological, pharmaceutical and similar products; (v) generally to take all necessary action to attain the objective o f the Organization. C ha pter III - M embe rship a n d A s s o c i a t e M emuersiiip Article 3 ■ Membership in the Organization shall be open to all Slates. Article 4 Members o f the United Nations may become Members o f the Organization by signing or otherwise accepting this Constitution in accor­ dance with the provisions o f Chapter XIX and in accordance with their constitutional processes. Article 5 The Stales whose Governments have been invited to send observers to the International Health Conference held in New York, 1946, may become EUR/RC48/5 Seite 14 EB/RDS/RC/1 10 July 1998 A nnex 2 Revised drug strategy WHO’s work in pharmaceuticals and essential drugs The Fifty-first World Health Assembly decided to refer resolution EB101.R24 on the revised drug strategy back to the Executive Board for further consideration at its 103rd session, taking into account discussions on the matter in Committee A and in-a drafting group of the Assembly. At its 102nd session, the Executive Board decided by decision EB102(14) to establish a two-tier method of working to explore the complex issues raised, in order to draft a resolution consideration at its 103rd session in January 1999. An ad hoc working group would be op<=n to all Member States wishing to participate and a subgroup would assist WHO in its contacts with relevant interested partners. It also decided that the subgroup would comprise the chairman of the drafting group established during the Fifty-first World Health Assembly, and two Member States from each region, of which at least one would be currently entitled to designate a person to serve on the Executive Board. The regional committees are invited to nominate their representatives to the subgroup. INTRODUCTION 1. Since its inception in 1948, WHO has been involved in worldwide public health efforts to improve quality assurance, safety, and efficacy of medicinal products. Examples of these activities include The International Pharmacopoeia for quality assurance (resolution WHA1.27, 1948), specifications for safely and efficac” ~f vaccines and other biologicals (resolution WHA1.26,1948), designation of International Nonproprietary Nt -s (INN) (resolution WHA3.11, 1950), and drug evaluation and monitoring (resolution WHA15.41,1962). 2. In 1975, the Health Assembly responded to serious problems of availability, cost, and use of drugs facing developing countries, by adopting resolution WHA28.66. This resolution requested the Director-General to provide greater direct assistance to Member States in the “formulation of national drug policies” and in “advising on the selection and procurement, at reasonable cost, of essential drugs of established quality corresponding to their national health needs.” This resolution built on the early, practical experiences of countries such as Norway, Peru, and Sri Lanka. 3. During the following 10 years, WHO prepared the first WHO Model List of Essential Drugs (1977), undertook a rapid series of 25 country assessments (from 1976 to 1978), formed an Executive Board Ad Hoc Committee on Drug Policies (1978), established the Action Programme on Essential Drugs (1981), and began to provide direct operational support to countries (1983). 4. In light of this work, WHO convened a major conference of experts on the rational use of drugs (Nairobi, 1985). The Nairobi conference resulted in the formulation of WHO’s revised drug strategy, which was adopted by the Health Assembly in 1986 (resolution WHA39.27). The strategy called for WHO to support governments in formulating and implementing national drug policies and action programmes on essential drugs; to expand normative functions and support for drug regulation and quality assurance; and to intensify dissemination of drug information, improve training of health personnel, and promote collaborative research. EB/RDS/RC/1 20/07 '98 MON 14:35 FAX +4122 791 41 67 WHO DAP GENEVA 5. Since 1986, WHO has carried forward and expanded implementation of the revised drug strategy, with frequent Health Assembly resolutions commenting on progress and constraints in implementation. TWENTY YEARS OF ESSENTIAL DRUGS 6. Essential drugs are those that satisfy the health care needs of the majority of the population; they should therefore be available at all times in adequate amounts and in the appropriate dosage forms.1 The essential drugs conccpt does not exclude all other drugs, but should focus therapeutic decisions, professional training, public information, and financial resources on those drugs which have the greatest public health impact. 7. Essential drugs have a substantial health impact: they save lives and improve health by combating a wide range of communicable and noncommunicable diseases. Within health systems, pharmaceuticals also have a major economic impact: in many developing countries spending on medicines accounts for the rgest share of household health spending and is the largest public expenditure for health after salaries, rharmaceuticals spending as a share of total health spending is greatest in developing countries, accounting for 25% to 66% of total public and private health expenditures (Figure 1). FIGURE 1. PHARMACEUTICAL SPENDING, AS PERCENTAGE OF TOTAL HEALTH SPENDING Qroan Oarmcny D «v«lep*4 G cuntrk s Ft*«e* (T-20% ) Spain Ctomaili UK U f*«l SU(m ■ ■ Xatiwrtands Noway Oulgart* = - Tr«rw K lenal countrl«» Ctach Hungary (15-30% ) CfMtl* Poland E«onia SJM Rk LJhuanfc bUN CHna *&»*•!• Ttoton* Turiafe D avaloolna e au n trto i Jordan A#9ar(J'« South A/ric* 0 10 20 30 40 M M ro The proportion of total expenditure used for pharmaceuticals is highest in developing countries. @002 1 The use of essential drugs. Third report of the WHO Expert Committee. Geneva, World Health Organization, 1988. Technical Report Series No. 770. EB/RDS/RC/1 8. Since the first WHO Model List of Essential Drugs was introduced in 1977, Member States, with the support of WHO and other organizations, have achieved a great deal. These achievements have contributed to narrowing the immense gap between the health benefits which pharmaceuticals could bring to the world’s population and the much smaller benefit that was actually being realized in 1977.' Achievements 9. In 1977 perhaps a dozen countries had what would now be considered an essential drugs list or an essential drugs programme. Today, three out of four countries - over 140 countries in total - have adopted national essential drugs lists. National essential drugs lists are widely used for public procurement systems, reimbursement schemes, training, public education, and other national health activities. Sixty per cent of countries have recently updated their list and WHO itself has updated the Model List of Essential Drugs on average every two years for the past two decades. 10. In 1977 the concept of a national drug policy was barely known. Today, nearly 90 countries have national drug policies in place or in preparation. From 1996 to 1997 alone, 30 countries adopted or substantially rev their national drug policies - most with WHO cooperation. National drug policies are being introduced at a growing pace in every region (Figure 2). More importantly, a growing number of countries arc now moving directly from policy to action through coordinated masterplans for implementation. The national drug policy process is increasingly serving as a framework, bringing together interested parties for pharmaceutical sector reform within countries. FIGURE 2. CUMULATIVE NUMBER OF NATIONAL DRUG POLICIES* 35 i AFR AMR EMR> EUR SEAR WPR [= 1 1 9 8 9 m 1991 CD 1993 H S 1995 * Includes 51 countries with current national drug policies, 36 with draft policies or policies more than 10 yeais old. National drug policies are being introduced at a growing pace in every region - increasingly these policies become plans of action for pharmaceutical sector reforms. 1 Action Programme on Essential Drugs. Report of the Biennium 1996-1997. Document WHO/DAP/MAC(IO)/98.4. 20/07 ’98 MON 14:40 FAX +4122 791 41 67 WHO DAP GENEVA EB/RDS/RC/1 @004 11. In 1977 objective infonnation on rational use of drugs was extremely limited - especially in developing countries. Today, nearly 100 governments and numerous national nongovernmental organizations have developed therapeutic manuals and formularies, which provide health professionals with current, accurate advice on the rational use of drugs. 12. In 1977 medical training in prescribing was often based on brand names, and little attention was given to systematic teaching about rational drug use. Today, use of generic names is the accepted standard for medical training and WHO’s Guide to Good Prescribing,1 with translations in 15 languages completed or in process, is being adopted by leading medical universities in countries at all levels of development. 13. Perhaps, most importantly, in 1977 less than half the world’s population had regular access to essential drugs. Today, through a combination of public and private health systems, it is estimated that nearly two-thirds of the world’s people have access to a full and effective treatment with the medicines they need. In absolute terms, the number of people estimated to have access to essential drugs has grown from roughly 2.1 billion in 1977 to 3.8 billion in 1997. Development of national drug policies, formulation of essential drugs lists, improvements in drug information, and increased access to essential drugs arc just a few examples of what has been achieved over the past 20 years through the efforts of Member States, WHO, and many other organizations. Unfinished agenda 15. Although much has been achieved, much remains to be done. Lack of access to essential drugs, irrational use of drugs, and poor drug quality remain serious global public health problems.2 16. Access to essential drugs. Availability and affordability of medicines remains a major global challenge. Although two-thirds of the world’s people now have acccss to essential drugs, literally hundreds of millions still do not (Figure 3). For example, in the poorest parts of Africa and Asia, over 50% of the population still lacks access to essential drugs. Whereas in many developed countries over 70% of pharmaceuticals are publicly funded through reimbursement plans and other mechanisms, in developing and transitional economies 50% to 90% of drugs are paid for by the patients themselves. And it is the poor and disadvantaged who suffer the most from financial, social and geographic barriers to availability and affordability of drugs. i /. Factors contributing to poor access to drugs include lack of clear national health policies, poorly functioning health services, inadequate financing, high drug prices relative to available funds, inefficient supply systems, and wasteful prescribing and dispensing practices. 18. Rational use of drugs. Despite the progress made in drug selection, availability of therapeutic information, and training, irrational use of drugs continues. For example, up to 75% of antibiotics are prescribed inappropriately, even in teaching hospitals. In poorer countries, studies find that 50% of customers buy only one day’s supply of antibiotics and 90% buy three days’ supply or less. Dispensing time in some settings averages less than 10 seconds per patient, allowing little time for counselling. Worldwide, an average of only 50% of patients take their medicines correctly. One of several serious health consequences of irrational drug use is the growth of antimicrobial resistance for major infectious diseases, including bacterial diarrhoea, gonorrhoea, malaria, pneumonia, and tuberculosis. Also, the more potent new drugs are usually between three and 10 times more expensive. ' Document WHO/DAP/94.11. 1 Document WHQ/DAP/MAC(10)/98.4. 4 EBmDS/RC/1 FIGURE 3. PERCENTAGE OF POPULATION ESTIMATED TO HAVE REGULAR ACCESS TO ESSENTIAL DRUGS (1997) ■ 2 c 50-80 68 C3 3 = 80-95 33 □ 4 = >95 41 One-third of the world’s population still lacks access to essential drugs. 19. Factors contributing to irrational drug use include inadequacies in training of health professionals, provision of drug information, and public education. Economic factors, unethical drug promotion, and poor use of diagnostic capacity are equally important. 20. Drug quality. Although global standards for drug quality are becoming more demanding, the actual quality of drugs on the market in many countries remains a major public concern. Surveys from a numb ' developing countries find that 10% to 20% of sampled dmgs fail quality control tests. It is estimated that fe«wr than one in three developing countries have fully functioning drug regulatory authorities. Failure in good manufacturing practiccs too often results in toxic, sometimes lethal, products. And expanding world trade is bringing fresh challenges to global quality assurance. 21. Assuring drug quality in local, national, and international markets requires sound regulatory norms and standards. Nevertheless, failures in quality assurance and drug control arise most commonly from gaps in the legislation, organization, financing, and human resources for drug regulation. WHO ACTIVITIES 22. WHO works globally, regionally, and at country level to address the challenge of ensuring access to essential drugs, rational use of drugs, and drug quality. Activities focus on global norms and standards, policy and technical development, and development of country programmes. Currently, within WHO, these activities are primarily the responsibility of the Action Programme on Essential Drugs and the Division of Drug Management and Policies. Collaboration with countries is facilitated by programmes and advisers on essential drugs and pharmaceuticals in each of the six WHO regions. Several other WHO health promotion and disease control programmes also have pharmaceutical components. 20/07 '98 MON 14:41 FAI +4122 791 41 67 WHO DAP GENEVA EB/RDS/RC/1 @006 Global norms and standards 23. WHO determines, establishes and promotes international standards for safety, quality and efficacy of pharmaceutical products and biologicals, including vaccines and blood products, and disseminates drug regulatory information. 24. Quality control specifications for pharmaceutical substances and products included in the WHO Model List of Essential Drugs continue to be drawn up and published in The International Pharmacopoeia (in English, French, and Spanish), and Basic tests for pharmaceutical substances and Basic testsfor pharmaceutical dosage forms are published in Chinese, English, French and Spanish. WHO’s Good Manufacturing Practices for Pharmaccutical Products (GMP) have been supplemented with recommendations for inspection of manufacturing locations, distribution channels and guidance for the establishment of quality control laboratories. A compendium of WHO guidelines and other materials relating to quality assurance of pharmaceuticals was published in 1997.1 Special projects are ongoing to train trainers in GMP and to upgrade GMP in local production of pharmaceuticals. Regulatoiy networks, information exchange, computer-assisted drug registration, etings for harmonization of measures and other intercountiy or country initiatives have been supported in _ _ch of the six WHO regions. From 1996 to 1997 support for drug regulation and quality assurance was provided to more than 50 Member States. 25. WHO continues to assign and publish INNs for newly developed pharmaceutical substances. Some 150 INNS are published annually, making a total of over 7000 since 1952. WHO has initiated a project for combating counterfeit drugs, and a reference guide on the subject is in the final stage of preparation. 26. Countries participating in international drug safety monitoring have increased to 51, and a number of countries, particularly in the Eastern Mediterranean, Latin America, and South-East Asia, receive support in establishing drug safety monitoring systems. 27. WHO continues to prepare and disseminate information on pharmaceutical products. An updated Model List of Essential Drugs (ninth list) was published in 1997.2 Model prescribing information has been issued for HIV and associated infections, and for drugs used for anaesthesia, and for skin, parasitic, and mycobacterial diseases. Work is in progress on a WHO model formulary for essential drugs. The quarterly journal, WHO Drug r~ formation, and the monthly WHO Pharmaceutical Newsletter provide current infonnation on drug safety, velopmcnt, regulation, and regulatory decisions. |> Policy and technical development 28. The 1997 operational strategy for the essential drugs programme3 highlighted five areas for policy and technical development. WHO work is now organized around these five areas, namely national drug policies, health economics and drug financing, drug management and supply strategies, rational drug use, and regulation and quality assurance capacity. In each area WHO initiates necessary strategic and operational research, draws up practical guidelines, provides infonnation and advocacy, and addresses the development of human resources. 29. National drug policies. Although national drug policies have been formulated in nearly 90 countries, implementation varies considerably. Greater emphasis is now laid on policy implementation through national plans of action and improved monitoring. WHO has prepared materials such as Guidelines for developing 1 Quality assurance ofpharmaceuticals: a compendium of guidelines and related materials. Vol. 1. Geneva, World Health Organization, 1997. 1 The use of essential drugs. Seventh report of the WHO Expert Committee. Geneva, World Health Organization, 1997. WHO Technical Report Series No. 867. 1 Document DAP/MAC(9)/97.4. 6S/RDS/RC/7 national drug policies and a manual of indicators for monitoring national drug policies.1 It also recently carried out a comparative analysis of national drug policies in 12 countries. Current priorities include updating the World drug situation, which will contain global comparative information about national drug policies and pharmaceutical sector development, and establishing a network of sentinel countries for monitoring implementation and impact of national drug policies. 30. Health economics and drug financing. Access to drugs depends on adequate financing and efficient use of available resources. Recent literature has included Health reform and drag financing,2 Public-private roles in the pharmaceutical sector,3 Pharmaceuticals and health sector reform in the Americas: an economic perspective, Global comparative pharmaceutical expenditures/ and Globalization and access to drugs.3 Areas of current concern include the role of public financing for drugs, gender and access to drugs, world trade agreements and access to drugs (see Annex), mechanisms for promoting generic drug use, and provision of drugs through health insurance programmes. 31. WHO has completed reviews of pricing policies in the Americas and in Europe, and is preparing a global summary analysis. In consultation with interested parties, it has initiated a study on prices, and sources c information on prices, of essential drugs. The African Region has already initiated a pilot service for regio exchange of price information. WHO continues to ensure that price information on raw materials for essential drugs is regularly made available, and recently commissioned an independent review of this price information service. 32. Drug management and supply strategies. Recent work in the area of drug management and supply has included collaborative publication of the second edition of the standard reference work, Managing drug supply. revision of the New emergency health kit/' completion of a study on collaboration between WHO and nongovernmental organizations in drug supply, and development of international and regional training programmes. Guidelines for drug donations were issued in 1996,7 as an interagency document endorsed by eight international organizations. The guidelines have been widely distributed in English, French and Spanish, and adopted or adapted by 15 donor or recipient countries. By the end of 1998, a major evaluation of donor and recipient experience with the guidelines should be completed. 33. Current priorities include a multicountry assessment of drug supply strategies in the context of health reform, expanded international and regional drug management training, and support for review and revision of pharmacy curricula. The assessment of drug supply strategies will consider experiences with innovative d supply arrangements, including decentralized and privatized supply, and improvements in traditional central medical stores. 34. Rational drug use. Rational use of drugs involves prcscribers, dispensers, and the general public. Past efforts have emphasized training of medical educators and prescribe« through networks such as the International Network for Rational Use of Drugs and through WHO collaborating centres in Australia, Indonesia, the Netherlands, and elsewhere. WHO also supports research into effective strategies to improve the use of medicines, and development of research methods for the study of drug use in communities and health facilities. WHO co-sponsored a major international conference (Chiang Mai, Thailand, 1997) which brought together 270 1 Document WHO/DAP/94.12. 1 Document WHO/DAP/98.3. 1 Document WHO/DAP/97.12. 4 In preparation. 5 Document WHO/DAP/98.9. ‘ Document WHO/DAP/90.1. ’ Document WHO/DAP/96.2. 20/07 '88 MON 14:43 FAX +4122 791 41 67 WHO DAP GENEVA EB/RDS/RC/1 @008 researchers from the public sector, academia, nongovernmental organizations and industry to identify successful interventions to promote rational drug use.1 35. Current priorities include training in rational drugs use in the community; containment of resistance through more rational use of antimicrobial drugs; expansion of training in promotion of rational drug use in French-.and Spanish-speaking countries; and implementation of WHO’s Ethical criteria for medicinal drug promotion. A draft strategy for review and assessment of the effectiveness of the ethical criteria was elaborated with contributions from a round table of Member States and interested parties. The strategy seeks to achieve greater impact through intersectoral and international collaboration, stronger regulation, self-regulatory codes, and measures to enable consumers and health professionals to assess drug promotion critically. 36. Regulation and quality assurance capacity. WHO is increasing its emphasis on country-level implementation of effective drug regulation and quality assurance by focusing on organization, financing, and human resources for drug regulation. In addition to activities noted in paragraphs 9 to 14 above, WHO has initiated a multicountry working group on effective drug regulation. The group will define measures of —gulatory effectiveness, compare national approaches to drug regulation, and assess which approaches seem >st effective in particular settings. Country programme development 37. WHO’s largest commitment of regular budget and extrabudgetary resources for pharmaceuticals and essential drugs is for direct support to countries. WHO collaborates with countries to implement national drug policies and programmes which address each critical element in the pharmaceutical sector: legislative and regulatory framework, selection of drugs, national supply strategics, quality assurance, rational use of drugs, financing and economic strategies, human resources development, and monitoring. Work at country level often includes integration of local experience and the various programme-specific WHO guidelines for standard treatment into a single national manual of clinical guidelines. This becomes the basis for the national essential drugs list, training, and supply activities. 38. Country support may be for initial situation analysis, development of policy and strategy, implementation of comprehensive national programmes, or specific technical activities. Priorities for regular budget support are set at national level as part of the regional WHO budgeting process. Extrabudgetary support is based on criteria ich include severity of need, level of development, national commitment, likelihood of sustainable impact, demonstration value, value for development, and existence of a window of opportunity. In 1996-1997, regular budget support for work in pharmaceuticals and essential drugs was provided to over 80 countries and extrabudgetary support was provided to over 50 countries. 39. Increasingly, countries are supported through exchange of information at regional and subregional level, networks, working groups and research projects. Such initiatives provide a practical means to share experience and to solve collectively problems of mutual concern related to the pharmaceutical sector. Recent regional initiatives have addressed such matters as pharmaceuticals in health reform, drug financing, pharmacy curriculum reform, harmonization of drug regulation, rational drug use, and improvements in good manufacturing practices. 8 1 See Essential Drugs Monitor. 1997,23:6-12. EBrftDSföC/1 RESOLUTION ON THE REVISED DRUG STRATEGY 40. In January 1998, the Executive Board at its 101st session considered the Director-General’s report on the revised drug strategy.1 The Board recognized progress made, and commended the work of WHO in promoting the essential drugs concept and national drug policies, and improving drug regulation. In order to address specific constraints on access to drugs, rational use of drugs, and drug quality, it adopted resolution EB101 .R24 on the revised drug strategy. The Fifty-first World Health Assembly was invited to consider the resolution in May 1998. Since January 1998, several Member States indicated their concerns regarding some points in the resolution. Committee A of the Fifty-first World Health Assembly therefore decided to establish a drafting group. 41. The following Member States participated in the drafting-group meetings which took place throughout the Assembly: Argentina, Australia, Belgium, Botswana, Brazil, Canada, Finland, France, Germany, Italy, Japan, Malawi, Mexico, Namibia, New Zealand, Norway, South Africa, Swaziland, Sweden, Switzerland, United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland, United States of America, Zambia and Zimbabwe. In addition, the Commonwealth Secretariat and the European Commission attended the drafting group. i| 42. The following three points in resolution EB101 .R24 led to most discussion in the drafting group, and no consensus was reached on language: ■ —(b) new world trade agreements may have a negative impact on local manufacturing capacity and the access to and prices of pharmaceuticals in developing countries,... (seventh preambular paragraph). ■ 1. URGES Member States: (2) to ensure thatpublic-health interests rather than commercial interests have “primacy" in pharmaceutical and health policies... ■ 2. REQUESTS the Director-General: (6) to cooperate with Member States in analysing the pharmaceutical and public health implications of agreements the application of which is overseen by the World Trade Organization and in developing appropriate policies and regulatory measures; 43. Finally, the Health Assembly decidcd in decision WHA51(10) to refer the resolution back to the Executive Board for further consideration at its 103rd session, taking into account the discussions of the matter in Committee A and in the drafting group. 44. Subsequently the Executive Board at its 102nd session decided in decision EB 102(14) to establish an open-ended ad hoc group to explore the complex issues raised by resolution EB101.R24 on the revised drug strategy. The group will take note of the outcome of contacts pursued by WHO with other partners, including WTO, WIPO, industry and nongovernmental organizations, in order to draft a resolution for consideration by the Executive Board at its 103rd session in January 1999. 1 Document EB101/10, section VII. 9 20/07 '98 MON 14:44 FAX +4122 791 41 67 WHO DAP GENEVA EB/RDS/RC/1 @010 ACTION BY THE REGIONAL COMMITTEES 45. In accordance with decision EB102(14) regional committees are requested to select two Member States to participate in the subgroup mentioned therein, of which one Member State will be currently entitled to designate a person to serve on the Executive Board. The subgroup will meet in Geneva after the regional committees and before or during the 103rd session of the Executive Board in order to finalize the resolution on the revised drug strategy. EBföDSmcn ANNEX WORLD TRADE AGREEMENTS AND PHARMACEUTICALS 1. In 1996 the Forty-ninth World Health Assembly, by resolution WHA49.14, requested the Director-General “to report on the impact of the work of the World Trade Organization (WTO) with respect to national drug policies and essential drugs”. New international trade agreements affect health care issues, including pharmaceuticals, and present new opportunities, challenges, and uncertainties, (n particular, a number of WHO Member States have expressed conccm about the possible impact of WTO agreements on the health sector in developing countries. WORLD TRADE ORGANIZATION 2. WTO is the international body dealing with the rules of trade between nations. The Agreei establishing WTO came into force on 1 January 1995, but the multilateral trading system is half a century older, as the General Agreement on TarifFs and Trade (GATT) had previously provided rules for international trade. WTO states that the basic principles that run through the WTO agreements are (i) nondiscrimination; (ii) progressive liberalization of barriers to trade; (iii) predictable policies and transparency; (iv) encouragement of competition; and (v) special provisions for developing countries.1 3. WTO has 132 Member governments, and a further 31 are in the process of negotiating accession. The specific agreements annexed to the Agreement establishing WTO provide the legal groundrules for international commerce. Those of greatest relevancc for the health sector are: the Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights (TRIPS); the Agreement on the Application of Sanitary and Phytosanitaiy Measures (SPS); the Agreement on Technical Barriers to Trade (TBT); and the General Agreement on Trade in Services (GATS). The TRIPS Agreement may have the greatest impact in the pharmaceutical sector. 4. WTO aims to establish a rule of law in international trade relations and, for this purpose, provides for a mechanism for the settlement of disputes between Members. Members commit themselves to settle disputes about compliance with WTO obligations through and in conformity with the multilateral dispute settle! t mechanism and not to take action unilaterally. THE AGREEMENT ON TRADE-RELATED INTELLECTUAL PROPERTY RIGHTS 5. The TRIPS Agreement links intellectual property and trade issues and provides minimum global standards for the protection and enforcement of intellectual property rights, including in relation to pharmaceuticals. All WTO Members are required to implement these standards by the end of their respective transition periods. 6. Prior to the TRIPS Agreement, international conventions did not contain minimum standards for the protection of patents, including in the area of pharmaceuticals, in a number of important respects. Although most countries, both developed and developing, protected pharmaceutical process and patent inventions, others did not, and the duration and scope of protection also varied between countries. The provisions given below are the key requirements of the TRIPS Agreement in regard to patents in the area of pharmaceuticals. 1 Introduction to the WTO: Trading into the future. Geneva, World Trade Organization, 1998. Also available on the WTO web site: http:// www.wto.org/wto/about/facts2.htm. 11 20/07 '98 MON 14:45 FAI +4122 791 41 67 WHO DAP GENEVA BB/RDS/RC/1____________ _____ Annex @012 Patentability. The Agreement requires Member States to make available patent protection for a minimum of 20 years for any invention, including of a pharmaceutical product or process, that fulfils the criteria of novelty, inventive step and usefulness (subject to permissible exceptions in regard to inventions that are contrary to ordre public or morality, methods of diagnostic, therapeutic and surgical methods for the treatment of humans or animals, and certain plant and animal inventions). Rights conferred. The Agreement specifies the rights conferred on a patent owner, but also allows for limited exceptions and compulsory licensing subject to specified conditions. Transitional arrangements. The Agreement provides transitional periods for countries to bring their national legislation and practices into conformity with its provisions. With respect to the substantive rules on patent protection, the latest dates for WTO Members are 1 January of the following years: 1996 for developed countries; as a general rule, 2000 for developing countries; 2005 for the introduction of product patent protection for pharmaceuticals in developing countries which have not done so by 2000; and 2006 for least- developed countries. _ .her provisions. The Agreement also contains provisions on the protection of undisclosed information, including test data; anticompetitive practices; trademarks (relevant to generic substitution and combating of counterfeit drugs); and enforcement. WHO ACTIVITIES ON TRADE AGREEMENTS AND ACCESS TO DRUGS 7. WHO programmes concerned with health services, pharmaceuticals, vaccines and food safety have each become involved in health-related aspects of WTO agreements. In relation to pharmaceuticals and in response to resolution WHA49.14, WHO has initiated a series of activities aimed at identifying issues in WTO agreements related to essential drugs and national drug policies, studying the implications of these issues, and advising Member States on opportunities to promote public health through these agreements. This work has resulted in material included in the attached selected reading list, an Internet discussion group, consultations in some WHO regions, and initiation of work on a practical document on “Frequently asked questions on trade agreements and drugs”. WHO’s approach in this area is based on its long-standing recognition (resolution WHA35.14) that intellectual property rights (patents) contribute to the development of new health technologies, including drugs, and that the TRIPS Agreement has established standards for the protection of intellectual property rights, including in respect of pharmaceuticals, which are obligatory for all WTO Members. Among other things, WHO has been informing countries about TRIPS provisions which may help to ensure availability of drugs and fair competition. Examples of implementing legislation for these TRIPS provisions can be found in several industrialized and some developing countries. QUESTIONS ABOUT WTO AGREEMENTS AND PHARMACEUTICALS 9. The TRIPS Agreement has proven to be one of the most controversial of the WTO agreements. Many argue that TRIPS should lead to increased development of drugs; increase in technology transfer and dircct foreign investment in developing countries; increase in the resources devoted to research and development by developing country pharmaceutical companies and, linked to this, a reduction in the “brain drain” from developing to industrialized countries; and improvement in the welfare of the population resulting from a wider range of better quality products. 10. Others argue that the Agreement will result in higher drag prices in many developing countries; no significant increase in the number of new drugs, at least for those problems specific to developing countries; Annex EB/RDS/RC/1 further concentration of research, development, and production in industrialized countries; and no increase in local research and development in developing countries. 11. These arguments have been put forward by various acadcmic and nonacademic sources, each drawing upon different theoretical and empirical evidence. From a health perspective, questions of particular importance in implementing the TRIPS Agreement are: How can future access to newly patented essential drugs be guaranteed for the poorest populations in developing countries? and How can the discovery and development of new and needed drugs for malaria, tuberculosis, and other conditions prevalent in developing countries be assured? SELECTED READING ON WTO AGREEMENTS AND PHARMACEUTICALS The following is a selected chronological listing of some recent working papers and publications by WHO, other United Nations organizations, nongovernmental organizations, and other interested parties. Veläsquez G, Boulet P. Globalization and access to drugs - the implications of the WTO/TRIPS Agree: t. Health Economics and Drugs DAP Series No.7. Geneva, World Health Organization, 1998. Document WHO/DAP/98.9. The question of patents. Geneva, International Federation of Pharmaceutical Manufacturers Associations, 1998. The TRIPs Agreement - a guide for the South. Geneva, South Centre, 1997. Otten A. The implications of the TRIPS Agreement for the protection of pharmaceutical inventions. WHO Drug Information, 1997,11: 1. Power, patents and pills - an examination of GATT/WTO policies and essential drug policies. Seminar Report. Amsterdam, Health Action Intemational-Europe, 1997. The TRIPS Agreement and developing countries. Geneva, United Nations Conference on Trade and Development, 1996. Document UNCTADATE/1. 13

Key facts
Adoption date
Source World Health Organization