RESOLUTION EUR/RC49/R8 990008 16 September 1999 ORIGINAL: ENGLISCH Europäischer Aktionsplan Alkohol - dritte Phase Neunundvierzigste T agung 27 EUR/RC49/R8 E u r o p ä is c h e r A k t i o n s p l a n A l k o h o l - d r it t e P h a s e Das Regionalkomitee - unter Hinweis auf das gesundheitspolitische Rahmenkonzept „Gesundheit für alle“ für die Europäi sche Region für das 21. Jahrhundert, das es 1998 (in Resolution EUR/RC48/R5) gebilligt hat, und insbe sondere unter Hinweis auf Ziel 12, in dem es um die Reduzierung von alkoholbedingten Schäden geht, unter Hinweis auf seine Resolution EUR/RC42/R8, mit der es die erste und zweite Phase des Euro päischen Aktionsplans Alkohol und der Europäischen Alkoholcharta, die auf der europäischen Konferenz Gesundheit, Gesellschaft und Alkohol vom 12.-14. Dezember 1995 in Paris verabschiedet wurden, ange nommen hat, nach Behandlung von Dokument EUR/RC49/9, das Vorschläge für die dritte Phase des Europäi schen Aktionsplans Alkohol enthält - 1. STELLT SICH HINTER die dritte Phase des Europäischen Aktionsplans Alkohol als Leitliniendo kument für die europäischen Mitgliedstaaten, unter Berücksichtigung ihrer unterschiedlichen Kulturen und sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten, 2. BITTET die Mitgliedstaaten EINDRINGLICH: a) eine nationale Alkoholpolitik aufzustellen oder ihre bestehende Politik so umzugestalten, daß sie der Europäischen Alkoholcharta entspricht, und Programme einzurichten, die in Übereinstim mung mit den in der dritten Phase des Aktionsplans dargelegten Ergebnissen und Maßnahmen ste hen, b) die Bedeutung von multisektoralen Maßnahmen und die wichtige Rolle, die bürgemahe Gemeinschaften und Gesundheitssysteme bei der Förderung und Umsetzung des Aktionsplans spielen, anzuerkennen, c) die Umsetzung von Tätigkeiten zu unterstützen, mit denen die Resultate des Aktionsplans in Organisationen, die zur Erreichung der Gesamtziele beizutragen vermögen, angestrebt werden können, d) Maßnahmen zum Schutz junger Menschen vor durch Alkohol bewirkten Schäden ergreifen und Programme aufzustellen, in die junge Menschen einbezogen werden, 3. BITTET die Organisationen der Europäischen Integration, zwischenstaatliche und nichtstaatliche Organisationen sowie Selbsthilfebewegungen EINDRINGLICH, gemeinsam mit den Mitgliedstaaten und mit dem Regionalbüro zu handeln, um die in der gesamten Region unternommenen Bemühungen um eine Verringerung der durch den Alkoholkonsum bedingten Schäden zu maximieren, 4. ERSUCHT den Regionaldirektor: a) sicherzustellen, daß der Aktionsplan durch das Regionalbüro und dessen Netze unterstützt wird, und zwar durch Mittel aus dem Ordentlichen Haushalt der WHO und durch Bemühungen um die Beschaffung von mehr freiwilligen Beiträgen, b) mit den Mitgliedstaaten und anderen Organisationen zusammenzuarbeiten und ihnen in ihren Bemühungen um eine Verringerung der durch den Alkoholkonsum entstehenden Schäden und von alkoholbedingten Problemen in der Region behilflich zu sein, 28 B ericht des Regionalkomitees für Europa c) für die Europäische Region ein System zur Erfassung von Informationen über alkoholbe dingte Probleme zu schaffen, um die für die Umsetzung des regionalen Aktionsplans relevanten In formationen sammeln, analysieren und weitergeben zu können, d) im Rahmen des Berichts des Regionaldirektors dem Regionalkomitee alle zwei Jahre über die bei der Umsetzung des Aktionsplans gemachten Fortschritte zu berichten. G E S U N D H E 1T21 Europäisches Ziel 12. EUR/RC49/R9 M o d e r n i s ie r u n g d e r R o l l e d e r P u b l i c H e a l t h i n d e r E u r o p ä is c h e n R e g i o n Das Regionalkomitee - in Anerkennung der Bedeutung von Public Health als Teil von GESUNDHEIT21 - dem gesundheits politischen Rahmenkonzept „Gesundheit für alle“ für die Europäische Region, ferner in Erkenntnis dessen, daß Public-Health-Manager und andere, im gesundheitspolitischen Rahmenkonzept „Gesundheit für alle“ definierte im Pubiic-Health-Bereich Beschäftigte Integrität besit zen und hohes berufliches Ansehen genießen müssen, um wirksam sektor- und institutionsübergreifend koordinieren und bei Politikern und Bevölkerung Unterstützung finden zu können, in der Auffassung, daß Public Health ihrem Wesen nach multidisziplinär ist und sich auf eine Viel falt von beruflichen Fertigkeiten stützen muß, im Bewußtsein der Schlüsselrolle, mit der Institutionen für die Public-Health-Aus- und - Fortbildung, und insbesondere Hochschulen bzw. Fakultäten für Public Health, zu einer Public-Health- Infrastruktur beitragen und Arbeitskräfte ausbilden können, die imstande sind, die Werte und Ziele von GESUNDHEIT21 umzusetzen - 1. STELLT SICH HINTER die Prinzipien und Strategien zur Stärkung der Public-Health-Funktion und der Public-Health-Infrastruktur, -Ausbildung und -Forschung in der Europäischen Region, wie in Dokument EUR/RC49/10 und in Übereinstimmung mit GESUNDHEIT21 dargelegt, 2. BITTET die Mitgliedstaaten EINDRINGLICH: a) sicherzustellen, daß die Hauptaufgaben und -funktionen von Public Health und die Public- Health-Infrastruktur, -Ausbildung und -Forschung den in Dokument EUR/RC49/10 und in GESUNDHEIT21 genannten Herausforderungen gerecht werden und den dort dargelegten Prinzipien und Strategien entsprechen, b) besonderes Gewicht auf ein umfassendes Programm für die Entwicklung von Humanres sourcen durch gesundheitswissenschaftliche Grund- und Postgraduiertenstudiengänge und Fortbil dungsangebote für Gesundheitsfachkräfte und andere Berufsgruppen, deren Arbeit einen Einfluß auf die Gesundheit haben kann, zu legen, wobei vorrangig sicherzustellen ist, daß man ein starkes Arbeitskräftepotential von Public-Health-Spezialisten heranzieht und ihre Ausbildung an Hoch schulen für Public Health oder ähnlichen Einrichtungen vorsieht, 3. ERSUCHT den Regionaldirektor: a) die Kapazität des Regionalbüros zu stärken, die Organisation und Praxis der Public Health überall in der Europäischen Region führend zu fördern und zu stützen und die Kommunikation und
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Neunundvierzigste Tagung des Regionalkomitees für Europa: Florenz, 13. – 17. September 1999: Europäischer Aktionsplan Alkohol: dritte Phase
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