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Achtundvierzigste Tagung des Regionalkomitee für Europa: Kopenhagen, 14. - 18. September 1998: Bericht des Ständigen Ausschusses des Regionalkomitees

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« 1 9 4 8 « 1 9 9 8 W ELTG ESUN D H EITSO RG AN ISATIO N Region albüro für E uropa K openhagen REGIONALKOMITEE FÜR EUROPA Achtundvierzigste Tagung, Kopenhagen, 14. - 18. September 1998 B er ic h t d es Stä n d ig en A u ssc h u sses d es R eg io n a lk o m it ees Das Dokument enthält einen Bericht über die vom Ständigen Aus­ schuß des Regionalkomitees (SC R C ) seit der 47. Tagung des Re­ gionalkomitees geleistete Arbeit. Es umfaßt die Tagungen im De­ zember 1997 sowie im April und Mai 1998. Der Bericht der Ta­ gung vom September 1998 wird diesem Dokument gesondert als Addendum beigefügt. Das Regionalkomitee wird auf den abschließenden Absatz der ein­ zelnen Abschnitte hingewiesen, in dem die zu ergreifenden An­ schlußmaßnahmen angegeben werden. Drei Resolutionsentwürfe zur Behandlung durch das Regionalko­ mitee sind beigefiigt: einer zur Annahme des vorliegenden B e­ richts, einer zur Annahme von Änderungen der Geschäftsordnung des Regionalkomitees und des SCRC und einer über das Verfahren zur Ernennung einer Regionalen Auswahlkommission für Kandi­ daten/Kandidatinnen für das Amt des Regionaldirektors/der Regio­ naldirektorin. Punkt 2 c) der vorläufigen Tagesordnung EUR/RC48/3 + EUR/RC48/Conf.Doc./3 + EUR/RC48/Conf.Doc./4 + EUR/RC48/Conf.Doc./8 15. Juni 1998 04528 ORIGINAL: ENGLISCH INHALT Seite Einleitung....................................................................................................................................................................................... 1 Der laufende Haushaltszeitraum (1 9 9 8 -1 9 9 9 ) .................................................................................................................. 1 Überprüfung der vom Sekretariat nach der 47 . Tagung des Regionalkomitees getroffenen M aßnahm en.......................................................................................................................................................................1 Externe Evaluierung des NEHAP-Program m s........................................................................................................1 Auswahl externer Gutachter...........................................................................................................................................2 Evaluierung des EUROHEALTH-Program ms........................................................................................................2 Externe Überprüfung der Verwaltungsabteilung und der verantwortlichen Leitung................................. 2 W HO-Kooperationszentren............................................................................................................................................ 2 Fortschrittsbericht zum Thema „Regionale Gliederung“..................................................................................... 3 Der kommende Haushaltszeitraum (2 0 0 0 -2 0 0 1 ) .............................................................................................................4 Programmhaushaltsvoranschlag für die Europäische Region, 2 0 0 0 -2 0 0 1 .................................................... 4 Aktionsplan Tabak.............................................................................................................................................................5 Weiterentwicklung der Public Health in E urop a.................................................................................................... 6 Mittelfristige A ufgaben.............................................................................................................................................................6 Die Politik Gesundheit für alle in der Europäischen Region im einundzwanzigsten Jahrhundert....... 6 Verfahrensfragen und sonstige Angelegenheiten.............................................................................................................9 „Halbständige“ Mitglieder des Exekutivrats............................................................................................................9 Nominierungen für die Mitgliedschaft im Exekutivrat und in anderen A usschüssen.............................10 Rolle des S C R C ............................................................................................................................................................... 10 Ersezung von SCRC-M itgliedern.............................................................................................................................. 10 Vorläufige Tagesordnung und Resolutionsentwürfe für die 48. Tagung des Regionalkomitees.........10 Veranstaltungen zum fünfzigsten Jahrestag der WHO in der Europäischen Region...............................11 Ansprache der Präsidentin der EUR-Personalvereinigung............................................................................... 11 Regionale Auswahlkommission für Kandidaten/Kandidatinnen für das Amt des/r Regionaldirektors/Regionaldirektorin.................................................................................................................... 12 Anhang 1: Zusammensetzung des S C R C ......................................................................................................................... 13 EUR/RC48/3 Seite I E in l e it u n g 1. Der Ständige Ausschuß des Regionalkomitees (SC R C ) trat am 19. September 1997 mit den vom Regionalkomitee auf dessen 47. Tagung (R C 47) gewählten neuen Mitgliedern in Istanbul zu einer kurzen Planungsbesprechung zusammen. Gemäß Regel 14.2.3 der Geschäftsordnung des Regionalkomitees übernahm Dr. V. Grabauskas, der zum Stellvertretenden Exekutivpräsidenten des Regionalkomitees ge­ wählt worden war, das Amt des Vorsitzenden des SCRC. Dr. J. Metters wurde einstimmig zum Stellver­ tretenden Vorsitzenden gewählt. 2. Nach Überprüfung seines Arbeitsprogramms für die Amtszeit 1997-1998 beschloß der SCRC, fol­ gende Tagungen abzuhalten: (auf freundliche Einladung seines Vorsitzenden) am 11. und 12. Dezember 1997 in Kaunas, Litauen; vom 22. bis 24. April 1998 am Regionalbüro für Europa (EU R O ); am 10. Mai 1998 (am Vorabend der 51. Weltgesundheitsversammlung) in G enf und am 12. September 1998 (vor Er­ öffnung des R C 48) in EURO. D e r l a u f e n d e H a u s h a l t s z e it r a u m (1 9 9 8 -1 9 9 9 ) Überprüfung der vom Sekretariat nach der 47. Tagung des Regionalkomitees getroffenen Maß­ nahmen 3. Nachdem der SCRC vermerkt hatte, daß es zu seiner Aufgabe gehöre, die Umsetzung der Resolu­ tionen und Beschlüsse des Regionalkomitees sicherzustellen, brachten die M itglieder (auf der zweiten Tagung) ihre Anerkennung über die vom Sekretariat geleistete umfangreiche Arbeit zum Ausdruck. Sie baten darum, den Sachstandsbericht über die Aktivitäten von EURO, der vom Regionaldirektor derzeit in monatlichen Abständen an den Exekutivpräsidenten des Regionalkomitees und den SCRC-Vorsitzenden versandt wird, künftig allen Mitgliedern des SC RC zuzustellen. A uf der dritten Tagung stellte der Vorsit­ zende mit Zufriedenheit fest, daß dies jetzt geschehe. Externe Evaluierung des NEHAP-Programms 4. A uf seiner dritten Tagung wurde dem SC RC eine Beschreibung des Mechanismus zur Durchfüh­ rung des EURO-Programms über die einzelstaatlichen Aktionspläne Umwelt und Gesundheit (NEHAPs) unterbreitet. Dabei wurden die an der Umsetzung der NEHAPs beteiligten Hauptakteure, Bereiche und einschlägigen Instrumente identifiziert. Auch wurden die neuesten Informationen über die Anzahl der Länder vorgelegt, die derzeit an der Erstellung ihrer NEHAPs arbeiten oder diese bereits abgeschlossen haben (d. h. mit Ausnahme von vier Ländern alle 51 Mitgliedstaaten der Europäischen Region). 5. Anschließend legte Dr. Niall Tiem ey den Bericht über die externe Evaluierung (Dokument EUR/RC47/SC(3)/8) vor, die er zusammen mit Dr. Gerard Breart durchgeführt hatte. Das Team hatte ei­ nen Fragebogen an alle Mitgliedstaaten verschickt und die eingegangenen Antworten zusammengestellt. Außerdem hatte es umfassende Auskünfte von EURO-M itarbeitem erhalten, eine Durchsicht von Doku­ menten vorgenommen, an einer Sitzung der NEHAP Task Force teilgenommen und die Gesundheits- und Umweltministerien zweier Länder besucht. B ei der Evaluierung waren die vom SC R C zwei Jahre zuvor vorgeschlagenen acht Kriterien benutzt worden. 6. A uf dieser Basis waren die Gutachter zu dem Ergebnis gekommen, daß das Programm gut konzi­ piert und durchdacht sei. Die Länder hielten den NEHAP-Prozeß für zweckdienlich und angebracht. Man habe gute Fortschritte gemacht, und die Mehrheit der Mitgliedstaaten dürfte ihre NEHAPs rechtzeitig für die im Juni 1999 in London anberaumte Dritte Europakonferenz Umwelt und Gesundheit abgeschlossen haben. 7. In Beantwortung einer Reihe von Fragen, die in den ausgefüllten Fragebögen, in Interviews und auf Sitzungen aufgeworfen worden waren, hatten die Gutachter mehrere Empfehlungen abgegeben. Das EUR/RC48/3 Seite 2 EURO-Programm sollte zusätzliche Mittel (Personal und Gelder) erhalten, und das Büro sollte sich auf die Programme beschränken, deren Finanzierung bereits gesichert sei. EURO sollte (in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten) bei der Ermittlung und Koordination möglicher Finanzierungsquellen für die Arbeit auf Länderebene eine aktive Rolle spielen. 8. Der SC RC begrüßte die Evaluationsergebnisse und schloß sich den Empfehlungen weitgehend an. Er wies auf die beachtlichen Fortschritte hin, die seit der Ersten Europäischen Konferenz Umwelt und Gesundheit im Jahre 1989 erzielt worden seien, und meinte, die Art und W eise, wie man bei der Evaluati­ on vorgegangen sei, biete ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie sektorübergreifende Arbeit in der Pra­ xis funktionieren könne. 9. Abschließend zeigte sich der SCRC darin einig, daß es künftig wichtig sei, bei der Beurteilung der Frage, was die WHO in den Ländern bewirkt habe, sowohl die Länder- als auch die Mehrländerprogram- me der Organisation zu berücksichtigen. Er war allgemein der Ansicht, daß der Mechanismus der exter­ nen Evaluierung gut funktioniere. Auswahl externer Gutachter 10. Dr. Judit Csehak (Ungarn) und Dr. Luigi Bertinado (Italien) wurden vom SCRC durch das Los für 1999 als externe Gutachter für die Evaluierung des Programms Übertragbare Krankheiten bestimmt. Dr. Alberto Oriel Bosch (Spanien) und Etienne Caniard (Frankreich) wurden zu Stellvertretern gewählt. Evaluierung des EUROHEALTH-Programms 11. In Anbetracht der derzeit in der Abteilung Gesundheitliche Entwicklung in den Ländern laufende Entwicklungsarbeit und der finanziellen Konsequenzen einer umfassenden Evaluierung, beschloß der SCRC, dem Regionalkomitee zu empfehlen, die Evaluierung des EUROHEALTH-Programms auf das Jahr 2000 zu verschieben (statt sie, wie in Resolution EUR/RC45/R6 gefordert, 1999 durchzuführen). Maßnahmen des Regionalkomitees • Die Delegierten sollten überlegen, ob sie sich der Emp­ fehlung des SCRC anschließen können. Externe Überprüfung der Verwaltungsabteilung und der verantwortlichen Leitung 12. Der SC RC bestellt jedes Jahr ein Gutachterteam, das aus einem vom SCRC zusammengesetzten Gremium von Public-Health-Experten ausgewählt wird, um eines der Fachprogramme des Regionalbüros zu beurteilen. Der Regionaldirektor war jedoch der Ansicht, daß es sinnvoller sei, die Verwaltungsabtei­ lung und die verantwortliche Leitung des Regionalbüros durch ein eigentliches Managementberatungs- untemehmen evaluieren zu lassen. Deshalb entschied sich der EURO-Vertragsprüfungsausschuß, für die­ sen Zweck das internationale Unternehmen Deloitte & Touche zu holen. 13. A uf seiner zweiten Tagung billigte der SCRC diese Vorgehensweise und bestätigte, daß er auf sei­ ner nächsten Tagung den vollständigen Bericht der Beratungsfirma einsehen wolle. Demgemäß legte Morten Ry, Projektkoordinator der Deloitte & Touche Consulting Group, dem SCRC den Bericht im April 1998 vor. 14. Mehrere Mitglieder des SCRC merkten an, daß von den Verwaltungen in ihren Ländern Unteneh- mensberatungsfirmen in Anspruch genommen worden seien, um sich mit vielen der im Bericht aufgegrif­ fenen Fragen zu befassen. Der SCRC äußerte sich anerkennend dazu, daß der Regionaldirektor die Über­ prüfung habe durchführen lassen und die Ergebnisse vorgelegt habe. Er erklärte, daß sich Änderungen in der Verwaltungs- oder Leitungspraxis des Regionalbüros zwar auf den konkreten Nachweis finanzieller und qualitativer Vorteile gründen müßten, erkannte aber gleichzeitig an, daß es sich hierbei um eine Sa­ che des internen Managements handele, zu der es dem SCRC nicht anstehe, Empfehlungen abzugeben. WHO-Kooperationszentren 15. Anfang 1997 hatte der SCRC das Sekretariat um einen Überblick über die W HO-Koope­ rationszentren und um einen entsprechenden Bericht gebeten. A uf seiner dritten Tagung wurde dem EUR/RC48/3 Seite 3 SCRC deshalb mitgeteilt, daß die Europäische Region der WHO die größte Anzahl solcher Zentren (576 in 38 Ländern) habe. Sie seien allerdings sowohl geographisch (381 Zentren auf nur sieben Länder kon­ zentriert) als auch hinsichtlich ihrer fachlichen Kompetenz (z. B . nur zwölf Zentren, die im Bereich der Gesundheit von Mutter und Kind arbeiten) ungleich verteilt. Es liege zwar auf der Hand, daß die WHO ein Netz von Kooperationszentren brauche (u. a. um der Organisation die für ihre Arbeit benötigte wis­ senschaftliche Grundlage zu liefern), doch sei auch klar, daß ihre Anzahl zu hoch sei und daß die Arbeit vieler Zentren den Erwartungen nicht entspreche. 16. Der SCRC bestätigte, daß ein Kooperationszentrum eine Expertenstelle (centre o f excellence) sein und sich gleichzeitig für die GFA-Politik einsetzen müsse. Es müsse hochwertige Arbeit leisten, die so­ wohl dem Land wie der WHO nütze. Die Quantität (d. h. die Anzahl der Zentren) sei nicht mit Qualität gleichzusetzen. Die bestehenden Kriterien und Verfahren zur Ernennung und Wiederernennung seien nach Ansicht des SC RC sachgerecht, in der Praxis müsse man sie jedoch strenger handhaben. Der SCRC empfahl, die Kooperationszentren nicht nur auf prioritäre Fachbereiche zu beschränken. Sie könnten der Organisation helfen, eine Präsenz in allen Bereichen aufrechtzuerhalten, die (vorübergehend) als weniger vorrangig angesehen würden. In bezug auf die Finanzierung schloß sich der SCRC der derzeitigen Praxis an, wonach sich die Kooperationszentren selbst finanzieren müssen, außer in den seltenen Fällen, in de­ nen Mittel zur Durchführung einer spezifischen Aufgabe bereitgestellt würden. Fortschrittsbericht zum Thema „Regionale Gliederung“ 17. Auf der zweiten Tagung des SCRC legte Professor Z. Reiner, der Vertreter der Europäischen Region in der vom Exekutivrat zur Überprüfung der Satzung eingesetzten Sondergruppe, die Schlußfolgerungen und Empfehlungen vor, die von der Sondergruppe auf ihrer sechsten und letzten Tagung (vom 5. bis 7. November 1997 in Genf) abgegeben worden waren. Er verwies auf den Zusammenhang mit den vom SCRC bereits geäußerten und vom Regionalkomitee (in Resolution EUR/RC47/R3) gebilligten Ansich­ ten und verband seine Ausführungen mit Anregungen für die Standpunkte, welche die europäischen Mit­ glieder auf der bevorstehenden Tagung des Exekutivrats einnehmen könnten. Mit zwei bemerkenswerten Ausnahmen stimmten die Empfehlungen der Sondergruppe mit der Resolution des Regionalkomitees überein: Die erste Ausnahme betreffe den Auftrag und die Funktionen der Regionalkomitees, die zweite die ordentlichen Haushaltszuweisungen an die Regionen. Trotz der Tatsache, daß die Vertreter der euro­ päischen Mitgliedstaaten bei zahlreichen Anlässen dafür eingetreten seien, bei der Zuweisung der ordent­ lichen Haushaltsmittel der Organisationen an die Regionen objektive Kriterien anzulegen, habe die Son­ dergruppe beschlossen, lediglich die beiden Szenarien und die drei Optionen, die ihm vom Sekretariat unterbreitet worden seien, an den Exekutivrat zurückzuleiten, ohne eine Empfehlung abzugeben. Bei dieser Gelegenheit betonte der SCRC erneut, daß es wichtig sei, objektive Kriterien zu benutzen, und empfahl die Anwendung einer modifizierten Fassung des menschlichen Entwicklungsindexes des UNDP (HD1) auf den Länderanteil des Ordentlichen Haushalts. Er bat Professor Reiner dringend, auf der 101. Tagung des Exekutivrats nachdrücklich in diesem Sinne zu argumentieren. 18. Am Vorabend dieser Exekutivratstagung trafen der SCRC-Vorsitzende und der Regionaldirektor mit den Exekutivratsmitgliedem der Europäischen Region zusammen, um ihnen die Ansichten des SCRC darzulegen. Die Ratsmitglieder schlossen sich diesen Ansichten an. Zum Zeitpunkt der dritten Tagung des SCRC hatte der Exekutivrat Resolution E B 101.R 10 über die Zuweisungen des Ordentlichen Haushalts an die Regionen verabschiedet, durch die der 51. Weltgesundheitsversammlung empfohlen wird, sich bei den Haushaltszuweisungen künftig von einem auf den HD-Index des UNDP gestützten und möglicher­ weise um den Impferfassungsgrad bereinigten Modell leiten zu lassen, das die Bevölkerungsstatistik der Länder umfasse und im Laufe von drei Haushaltszeiträumen schrittweise umgesetzt werden könnte. Der SCRC erkannte, daß es in der Weltgesundheitsversammlung wahrscheinlich Widerstand gegen die An­ nahme der Resolution geben werde. Er räumte erneut ein, daß die derzeitige Praxis der Haushaltszuwei­ sungen an die Regionen (die gänzlich auf einem veralteten Präzedenzfall beruhe) nicht unverändert bei­ behalten werden könne. Auch ließen sich starke ethische Gründe dafür anführen, den WHO-Haushalt auf die bedürftigsten Länder zu konzentrieren. Deshalb stimmte er der vom Regionaldirektor befürworteten Taktik und Strategie vorbehaltlos zu, um in der Weltgesundheitsversammlung die volle Unterstützung aller europäischen Mitgliedstaaten für den Resolutionsentwurf zu mobilisieren. EUR/RC48/3 Seite 4 19. Auf der vierten Tagung wurde dem SCRC mitgeteilt, daß sich der Ausschuß B der Weltgesund­ heitsversammlung im Rahmen seiner Überprüfung der Satzung und der regionalen Gliederung der WHO mit Exekutivratsresolution E B 101 .R 10 befassen werde. Zudem war von der japanischen Regierung ein Kompromißvorschlag vorgebracht worden, der durch Hinzufügung einer Teilziffer im Beschlußteil von Resolution E B I0 1 .R 1 0 eingeführt werden könnte. In Anbetracht des wahrscheinlich breiten Widerstands gegen jegliche Änderung der regionalen Zuweisungen, wären weitere mögliche Vorschläge, die Angele­ genheit bis zur Amtsübernahme durch die neue Generaldirektorin zu verschieben, sie einer weiteren Prü­ fung zu unterziehen oder die Einführung neuer Vereinbarungen über einen längeren Zeitraum auszudeh­ nen. Solche Vorschläge würden die Vorlage eines neuen Resolutionsentwurfs erfordern. 20. Der SCRC wurde auch davon unterrichtet, daß die europäischen Leiter der Missionen bei den Ver­ einten Nationen und ihren Sonderorganisationen in G enf auf einer Tagung mit dem Sekretariat drei Tage zuvor darauf gedrungen hatten, die Angelegenheit auf der WHA51 zu regeln. Der SCRC schloß sich die­ ser Haltung an. 21. Der SCRC bekräftigte seine strategische Unterstützung für die Resolution des Exekutivrats. Die Resolution sei das Ergebnis von zwei Kompromißrunden, erst in der Sondergruppe des Exekutivrats (und in den von ihm einberufenen Konsultationstreffen mit allen Mitgliedstaaten), anschließend im Exekutivrat selbst. 22. Der SCRC empfahl, die europäischen Mitgliedstaaten umfassend über die neue Situation zu infor­ mieren, bevor die Angelegenheit in der Versammlung erörtert werde. Daraufhin fand ein solches Treffen statt, auf dem die Haltung des SCRC breite Unterstützung fand. 23. Der SCRC kam überein, erneut am Mittwoch, dem 13. Mai 1998 um 9.00 Uhr zu tagen. Danach trafen sich die bei der Weltgesundheitsversammlung anwesenden SCRC-M itglieder jeden Morgen mit dem Regionaldirektor, um sich über die Entwicklungen auf dem laufenden zu halten und das weitere tak­ tische Vorgehen zu besprechen. Der Vorsitzende des SCRC vertrat zusammen mit Professor Leowski (Polen) und Herrn Örtendahl (Schweden) die Europäische Region in einer Redaktionsgruppe, die schließ­ lich einen Text ausarbeitete, der in der letzten Sitzung der Weltgesundheitsversammlung durch Konsens angenommen wurde. Die Resolution WHA51.31 empfahl die Anwendung eines Modells, das sich am HD-Index des UNDP ausrichtet, die Bevölkerungsstatistik einbezieht und schrittweise umgesetzt werden könnte, so daß keine Region durch die Kürzung jährlich mehr als 3% einbüßen würde. Das Ergebnis für die Europäische Region wäre eine Erhöhung der regionalen Haushaltszuweisung um rund 16 Mio. U S-$, anfänglich in Mehrbeträgen von rund 3 Mio. U S-$ pro Haushaltsperiode für die nächsten fünf Rech­ nungszeiträume. Maßnahmen des Regionalkomitees • Die Delegierten sollten die nützliche Rolle des SCRC zur Kenntnis nehmen. DER KOMMENDE HAUSHALTSZEITRAUM (2000-2001) Programmhaushaltsvoranschlag für die Europäische Region, 2000-2001 24. In Umsetzung von Resolution EUR/RC47/R9 hatte das Sekretariat für die zweite Tagung des SCRC in Anlehnung an die Struktur des Allgemeinen Arbeitsprogramms der Organisation einen Entwurf der Struktur des regionalen Programmhaushaltsvoranschlags ausgearbeitet. Doch werde man sich auf der (zweistelligen) Hauptprogrammebene weiterhin auf die regionalen Ziele zur „Gesundheit für alle“ (G FA ) beziehen. Der SCRC begrüßte den Entwurf, bat jedoch den Regionaldirektor zu gewährleisten, daß die Zusammenhänge mit der regionalen GFA-Politik und ihren Zielen klar herausgestellt werden. Angesichts des für die Annahme der neuen Gesundheitspolitik (und Ziele) für Europa vorgesehenen Zeitplans stellte der SCRC ferner fest, daß der regionale Haushalt für 2000-2001 unter Bezugnahme auf die derzeitigen (38) Ziele erstellt werden müsse. EUR/RC48/3 Seite 5 25. Als der Programmhaushaltsvoranschlag dem SCRC auf seiner dritten Tagung unterbreitet wurde, wurde darauf verwiesen, daß er eine Reihe von Umverteilungen zur Effizienzverbesserung vortrage, die im Haushalt 1998-1999 vorgenommen worden seien, wodurch ein Betrag von 1,6 Mio. US-$ (bzw. 3,2% des gesamten Ordentlichen Haushalts der Region) von Verwaltungs- zu Fachprogrammen umgeleitet worden sei. Ferner wurde der SCRC über die Auswirkungen informiert, die eine Annahme von Resolution E B 1 0 1 .R 1 0 durch die Weltgesundheitsversammlung auf den Haushalt hätte. Im großen und ganzen gebe es jedoch keine wesentlichen Änderungen gegenüber dem laufenden Haushalt: Für die meisten Schwer­ punktbereiche sei eine geringfügige Aufstockung geplant, und es sei zu erwarten, daß Kürzungen beim Restbetrag durch höhere freiwillige Beiträge ausgeglichen würden. 26. Der SCRC begrüßte die Bemühungen des Sekretariats, den Haushaltsvoranschlag mit der neuen Struktur vorzulegen und ihn dadurch in bezug auf die Ziele der Organisation als ganzer transparenter zu machen. Desgleichen erkannte der SCRC an, daß man bei der Umverteilung von Mitteln zwischen den Programmen schrittweise vorgehen müsse. 27. In Beantwortung der Fragen einiger Mitglieder wurde der SCRC informiert, daß das Sekretariat vor­ schlage, 0,5 Mio. US-$ für die in Teil I des Dokuments aufgeführten vier „Projektbereiche“ („Gesundheit in Städten“, „Gesundheit und Arbeit“, „Ein gesunder Lebensbeginn“ und „Primäre Gesundheitsversorgung“) bereitzustellen. Es wurde die Befürchtung geäußert, daß die gekürzte Zuweisung für Mitarbeiter auf Zeit eine geringere Flexibilität für das Regionalbüro mit sich bringen könnte. Der SCRC betonte, daß man dem wesentlichen Bereich der Informationstechnologie genügend Mittel zukommen lassen und genauer unter­ suchen müsse, welche Bibliotheksfunktionen, die zuvor von der entsprechenden Abteilung des Regional­ büros wahrgenommen worden seien, man durch Informationstechnologie ersetzen könne. Der SCRC riet ferner dazu, den Ausdruck „Posteriorität“ im europäischen regionalen Programmhaushalt nicht mehr zu verwenden und eine geeignetere Bezeichnung zu finden. 28. Nachdem der SCRC den Programmhaushaltsvoranschlag im einzelnen geprüft und eine Reihe Empfehlungen abgegeben hatte, merkte er an, daß sich der Haushaltsvoranschlag noch im Entwurf befin­ de. Er werde überarbeitet werden, um die Kommentare des SCRC und des Regionalkomitees sowie alle Änderungen widerzuspiegeln, die eventuell durch die neue GFA-Politik erforderlich würden. Außerdem müßten auch die mögliche Aufstockung der regionalen Haushaltszuweisungen und die Bereiche, die von der neuen Generaldirektorin als besonders wichtig hervorgehoben worden seien, berücksichtigt werden. Grundsätzlich billigte der SCRC jedoch das Dokument als ganzes. Danach wurde beschlossen, den Pro­ grammhaushaltsvoranschlag unter Berücksichtigung der Aussprache im SC RC Anfang Mai fertigzustel­ len. Falls die Weltgesundheitsversammlung eine erhöhte regionale Zuweisung verabschiede und die Ge­ neraldirektorin nach ihrer Amtsübernahme am 21. Juli 1998 neue Anweisungen ergehen lasse, so werde für das Regionalkomitee ein gesonderter Nachtrag zu dem Dokument ausgearbeitet, der eventuellen Än­ derungen Rechnung tragen werde. Maßnahmen des Regionalkomitees • Überprüfung des Programmhaushaltsvoranschlags für die Europäische Region, 2000-2001 (Dokument EUR/RC48/8) • Überprüfung des Nachtrags zum Programmhaushalts­ voranschlag (Dokument EUR/RC48/8 A dd.l) • Behandlung des entsprechenden Resolutionsentwurfs (EUR/RC48/Conf.Doc./5) Aktionsplan Tabak 29. Ein überarbeiteter Entwurf des Dritten Aktionsplans für ein tabakfreies Europa 1997-2001 , der die beim RC 47 abgegebenen Kommentare berücksichtigt, wurde dem SCRC auf dessen zweiter Tagung un­ terbreitet. Der SCRC billigte die erfolgten Änderungen mit einigen kleinen redaktionellen Änderungen und Zusätzen. Zwar könnten für die verschiedenen Aktionsbereiche bis zum Jahr 2000 Gesetze ergangen HUR/RC48/3 Seite 6 sein, doch sei unwahrscheinlich, daß sie zu diesem Zeitpunkt bereits Wirkungen zeitigten, folglich schlug der SCRC vor, das „Zieldatum“ der einzelnen Empfehlungen auf 2001 abzuändem. 30. Das Sekretariat werde den Aktionsplan unter Berücksichtigung der Kommentare des SCRC fertig­ stellen und die Mitgliedstaaten weiterhin über die Errichtung des Ausschusses für ein tabakfreies Europa konsultieren. Maßnahmen des Regionalkomitees • Überprüfung der Vorschläge für einen Ausschuß für ein tabakfreies Europa (Dokument EUR/RC48/11) Weiterentwicklung der Public Health in Europa 31. A uf einer früheren Tagung hatte der SC RC 1997 empfohlen, eine Erörterung der Weiterentwick­ lung der Public Health in Europa auf das R C 48 zu verschieben. Zur Vorbereitung auf diese Aussprache wurde dem SCRC auf seiner zweiten Tagung ein Entwurf zu diesem Thema vorgelegt, in dem die ver­ schiedenen Ebenen der Public-Health-Arbeit beschrieben werden. Außerdem wird darin erläutert, wie unterschiedlich der B egriff „Public Health“ verstanden wird, welche Kemaspekte er umfaßt und welche Charakteristika für ihn besonders kennzeichnend sind. Außerdem enthielt das Papier auch einen Über­ blick über die Ausbildungsmöglichkeiten für die gesundheitswissenschaftliche Praxis sowie Überlegun­ gen zur Weiterentwicklung von Public Health im Zeitraum 1998-1999. 32. Der SCRC bat darum, den Kernpunkt des Papiers klarer herauszustellen, um in der Region ein ein­ heitliches Verständnis für das Konzept zu erreichen und deutlich werden zu lassen, daß man ein umfas­ sendes Konzept des Public-Health-Managements befürworte. Er begrüßte das auf die Ausbildung gelegte Schwergewicht und schlug vor, die Errichtung eines Verbunds von Hochschulabteilungen für Gesund­ heitswissenschaften zu erwägen. Wichtige Aufgaben für EU RO seien in diesem Zusammenhang, Fakul­ täten und Hochschulen für Gesundheitswissenschaften zu unterstützen und zu gewährleisten, daß Curri­ culum und Lehre in diesen Ausbildungseinrichtungen auf den GFA-Prinzipien aufbauen. Maßnahmen des Regionalkomitees • Überprüfung des Papiers über die Weiterentwicklung der Public Health in Europa (Dokument EUR/RC48/13) • Behandlung des entsprechenden Resolutions­ entwurfs (EUR/RC48/Conf.Doc./9) M i t t e l f r i s t ig e A u f g a b e n Die Politik Gesundheit für alle in der Europäischen Region im einundzwanzigsten Jahrhundert 33. Im Verfolg von Resolution EUR/RC47/R6 befaßte sich der SCRC auf seiner zweiten Tagung mit einem Papier, das einen inhaltlichen Überblick über die beiden Teile der neuen europäischen GFA-Politik und -Strategie enthält. Teil I soll die Kemidee und Politik der GFA in leichtverständlicher und anregender W eise darlegen, während Teil II als Orientierungshilfe für die Public-Health-Arbeit dienen und eine Grundlage für ein systematisches Monitoring und eine systematische Evaluierung bieten soll. Zu Aufbau und Inhalt der Dokumente wurde gesagt, daß die Zahl der derzeit vorgeschlagenen Ziele (26) nicht unver­ änderlich sei. Der SCRC erkannte zwar an, daß die Wahl der regionalen Zielebenen eine schwierige Auf­ gabe sei (es mangle in einigen Bereichen an Daten, und die Situation in der Region sei sehr unterschied­ lich), befürwortete jedoch, daß man methodisch gesehen wissenschaftlich abgesicherte Fakten mit den historischen Trends einer guten Praxis verbinden sollte. 34. Der SCRC gelangte zu der übereinstimmenden Ansicht, daß mindestens zwei Dokumente erforder­ lich seien, wobei jedoch die Ansichten darüber auseinandergingen, ob die Indikatoren und der Aktions­ plan als Anhänge beigefügt werden oder getrennte Kapitel erhalten sollten. Der SCRC war der Meinung, EUR/RC48/3 Seite 7 daß die Dokumente das richtige Zielpublikum ansprächen; insbesondere Teil I (die Kurzfassung) sollte für Politiker und politische Entscheidungsträger im weiteren Sinne und nicht nur für Gesundheitspolitiker abgefaßt werden. Teil II (die ausführlichere Fassung) sollte andererseits allen, die auf nationaler und teil­ nationaler Ebene für die Umsetzung verantwortlich seien, eine pragmatische methodische Anleitung an die Hand geben. Ein breiteres Publikum könne über das Internet und die Massenmedien erreicht werden. 35. Zur dritten Tagung des SCRC (April 1998) waren zum ersten Entwurf der aktualisierten GFA-Politik aus den Mitgliedstaaten, von zwischenstaatlichen und nichtstaatlichen Organisationen, von den Netzen des Regionalbüros und ausgewählten Experten Kommentare eingegangen. Auf der Grundlage dieser Kommen­ tare und unter Berücksichtigung der vom Regionalkomitee (Resolution EUR/RC47/R6) und vom SCRC auf seiner vorigen Tagung abgegebenen Empfehlungen hatte das Sekretariat überarbeitete Entwürfe von zwei Modellen für die kurzen „Leitlinien für Verantwortungsträger“ und einen ausführlichen Public-Health- Leitfaden (im wesentlichen eine überarbeitete Fassung des RC47-Dokuments) vorbereitet. Die Zahl der vorgeschlagenen Ziele war noch von 26 auf 21 gesenkt worden, und das Schwergewicht lag auf Chancen­ gleichheit, Solidarität und Rechenschaftspflicht. Man hatte dafür gesorgt, daß die Ziele den Wertvorstel­ lungen entsprachen, die der regionalen und der globalen Politik zugrunde liegen. 36. Der SCRC äußerte sich anerkennend zu dem kreativen Konzept des Sekretariats und begrüßte die drei vorgelegten Dokumente. Er billigte den übergeordneten Titel des Dokuments in der Erkenntnis, daß die Idee der „Gesundheit 2 1 “ nicht nur die 21 G FA -Ziele für das einundzwanzigste Jahrhundert wider­ spiegle, sondern auch sachgerechte Anklänge an die „Agenda 21“ und die Konferenz der Vereinten Na­ tionen für Umwelt und Entwicklung enthalte. Er schloß sich einem der beiden Vorschläge für das Kurzdokument (H ealth 21 - Everybody's business) an, war jedoch der Meinung, daß das Dokument auf die breite Öffentlichkeit ausgerichtet sein sollte. Er vermerkte, daß der Text inhaltlich und von der Auf­ machung her noch weiter bearbeitet werden müsse (und empfahl insbesondere die intensive Anwendung von Farben). 37. Andererseits fand der SCRC, daß beim zweiten Dokument, den „Leitlinien für Verantwortungsträ­ ger“, noch erhebliche Arbeit zu leisten sei. Es müsse viel kürzer sein und vielleicht eine Zusammenfas­ sung zum Vorwort haben, die Hinweise auf das restliche Dokument enthalte. Die Zusammenfassung sollte die hinter der neuen GFA-Politik stehende Vision erläutern, auf die Vorteile einer zielgerichteten Strategie hinweisen, sämtliche Zielüberschriften enthalten und ein Überraschungselement bieten. Die wichtigste Botschaft könnte sein, daß die Gesundheit der Bevölkerungen drastisch verbessert werden könnte, wenn alle Ministerien danach trachten würden, mit ihrer Politik einen Zugewinn an Gesundheit zu erzielen. Andererseits könnte sich die GFA-Politik für alle Ministerien als vorteilhaft erweisen, weil sie Kosten spare, mehr Popularität einbringe usw. Deutlich herausgearbeitet werden sollte zudem, wie EURO den Mitgliedstaaten nutzen könne. Schließlich wurde noch angemerkt, daß die Gesundheitsförderung und die Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten zu wenig Erwähnung gefunden hätten. 38. Dementsprechend war sich der SCRC einig, daß der Entwurf der „Leitlinien für Verantwortungs­ träger“ nicht einfach nur überarbeitet, sondern ganz umgeschrieben und enger mit dem „Public-Health- Leitfaden“ verbunden werden müsse. Nach Rücksprache mit den Mitgliedstaaten während der Weltge­ sundheitsversammlung würden der Vorsitzende und der Stellvertretende Vorsitzende des SC RC Anfang Juni zum Regionalbüro kommen, um einen weiteren Entw urf des Dokuments zu prüfen. 39. Der SCRC begrüßte den Entwurf des „Public-Health-Leitfadens“ . Er erkannte an, daß der Vorbe- reitungs- und Überarbeitungsprozeß (mit weitreichender Konsultation und Einarbeitung der sich daraus ergebenden Empfehlungen) eine vorbildliche Vorgehensweise darstelle. Wie vom Regionalkomitee erbe­ ten, habe das Dokument jetzt weniger Vorschriftscharakter. Der Klarheit halber empfahl der SC R C , das Papier mit einem kurzen Abschnitt beginnen zu lassen, der die Geschichte und die Errungenschaften der derzeitigen GFA-Politik wiedergeben und die neue Politik in ihren Grundzügen darlegen sollte. In den folgenden Kapiteln sollten Politik und begleitende Strategie genauer dargelegt werden. In der Einführung sollten auch die verschiedenen benutzten Ausdrücke (z. B . Vision, Ziele und Vorgaben, Strategie und Taktik, Konzept (policy) und Politik (politics)) klar definiert werden. EUR/RC48/3 Seite 8 40. Ferner würde es sich lohnen, gleich zu Anfang klar zu beschreiben, wie das Dokument zu betrach­ ten und zu benutzen sei. In diesem Zusammenhang fand es der SC R C verwirrend, daß der Titel des kur­ zen wie des langen englischen Dokuments das Wort „guide“ enthalte - man könne sich berechtigterweise fragen, wo denn das Konzept als solches zu finden sei. Bei der Annahme des Berichtsentwurfs auf seiner dritten Tagung kam der SCRC später überein, daß das lange Dokument als die neue Politik für die Euro­ päische Region zu betrachten und das kurze Dokument als Leitfaden zu dieser Politik anzusehen sei. Eine weitere allgemeine Empfehlung betraf den Aufbau der einzelnen Kapitel im langen Dokument: Es sollte mit der Kapitelüberschrift, mit einer Erläuterung des angestrebten Ziels, der Inhaltsangabe und dem Ziel­ text der für diesen Bereich gewählten Ziele beginnen. 41. Der SCRC ging sodann zur ausführlichen Prüfung der einzelnen Kapitel des langen Dokuments über und machte konkrete Verbesserungsvorschläge. Die im ganzen Dokument vorhandenen Rahmen­ texte wurden als zu uneinheitlich angesehen; sie sollten spezifischen guten Praxisbeispielen Vorbehalten bleiben. Minimumwerte für die GFA-Ziele sollten genau angegeben werden, und man sollte darauf ach­ ten, sie alle einheitlicher zu formulieren. Es sei nicht nötig, Material in die Situationsanalyse einzufügen, nur um den Zusammenhang zu einer vorgeschlagenen Strategie herzustellen. Die Ratsamkeit, einen Ab­ schnitt mit „Sektormaßnahmen für die Gesundheit“ zu überschreiben, wurde in Frage gestellt, da das Schwergewicht doch durchweg auf der Notwendigkeit eines sektorübergreifenden Ansatzes liege. Es wurde vereinbart, daß die Politik klare und feste, ja sogar provozierende Leitlinien zur integrierten Ver­ sorgung und zur „Gatekeeping“-Funktion der primären Gesundheitsversorgung bieten müsse. Was die personellen Ressourcen für die Gesundheit betreffe, so würde es der SC RC begrüßen, wenn das Problem der Gewährleistung einer ausgewogenen Verteilung dieser Ressourcen stärker in den Vordergrund ge­ rückt und man mehr Nachdruck auf die Rolle der Hochschulen in der Ausbildung von Arbeitskräften für den Primärsektor legen würde. 42. Der SCRC stellte fest, daß sich die Ziele 17 und 18 in Kapitel 6 bzw. 7 beide zum Teil mit finan­ ziellen Ressourcen befaßten, weshalb er empfahl, Ziel 17 auf die Finanzierung der Gesundheitsversor­ gung auszurichten, während sich Ziel 18 auf die personellen Ressourcen für die Gesundheit konzentrieren sollte. Einige Aspekte von Ziel 18 könnten in Ziel 3 eingearbeitet werden, das dadurch auf die Problema­ tik der multisektoralen Verantwortung für die Gesundheit umorientiert würde. Dies entspreche dem Wunsch des SCRC, zu Beginn des Dokuments mehr Gewicht darauf zu legen, daß es entscheidend sei, daß Bereiche in die neue Politik einbezogen würden. Der SC RC schlug eine Reihe anderer „Partner für die Gesundheit“ vor und empfahl, zwischen dem Material über Regierungen und Politiker in Kapitel 7 und dem auf Ziel 3 bezogenen Text von Kapitel 2 eine klare Verbindung herzustellen. Schließlich be­ grüßte der SCRC die wissenschaftliche Haltung zur Public-Health-Forschung, wollte aber der Frage der Grundlagenforschung (wie auch der angewandten Forschung) mehr Beachtung geschenkt sehen. 43. Die Schlußfolgerungen (Kapitel 8) wurden im Vergleich zum restlichen Dokument als Schwach­ punkt erachtet. Sie müßten daher umgeschrieben werden. 44. Bei der Behandlung des begleitenden Aktionsplans trat der SC RC nachdrücklich dafür ein, die neue Gesundheitspolitik von den nationalen Parlamenten ratifizieren oder annehmen zu lassen. Wenn man an einen „Gesundheitsgipfel“ oder ein Treffen von Staatsoberhäuptern denke, sollte dies nach Er­ achten des SCRC nicht Teil einer Tagung des Regionalkomitees sein, sondern in Form einer kurzen ge­ sonderten Veranstaltung mit einem attraktiven Programm stattfinden. Hierzu brauche man die starke Un­ terstützung seitens des Präsidenten oder Premierministers zumindest eines einflußreichen Landes. Der SCRC sprach sich nicht für die Einsetzung einer hochrangigen regionalen Task Force aus, um den Boden für eine solche Veranstaltung vorzubereiten, sondern empfahl ein persönliches Vorgehen des Regionaldi­ rektors. Grundsätzlich billigte der SCRC den Aktionsplan, vorbehaltlich der Verfügbarkeit der Ressour­ cen. 45. In Übereinstimmung mit den zum Hauptteil des Dokuments abgegebenen Kommentaren regte der SCRC auch eine Reihe von Änderungen in der vorläufigen Liste der vorgeschlagenen Indikatoren an. Das Sekretariat werde weiter an dieser Liste arbeiten und bis Anfang Juni 1998 weitere Überarbeitungen der verschiedenen Dokumente vornehmen. EUR/RC48/3 Seite 9 M aßnahm en des Regionalkom itees • Ü berprüfung der P olitik der Gesundheit für alle in der Europäischen Region im einundzwanzigsten Ja h rh u n ­ dert (Dokumente EUR/RC48/9 und /10) • Behandlung des entsprechenden Resolutions­ entwurfs (EUR/RC48/Conf.Doc./6) V e r f a h r e n s f r a g e n u n d s o n s t ig e A n g e l e g e n h e i t e n „H albständige“ M itglieder des Exeku tivrats 46. A uf seiner 47. Tagung hatte das Regionalkomitee die Empfehlung des SCRC, die Angelegenheit der „halbständigen“ Sitze im Exekutivrat bis zum Ergebnis der derzeitigen Aussprachen in den Vereinten Nationen über eine mögliche Erweiterung des Sicherheitsrats in der Schwebe zu halten, nicht unterstützt. Es hatte den SCRC ersucht, die Frage in sein Arbeitsprogramm für 1997/1998 aufzunehmen und ihm 1998 wieder darüber zu berichten. 47. Der SCRC war sich auf seiner zweiten Tagung einig, daß in Anbetracht der Reaktion des Regio­ nalkomitees die Lösung, alles beim alten zu belassen, nicht zu befürworten sei. Angesichts der Wahr­ scheinlichkeit, daß sich die Weltgesundheitsversammlung einer früheren Resolution des Exekutivrats an­ schließen werde, mit der eine Erweiterung des Exekutivrats von 32 auf 34 Sitze empfohlen werde (wo­ durch die Europäische Region letztlich acht statt der jetzigen sieben Sitze haben würde), empfahl der SC RC , die „halbständigen“ Sitze gewissermaßen beizubehalten, doch mit geringerer Vertretungshäufig­ keit, und zugleich die Möglichkeit von Ländergruppierungen weiter zu verfolgen, um jedem Land eine bessere Chance zu geben, im Rat vertreten zu sein. Daher bat der SCRC darum, daß für seine Tagung im April 1998 ein Papier mit verschiedenen Lösungsmöglichkeiten ausgearbeitet werden sollte, das unter anderem die in anderen Organisationen geltenden Gruppierungen berücksichtigen sollte. 48. Bei der Diskussion des daraufhin ausgearbeiteten Papiers auf der dritten Tagung des SCRC stellte ein SCRC-M itglied fest, daß sich die „halbständigen“ Mitglieder wahrscheinlich einer jeden Änderung der derzeitigen Vereinbarungen widersetzen würden. 49. Nachdem der SCRC eine Reihe von Lösungsmöglichkeiten erwogen hatte, wurde die Vereinba­ rung, wonach jedes der „halbständigen“ Mitglieder dem Exekutivrat drei von neun Jahren angehört, er­ klärten die SCRC-M itglieder, daß es sich unter Berücksichtigung aller Aspekte dabei um das konsequen­ teste und gerechteste Modell handele. 50. Die Frage der inoffiziellen Gruppierungen von Mitgliedstaaten zum Zweck der Auswahl von Län­ dern, die zur Nominierung von Exekutivratsmitgliedem berechtigt seien, sei allerdings problematischer. Wenn sich das Regionalkomitee der obigen Empfehlung anschließen würde, so würden für die restlichen 48 Mitgliedstaaten sechs Sitze zur Verfügung stehen. Trotz der Tatsache, daß diese Zahlen es ermögli­ chen würden, drei Gruppen von sechzehn (bzw. vier Gruppen von zwölf, sechs Gruppen von acht oder zwei Gruppen von vierundzwanzig) Ländern zu bilden, sei nicht ohne weiteres ersichtlich, wie die M it­ gliedstaaten es akzeptieren würden, auf der Grundlage geographischer Gegebenheiten, ihrer Bevölke­ rungszahl, politischer Ähnlichkeiten oder anderer demographischer oder historischer Kriterien diesen Gruppen zugeordnet zu werden. Das Konzept der Gruppenbildung führe zwangsläufig zu Uneinigkeit und sei in der Vergangenheit bei vielen Anlässen erfolglos ausprobiert worden. 51. Der SCRC sah ein, daß die bloße Tatsache, daß man Länder teilregionalen Gruppierungen zuweise, an sich schon politisch heikel sei und zu Uneinigkeit führe. Zudem würden die so gebildeten Gruppen nach gemeinsamen Interessen suchen, was dem einigenden und integrierenden Geist der Organisation zuwiderlaufe. Mit alphabetischen Gruppierungen würde nicht der Notwendigkeit Rechnung getragen, zwischen mehr oder weniger industrialisierten Ländern oder zwischen den verschiedenen Teilen der Region ein Gleichgewicht finden zu müssen. Ferner wies der SC R C zustimmend darauf hin, daß das HUR7RC48/3 Seite 10 Regionalkomitee stets die persönliche Qualität der einzelnen Kandidaten berücksichtigt und gegebenen­ falls diesem Faktor Vorrang vor politischen oder geographischen Erwägungen gegeben habe. 52. Abschließend sprachen sich die meisten SCRC-M itglieder deshalb für eine Vereinbarung aus, nach der die „halbständigen“ Mitglieder des Rates jew eils für drei von neun Jahren einen Sitz einnehmen soll­ ten. Ansonsten sollte das Regionalkomitee jedoch weiterhin jährlich seine Entscheidungen treffen, wobei die Interessen der geographischen Verteilung unter den Mitgliedstaaten und die Qualität der vorgestellten individuellen Kandidaten sinnvoll gegeneinander abzuwägen seien. Maßnahmen des Regionalkomitees • Die Delegierten sollten überlegen, ob sie sich den An­ sichten des SCRC anschließen können. Nominierungen für die Mitgliedschaft im Exekutivrat und in anderen Ausschüssen 53. A uf seiner dritten Tagung hielt der SCRC eine Vorbesprechung über die Nominierungen für die Mitgliedschaft im Exekutivrat und in anderen Ausschüssen ab, zu denen eine Einigung anzustreben sein würde. Er stellte fest, daß vor kurzem auch Nominierungen für zwei Sitze im Management­ Beratungsausschuß des neu geschaffenen „Action programme on Nations for Mental Health“ (Aktions­ programm Nationen für psychische Gesundheit) erbeten worden seien. 54. Diese Frage wurde auf der vierten Tagung des SCRC weiter erörtert. Maßnahmen des Regionalkomitees • Überprüfung des Papiers über die Wahlen für ver­ schiedene Ausschüsse/Gremien (Dokument EUR/RC48/6) Rolle des SCRC 55. Nachdem der SCRC die Vor- und Nachteile einer Änderung der Geschäftsordnung des Regional­ komitees sorgfältig abgewogen hatte, um die Rolle zu klären, die der Ständige Ausschuß bei den Tagun­ gen des Regionalkomitees spielen könnte, empfahl er, die Geschäftsordnung nicht zu ändern. Der SCRC- Vorsitzende würde weiterhin über die Arbeit des SCRC berichten, kritische Situationen und Fragen, die sich während der Tagungen ergäben, könnten jedoch besser durch das Präsidium des Regionalkomitees gelöst bzw. beantwortet werden oder indem man aus RC-Delegationsmitgliedem bestehende Ad-hoc- Gruppen bilde. Maßnahmen des Regionalkomitees • Die Delegierten sollten überlegen, ob sie sich der Emp­ fehlung des SCRC anschließen können Ersetzung von SCRC-Mitgliedern 56. Um die Stellung der SCRC-M itglieder zu klären und sich mit der Eventualität der Ersetzung eines Mitglieds zu befassen, unterbreitete der Rechtsberater (auf der zweiten Tagung) Vorschläge für Änderun­ gen eines Großteils von Regel 2 der Geschäftsordnung. Der SCRC wollte festlegen, bis wann Ersatzmit­ glieder zu ernennen wären, und angeben, daß freie Sitze mit Kandidaten besetzt werden sollten, die auf der folgenden Tagung des Regionalkomitees nominiert würden. Danach schloß sich der SCRC den Ände­ rungsvorschlägen an. Maßnahmen des Regionalkomitees • Behandlung des einschlägigen Resolutionsentwurfs (EUR/RC48/Conf.Doc./4) Vorläufige Tagesordnung und Resolutionsentwürfe für die 48. Tagung des Regionalkomitees 57. Um in dem ausgelasteten Arbeitsprogramm für die 48. Tagung des Regionalkomitees eine gewisse Flexibilität zu bewahren, empfahl der SC R C , keine weiteren inhaltlichen Punkte auf die Tagesordnung zu setzen. Unter den ihm vorgeschlagenen Möglichkeiten wählte er jedoch die Gesundheit von Frauen zur Behandlung auf einer künftigen Tagung des Regionalkomitees oder in einem anderen Forum aus. HUR/RC48 3 Seite I i 58. Der SC RC betonte erneut, daß er es für wünschenswert halte, alle Resolutionsentwürfe des Regio­ nalkomitees einer vorherigen Prüfung zu unterziehen, ein Verfahren, das ursprünglich vom zeitweiligen Ständigen Ausschuß befürwortet worden war und dem sich das Regionalkomitee damals angeschlossen habe. A uf seiner vierten Tagung überprüfte der SCRC dementsprechend alle Resolutionsentwürfe für die 48. Tagung des Regionalkomitees und einigte sich darauf, dem Sekretariat alle Kommentare rechtzeitig vor einer Tagung des Regionalkomitees zugehen zu lassen und während der Tagung selbst keine Zusätze und Änderungen vorzuschlagen. Maßnahmen des Regionalkomitees • Annahme der vorläufigen Tagesordnung (Dokument EUR/RC48/1) Veranstaltungen zum fünfzigsten Jahrestag der WHO in der Europäischen Region 59. Der SC RC wurde auf seiner dritten Tagung informiert, daß sich die regionalen Veranstaltungen zur Feier des fünfzigsten Jahrestages der WHO auf die Tagung des Regionalkomitees im September 1998 konzentrieren würden, während die Veranstaltungen auf globaler Ebene in Verbindung mit der Weltge­ sundheitsversammlung im Mai stattfinden würden. Zudem wurden die WHO-Verbindungsreferenten ein­ dringlich gebeten, einzelstaatliche Veranstaltungen zu finden. Für diese Feiern würden keine WHO-Mitlel ausgegeben. 60. Der SC RC war sich einig, daß man nicht nur das fünfzigjährige Bestehen der WHO feiern, sondern auch die Leistungen der Organisation herausstellen wolle. Eine Reihe SCRC-M itglieder berichtete von Veranstaltungen, die in ihren Ländern geplant seien oder bereits stattgefunden hätten. Der SCRC schlug vor, daß man neben anderen Persönlichkeiten Dr. Leo Kaprio (Regionaldirektor Emeritus), Professor Is- han Dogramaci (den letzten noch lebenden Unterzeichner der WHO-Satzung) und möglicherweise Leon- Bemard-Preisträger zu den Feierlichkeiten auf der Tagung des Regionalkomitees einladen könnte. Ansprache der Präsidentin der EUR-Personalvereinigung 61. Die Vorsitzende der EUR-Personalvereinigung (EU R SA ) begrüßte in ihrer Rede auf der dritten Tagung des SC RC die Gelegenheit, auf einige Anliegen hinweisen zu können, die die Mitarbeiter derzeit beschäftigen. Darunter seien an erster Stelle die verschiedenen, die soziale Absicherung betreffenden Probleme zu nennen: Vereinbarungen über die soziale Absicherung von Mitarbeitern bei der Rückkehr ins Heimatland, Sicherheit bei Konflikten und Kriegen und Sicherung der Arbeitsplätze. 62. Es sei zwar klar, daß der immer raschere Wandel in der ganzen W elt eine flexiblere Personalaus­ stattung erfordere, doch würden bestimmte Maßnahmen diesen Übergang fördern: eine bessere Nach­ wuchsplanung, mehr Mitarbeitermobilität (was durchaus eine Höhereinstufung der Stellen in den Ländern bedeuten könnte), weniger starke Betonung der geographischen Ausgewogenheit und eine einheitliche Ruhestandsgrenze (62 Jahre) für alle Mitarbeiter. Die EUR-Personalvereinigung trete auch für eine Revi­ sion der gegenwärtigen Unterscheidung zwischen Allgemeinem Verwaltungsdienst, Höherem Dienst und Leitenden Stellen ein. 63. EU RSA sei der festen Ansicht, daß die Geber mit finanziellen Ressourcen keine Prioritäten für die Organisation setzen oder dieser Mitarbeiter aufzwingen sollten. Die Mitarbeiter würden es auch lieber sehen, daß die ordentlichen Haushaltsmittel für die Region möglichst bald aufgestockt würden, statt den Prozeß über drei Haushaltszeiträume hinzuziehen - dies würde es den bedürftigsten Ländern ermögli­ chen, sofort davon zu profitieren. Die Präsidentin hob die Bedeutung der Mitarbeitervertretung in ver­ schiedenen Ausschüssen und Gremien der ganzen Organisation hervor und verpflichtete sich, im Namen der Mitarbeiter alle Bemühungen zu unterstützen, die das Image der WHO als ehrlicher Mäklerin, neu­ traler Partei und kohärenter und geeinter Organisation verbessern würden. 64. Der SC RC würdigte die Loyalität und Effektivität der Mitarbeiter und erkannte die sehr große Ar­ beit an, die von den Mitarbeitern trotz schrumpfender Ressourcen und steigender Anforderungen geleistet werde. Die fehlende soziale Absicherung der Mitarbeiter bei ihrer Rückkehr in die Heimatländer sei je ­ doch kein Problem, das die WHO eigenständig lösen könne; der SCRC bitte deshalb die Vertreter aller EUR/RC48/3 Seite 12 Mitgliedstaaten und das System der Vereinten Nationen als ganzes eindringlich, sich mit diesem Problem zu befassen. Regionale Auswahlkommission für Kandidaten/Kandidatinnen für das Amt des/r Regionaldirek­ tors/Regionaldirektorin 65. In Beantwortung einer Frage über den Umfang der Beteiligung des SCRC an der Regionalen Aus­ wahlkommission (R SG ) erläuterte der Regionaldirektor auf der vierten Tagung des SC RC , daß der SCRC als solcher gemäß Geschäftsordnung in diesem Prozeß keine Funktion habe. Das Regionalkomitee werde jedoch gebeten, die Praxis, die man bei der Zusammensetzung der vorigen Regionalen Auswahlkommis­ sion auf der 43. Tagung des Regionalkomitees gehandhabt habe, zu formalisieren, was heiße, daß der/die SCRC-Vorsitzende der Regionalen Auswahlkommission von Amts wegen angehören würde und daß der/die Exekutivpräsident/in und der/die Stellvertretende Exekutivpräsident/in (SCRC-Vorsitzende) dem Regionalkomitee einen Vorschlag für die Zusammensetzung der Regionalen Auswahlkommission unter­ breiten würde. Der Kommission würden dann neben dem/der SCRC-Vorsitzenden drei weitere Mitglieder und drei Stellvertreter/innen aus den an der Tagung des Regionalkomitees teilnehmenden Delegationen angehören. Maßnahmen des Regionalkomitees • Behandlung des einschlägigen Resolutionsentwurfs (EUR/RC48/Conf.Doc./8) L'-lJR/RC48 3 Seite 13 Anhang I Z u s a m m e n s e t z u n g d e s SC R C Professor Aikan Akanov Stellvertretender Vorsitzender, Gesundheitsausschuß, Ministerium für Erziehung, Kultur und Ge­ sundheit, Almaty, Kasachstan Professor Ay§e Akin Abteilung Öffentliche Gesundheit, Medizinische Hochschule, Hacettepe-Universität, Ankara, Türkei Professor Vilius Grabauskas (Vorsitzenderj Rektor, Medizinische Akademie Kaunas, Kaunas, Litauen Daviö A. Gunnarsson Generalsekretär, Ministerium für Gesundheit und soziale Sicherheit, Reykjavik, Island Pnina Herzog Chefberaterin, Gesundheitsministerium, Jerusalem, Israel (auf der zweiten Tagung) Philip Hubert Berater des Gesundheitsministers, Gesundheitsministerium, Jerusalem, Israel (ab der dritten Tagung) Dr. Bozo Ljubic Gesundheitsminister, Gesundheitsministerium, Sarajevo, Bosnien-Herzegowina Dr. Luis de Carvalho Magäo Ehemaliger Generaldirektor, Abteilung für internationale Beziehungen, Gesundheitsministerium, Lissabon, Portugal Dr. Jeremy Metters (Stellvertretender Vorsitzender) Stellvertretender Generaldirektor für Gesundheit, Gesundheitsministerium, London, Vereinigtes Kö­ nigreich Dr. Kancho T. Tchamov Lehrstuhl für Sozialmedizin, Medizinische Universität, Sofia, Bulgarien Dr. Viktor M. Volovej Leiter, Hauptabteilung Gesundheitsreformen, Gesundheitsministerium, Kischinow, Republik Moldau

Key facts
Adoption date
Source World Health Organization